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NAS Advanced 3.0 - NAS mit Intel C246 Serverchipsatz und 6x SATA

01.02.2019 von Stefan
Unsere neue NAS Advanced 3.0 Zusammenstellung löst das eigentlich noch aktuelle NAS-Advanced 2.0 ab, welches mit einer AMD Ryzen 3 2200G APU ausgestattet ist. Leider ist die ECC-Unterstützung der aktuellen AMD-APUs sehr unklar und wird weder von AMD selbst noch von den Herstellern der Mainboards aktiv unterstützt. Da wir unser NAS Advanced auf eine ECC-Unterstützung ausgelegt haben und die ECC-Problematik bei AMD nun über 6 Monate andauert, haben wir uns dazu entschlossen ein Alternativsystem mit Intel Prozessor aufzubauen.

Die Basis für unsere neue NAS Zusammenstellung bildet das Fujitsu D3644-B Mainboard mit Intel C246 Serverchipsatz und 6x SATA. Das Betriebssystemlaufwerk kann über M.2 PCIe 4x oder USB 3.1 (Gen 2 mit 10 Gbit/s) angebunden werden.

Als Prozessor nutzen wir den Intel Pentium G5400 aus Intels aktueller Coffee-Lake Serie. Er kann auf diesem Mainboard sein volles Featureset ausspielen: die ECC Fehlerkorrektur des Arbeitsspeichers sowie sämtliche aktuelle Virtualisierungsfunktionen von Intel sind auf diesem Board aktiv.




Prozessor

EigenschaftWert Bemerkungen
Prozessor Intel Pentium G5400
Kerne 2
Hyperthreading
Takt[GHz] 3,7
Turbotakt (Einkern)[GHz]
Turbotakt (Mehrkern)[GHz]
Cache[MB] 4
Intel C6/C7 Support
Übertaktbar
Speicherchannels 2 max. DDR4-2400
ECC-Support auf Intel C-Chipsätzen
iGPU Intel UHD Graphics 610
iGPU - Ausführungseinheiten 12
iGPU - Takt (Basis)[MHz] 0,35
iGPU - Turbo[MHz] 1,05
iGPU - Rechenleistung[TFLOPS] 0,4
TDP[W] 54
Architektur Coffee Lake
Sockel LGA 1151 v2
Fertigung[nm] 14

Der Intel Pentium G5400 besitzt zwei Kerne die mit einer Taktfrequenz von 3,7 GHz arbeiten. Dank Hyper-Threading stellt der Intel Pentium vier logische Prozessoren zur Verfügung. Durch die hohe Taktfrequenz, die der CPU dauerhaft zur Verfügung steht, rechnet der Intel Pentium G5400 knapp 60 Prozent schneller als sein Vorgänger, dem Intel Pentium G4400.

Der Pentium Prozessor verfügt wie alle Coffee-Lake Prozessoren von Intel über eine interne Grafikkarte. Die Intel UHD Graphics 610 reicht zwar immer noch nicht aus um damit auch moderne Spiele zu spielen, für unser NAS ist sie aber natürlich völlig ausreichend und erspart uns den Einbau einer dedizierten Grafikkarte.

Es gibt diesen Prozessor auch als im Takt reduzierte Version: als Intel Pentium G5400T. Diesen empfehlen wir euch hier nicht. Warum könnt ihr hier nachlesen: Pentium G5400 vs 5400T - Energie und Effizienzvergleich.



Alle aktuellen Intel Virtualisierungsfunktionen (VT-x, VT-x EPT, VT-d) werden unterstützt, ebenso wie die ECC-Fehlerkorrektur, die wir in diesem NAS nutzen. Wer mehr Leistung benötigt, greift zum Intel Core i3-8100, der 4 echte Kerne mitbringt und nur minimal mehr Energie benötigt. Achtung: Intels Core i5 und Core i7 Prozessoren unterstützen kein ECC-Arbeitsspeicher und sind daher für diese Zusammenstellung ungeeignet.


Mainboard & Anschlüsse

EigenschaftWert Bemerkungen
Chipsatz C246
DDR4-Slots 2
max. Speicherspezifikation DDR4-2400
max. Speicherkapazität[GB] 64 128 GB Support per Update möglich
ECC-Support
PCI-E 3.0 x16 2 1x 16x, 1x 4x
PCI-E 3.0 x1 2
SATA (6Gbit/s) 6
M.2 Slot (PCIe 3.0 x4) 1 NVMe Boot Support
M.2 Slot WiFi (2230 Key-E) 1
LAN (1 Gbit/s) 1 Intel i219LM
USB 2 (0.5 GBit/s) an I/O-Blende 2
USB 2 (0.5 GBit/s) als Header 2
USB 3.0 (5 GBit/s) an I/O-Blende 2
USB 3.0 (5 GBit/s) als Header 4
USB 3.1 (10 GBit/s) an I/O-Blende 2
USB 3.1 (10 GBit/s) als Header 1 als USB-A
DisplayPort 1.2 2
DVI 1
Audio 5.1 CH Realtek ALC671
FAN-Header 3 3x 4-Pin
Formfaktor Micro-ATX

Das Fujitsu D3644-B Mainboard wird in Europa gefertigt, was für sich gesehen schon eine Seltenheit ist. Die Verarbeitungsqualität und die Komponentenauswahl ist dementsprechend hoch. Das Mainboard wurde für eine 24/7 Nutzung entwickelt und soll auch bei dauerhaften 50°C keinen Schaden nehmen. Beschriftung und Design des Mainboards sind durchdacht und machen einen sehr guten Eindruck. Auch die Ausstattung, z.B. in Bezug auf USB-Ports ist super.



Auf dem Mainboard sind extra sparsame Spannungswandler verbaut und die 24 PCIe-Lanes des C246 Chipsatzes machen sich durch eine große Auswahl an Schnittstellen bemerkbar, darunter befinden sich auch drei USB 3.1 Gen 2 ports mit 10 Gbit/s Bandbreite. Einer dieser Ports ist als USB-A Buchse auf dem Mainboard ausgeführt und eignet sich z.B. für den Datenträger des Betriebssystems den man so ohne Adapter direkt im Gehäuse verstauen kann.

Das Fujitsu D3644-B unterstützt zudem Intels AMT Technologie zur Fernwartung von PCs. Dafür wird allerdings ein Prozessor mit vPro Funktionalität benötigt. Dies bringt der Intel Pentium G5400 leider nicht mit (nur mit Intel Xeon Prozessoren voll nutzbar).

Als Arbeitsspeicher verwenden wir den Kingston KVR21E15D8 DDR4-2133 ECC mit 8 Gigabyte. Wer später viel virtualisieren möchte, kann den Arbeitsspeicher auf bis zu 64 GB erhöhen. Theoretisch sind auch 128 GB möglich (4x 32 GB), allerdings werden diese Module zumindest offiziell noch nicht beworben.

Die auf dem Mainboard verbaute Intel I219LM 1 Gbit Netzwerkkarte unterstützt WOL um das System aus der Ferne aufzuwecken und ist eine auf Sparsamkeit getrimmte I219 Version von Intels Netzwerkkarte.

Alternativ (wegen der zum Teil schlechten Verfügbarkeit des Mainboards) lässt sich das Gigabyte C246-WU4 verbauen. Es verfügt über ganze 10 SATA3 Ports und 2 M.2 Slots. Die Ausstattung und der Chipsatz sind identisch und ECC-Arbeitsspeicher wird ebenso wie beim Fujitsu Mainboard unterstützt.



ECC


ECC steht für Error Checking and Correction und ist ein Verfahren zur Fehlerkorrektur im Arbeitsspeicher. Einzelne Bit-Flips können so direkt gefunden und behoben werden. Dies geschieht vollautomatisch und verhindert eine schleichende Dateikorruption (so genanntes Bit-Rot).

Da die ECC-Prüfung komplett in Hardware zwischen Arbeitsspeicher, Prozessor und Mainboard abläuft, hat das Betriebssystem keinen Zugriff auf ECC-Protokolle und daher keine sichere Möglichkeit die korrekte ECC-Funktion der Hardware zu prüfen. Der PassMark MemTest erkennt über bestimmte Tricks (meistens werden Fehler absichtlich erzeugt um dann zu prüfen ob diese Fehler vom System korrigiert wurden) zuverlässig, ob ein System ECC unterstützt.




Bios


Fujitsu verwendet ein Bios von American Megatrends, welches recht altbacken aussieht. Hervorzuheben ist eigentlich nur die Update-Funktionalität, die sogar vollautomatisch ablaufen kann. Dies ist besonders bei System die dauerhaft ohne angeschlossenen Monitor betrieben werden sollen vorteilhaft.

In das Boot-Menü gelangt ihr wir bei vielen anderen Mainboards auch über das Drücken der F12 Taste während des Startvorganges.




Festplatten & RAID

EigenschaftWert Bemerkungen
AHCI & NCQ
Hot-Plug
HW/FR - RAID 0 Intel C246
HW/FR - RAID 1 Intel C246
HW/FR - RAID 6 via Software/FreeNAS
HW/FR - RAID 10 Intel C246
unterstützte 3,5 Zoll Festplatten[Stück] 6

Der Systemdatenträger kann auf vier Arten realisiert werden ohne das dabei einer der 6 SATA-Ports des Mainboard genutzt werden muss. Die SATA-Ports möchten die meisten Benutzer für ihre Datenfestplatten frei halten.


Von einem normalen USB-Stick als Datenträger für das Betriebssystem raten wir dringend ab, denn für die häufigen Lese- und Schreibvorgänge des Betriebssystem sind USB-Sticks nicht ausgelegt. Eine eingeschränkte Ausnahme bilden USB-Sticks mit speziellen SLC-Speicherzellen, die auf Langlebigkeit ausgerichtet sind. Allerdings haben wir auch mit SLC-Sticks schlechte Erfahrungen gemacht, daher raten wir auch von diesen Sticks ab.

Eine Ausnahme ist der empfohlene SanDisk Extreme PRO 128GB, der SSD-Technik an Board hat und dementsprechend haltbar ist. Da das verwendete Fujitsu D3644-B einen USB-Port direkt auf dem Mainboard besitzt, lässt sich so ein Datenträger ohne Adapter direkt im Gehäuse verstauen.

Alternativ kann man den Systemdatenträger auch mit einem USB 3.0 zu M.2 SATA Stick realisieren, in dem eine Transcend TS64GMTS400S 64GB SSD verbaut wird. Diese Lösung hat sich in der Vergangenheit schon bei mehreren System als sehr zuverlässig bewährt und liefert zudem eine hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeit.

Die eleganteste Lösung bei diesem System ist es, den M.2 Slot des Mainboards zu benutzen und dort eine schnelle PCIe-SSD wie die 250GB Samsung 970 EVO zu verbauen. Diese Lösung verwenden wir auch in unserem System. Hinweis: wir verwenden hier den Vorgänger, die Samsung 960 EVO. Diese sollte sich identisch zur Samsung 970 EVO verhalten. Wir empfehlen euch aber den Kauf der neueren SSD.





Datenfestplatten


Bei den Datenfestplatten greifen wir zur WD Red NAS Serie, die für den Einsatz im NAS konzipiert sind und über eine abgestimmte Firmware sowie TLER (Time Limited Error Recovery) verfügen und sich ideal für den Einsatz in einem RAID eignen. Alternativ kann man die Seagate Ironwolf NAS Serie nutzen, die technisch fast identisch mit den WD Red Festplatten ist. So verfügen die Seagate NAS Festplatten etwa mit ERC (Error Recovery Control) ebenfalls über ein Feature zur Minimierung von Problemen im RAID-Betrieb. Beide Hersteller gewähren 3 Jahre Garantie auf die NAS Festplatten.


Denkt bei der Wahl des Gehäuses (siehe weiter unten) unbedingt an eine gute Belüftung der Datenfestplatten. Festplatten die im Betrieb über längere Zeit zu warm werden, fallen deutlich schneller aus als ausreichend gekühlte Festplatten.

Möchtet ihr mehr über die NAS-Festplatten der WD-Red bzw. Seagates Ironwolf Serie wissen ? Dann schaut mal hier vorbei: Western Digital Red vs. Seagate Ironwolf



RAID


Der Intel C246 Serverchipsatz des Fujitsu D3644-B besitzt einen so genannten Fake-RAID. Hierbei lassen sich die Festplatten direkt über den Mainboard-Chipsatz zu einem RAID (Modi 0,1,5,10) zusammenschließen. Bei einem Defekt lässt sich das Mainboard gegen ein neues mit gleichem Chipsatz austauschen. Von der restlichen Hardware wie dem Prozessor ist der RAID unabhängig. Der Vorteil an der Benutzung des Fake-RAIDs ist es, dass das Betriebssystem keine eigene RAID-Verwaltung mitbringen muss.

Wir empfehlen aber die Benutzung des Software-RAIDs von Linux bzw. FreeBSD. In der Vergangenheit haben wir häufig die NAS-Verwaltungsoberfläche OpenMediaVault empfohlen, welche auf ein modernes Debian Linux 9 aufsetzt. In unseren Tests hat dieses System aber besser mit FreeNAS funktioniert. Daher setzen wir auf FreeNAS 11. Es lassen sich aber natürlich auch Windows 10 / Windows Server 2016 oder Linux benutzen.


Netzteil

EigenschaftWert Bemerkungen
Formfaktor ATX
Max. Leistung[W] 350
SATA-Power 5
80 PLUS Zertifizierung Bronze
Überstromschutz (OCP)
Überspannungsschutz (OVP)
Unterspannungsschutz (UVP)
Kurzschlussschutz (SCP)
Überhitzungsschutz (OTP)
Überlastschutz (OPP)

Als Netzteil empfehlen wir das be quiet! Pure Power 11 350W. Dieses Netzteil des Premium-Herstellers bringt alle modernen Schutzschaltungen und Features mit. Wer maximal vier Datenfestplatten einbauen möchte, greift zum kleineren be quiet! Pure Power 11 300W. Das größere be quiet! Pure Power 11 400W ist 80 PLUS Gold zertifiziert und damit nochmal effizienter als seine kleineren Brüder.


Wir setzen schon seit vielen Jahren die Netzteile von be quiet! ein und sind von deren Qualität und geringer Lautstärke überzeugt. Der Hersteller gewährt übrigens 5 Jahre Garantie auf die Pure Power Serie. Ihr könnt natürlich jedes andere Netzteil im ATX-Format für dieses System verwenden. Wir empfehlen euch aber darauf zu achten, ein 80 PLUS zertifiziertes Markennetzteil zu verwenden, welches über möglichst viele Schutzschaltungen verfügt und so eure teure Hardware schützt.


ATX-NetzteileSATA-PowerZertifizierung und EffizienzPreis
be quiet! Pure Power 11 300W480+ Bronze, bis zu 87%46 Euro
be quiet! Pure Power 11 350W580+ Bronze, bis zu 87%52 Euro
be quiet! Pure Power 11 400W580+ Gold, bis zu 91%55 Euro



Gehäuse

EigenschaftWert Bemerkungen
Micro-ATX
Mini-ITX

Beim Gehäuse ist unser Favorit das Fractal Design Define Mini, welches außerordentlich gut verarbeitet ist und sicher 2-3 Systemgenerationen mitmacht. Es ist gedämmt und verfügt über Staubfilter, kostet mit 90 Euro aber etwas mehr. Im Lieferumfang befinden sich zwei 120mm Lüfter, die in der Front untereinander montiert werden können und die Datenfestplatten so optimal gekühlt werden. Das Gehäuse bietet Platz für sechs 3,5 Zoll Festplatten, weitere können bei Bedarf mit Adaptern in die zwei 5,25 Zoll Slots verbaut werden.

Preislich attraktiver ist das Xigmatek Asgard II für 40 Euro. Es nimmt bis zu sieben 3,5 Zoll Festplatten auf, zudem besitzt es ganze 4 5,25 Zoll Einschübe. Ein 120mm Lüfter ist im Lieferumfang enthalten, dieser ist allerdings etwas lauter als die Fractal Design Lüfter. Das Gehäuse verfügt leider nicht über einen Staubfilter oder eine Geräuschdämmung.




Betriebssystem

EigenschaftWert Bemerkungen
OpenMediaVault 4 Debian 9 Linux mit mdadm Linux-Software-RAID
NAS4Free 11 Fork von FreeNAS mit guter ZFS-Unterstützung
FreeNAS 11 FreeBSD mit der besten ZFS-Unterstützung auf dem Markt
Rockstor 3 CentOS 7 Linux mit Btrfs Dateisystem
Windows 10
Windows Server 2012
Windows Server 2016

In diesem NAS verwenden wir das Betriebssystem FreeNAS 11, welches auf FreeBSD aufbaut und das meist benutze Betriebssystem für Speicherlösungen ist. Es wird häufig auch im professionellen Bereich genutzt und bietet die beste mir bekannte ZFS-Dateisystemeinbindung aller NAS Systeme.

ZFS ist ein sehr ausgereiftes Dateisystem, welches eure Daten durch viele Funktionen vor Korruption schützt. Es macht besonders mit Systemen Sinn, die über ECC-Arbeitsspeicher verfügen und einzelne Bit-Flips selber erkennen und korrigieren können. All dies bietet unser NAS Advanced 3.0, so dass wir uns diesmal für FreeNAS 11 entschieden haben.

FreeNAS benötigt mindestens 8 GB Arbeitsspeicher. Je nach Kapazität eurer Datenfestplatten kann es jedoch Sinn machen 16+ GB Arbeitsspeicher zu verbauen.

Die Installation von FreeNAS ist denkbar einfach. FreeNAS 11 kann kostenlos beim Hersteller als Image-Datei heruntergeladen werden. Dieses Image lässt sich dann z.B. via Etcher auf einen USB-Stick kopieren. Von diesem Stick bootet man nun und installiert FreeNAS in 6-Schritten auf das Systemlaufwerk des NAS. Im Anschluss ist das NAS über eine Weboberfläche im Netzwerk erreichbar.



Wie OpenMediaVault lässt sich auch FreeNAS durch Plugins im Funktionsumfang erweitern. Dieser ist bei FreeNAS allerdings von Haus aus deutlich größer als bei OpenMediaVault. Vor allem die direkt installierte VM-Verwaltung mit dem bhyve Hypervisor hat auf uns einen guten Eindruck gemacht.

Die neue FreeNAS Version ist auch deutlich einfacher zu bedienen, notwendige Scrub-Jobs werden z.B. bei der Erstellung eines ZFS-Pools (ähnlich einem RAID) automatisch mit erstellt. Auch Neulinge können so keine wichtigen Funktionen übersehen.



Als Alternative könnt ihr neben OpenMediaVault oder Windows 10 Pro z.B. auch NAS4Free benutzen. Interessiert ihr euch für NAS4Free, dann hilft euch vielleicht unsere Komplettanleitung NAS4Free inkl. ZFS-Grundkurs weiter.


Benchmarks

EigenschaftWert Bemerkungen
Max. Lesen via SMB/NFS[MB/s] 112
Max. Schreiben via SMB/NFS[MB/s] 113
Max. Lesen via FTP[MB/s] 114
Max. Schreiben via FTP[MB/s] 113
Max. CPU Last SMB-Lesen[%] 15
Max. CPU Last SMB-Schreiben[%] 14
Cinebench R15 Einkern[cb] 159 Windows 10
Cinebench R15 Mehrkern[cb] 403 Windows 10

Unser NAS-Bauvorschlag nutzt die 1 Gbit Netzwerkschnittstelle aus und erreicht gute 112 MB/s beim Lesen und Schreiben von Daten. Das System ist dabei zu maximal 15% ausgelastet und kann nebenbei noch andere Aufgaben im Netzwerk übernehmen, ohne dass sich die Übertragungsraten verschlechtern.


Wer noch mehr Netzwerkleistung benötigt, kann auch eine 10Gbit Karte wie die Intel X540-T2 10Gbit Base-T Netzwerkkarte in den PCIe-Slot des Mainboards einbauen.


Energieverbrauch

EigenschaftWert Bemerkungen
Ausgeschaltet[W] 0,5
Leerlauf[W] 15 ohne Datenfestplatten

Den Energieverbrauch haben wir ohne Datenfestplatten mit dem Betriebssystem FreeNAS 11 ermittelt. Zur Verbrauchsmessung verwenden wir einen Voltcraft Energy-Logger 4000, der sich auch für die Messung besonders geringer Ströme bewährt hat. Etwas günstiger aber auch recht genau ist der Brennenstuhl Primera-Line PM 231.

FreeNAS ist für eine 24/7 Nutzung ausgelegt und verfügt nicht über einen Standby-Modus. Der Leerlauf-Verbrauch von 15 Watt geht für ein System dieser Klasse in Ordnung und ist durchaus gut. Fährt man das System komplett herunter, werden ca. 0,5 Watt benötigt. Auch dies ist ein guter Wert, normale Systeme dieser Kategorie benötigen meist 1-2 Watt mehr.


Kühlung


Wir haben den Intel Pentium G5400 in der Box-Version erworben. Hier liegt der CPU ein passender Kühler bei. Zwar verfügt das Mainboard über eine anpassbare Lüftersteuerung, trotzdem kann man dem Intel-Lüfter keine Bestnote in der Kategorie Lautstärke bescheinigen. Bei Bedarf könnt ihr einen leiseren Lüfter nachträglich einbauen.




Temperatur


Auch unter voller Last wird der Prozessor nie wärmer als 80°C. Die Kühlleistung des CPU-Kühlers ist also ausreichend. Da ein NAS aber meistens nicht stark ausgelastet wird, muss man sich hier sowieso keine großen Gedanken machen.



FreeNAS kann die CPU-Temperatur überwachen und anzeigen. Es empfiehlt sich die Reports in regelmäßigen Abständen zu sichten und auf Fehler zu überprüfen. Wichtige Fehler kann FreeNAS aber auch automatisch zum Beispiel an eine E-Mail Adresse melden.


Technische Daten (Zusammenfassung)

EigenschaftWert Bemerkungen
Prozessor Intel Pentium G5400 2x 3,7 GHz, HT, 4MB Cache, 54W TDP
Prozessor (Alternativ) Intel Core i3-8100 4x 3,6 GHz, 6MB Cache, 65W TDP
Mainboard Fujitsu D3644-B 6x SATA, 1x M.2
Mainboard (Alternativ) Gigabyte C246-WU4 10x SATA, 2x M.2
Arbeitsspeicher Kingston KSM26ES8/8ME DDR4-2666 8GB ECC (CL19)
Systemdatenträger 250GB Samsung 970 EVO
Systemdatenträger (Alternativ) SanDisk Extreme PRO 128GB
Netzteil be quiet! Pure Power 11 350W 5x SATA, 80 PLUS Bronze
Netzteil (Alternativ) be quiet! Pure Power 11 400W 5x SATA, 80 PLUS Gold
Gehäuse Fractal Design Define Mini 2x 120mm Lüfter, Staubfilter
Gehäuse (Alternativ) Xigmatek Asgard II 1x 120mm Lüfter
Datenfestplatte WD Red NAS ca. 38 Euro / TB
Datenfestplatte (Alternativ) Seagate Ironwolf NAS ca. 35 Euro / TB
Adapter / Kleinteile (Optional) Syba SD-PEX40099 4 Port SATA 3 Controller weitere 4 SATA3 Ports über PCIe
Adapter / Kleinteile (Optional) Syba SD-PEX40099 8 Port SATA 3 Controller weitere 8 SATA3 Ports über PCIe
Adapter / Kleinteile (Optional) Intel X540-T2 10Gbit Base-T Netzwerkkarte 2x 10 Gbit Base-T für RJ45 Netzwerkkabel
Adapter / Kleinteile (Optional) SATA Power Y-Kabel je nach Netzteil ab 5/6 Festplatten
Gesamtpreis System[€] 455 mit 8GB ECC-Arbeitsspeicher ohne Datenfestplatten



Zusammenfassung


Auch wenn wir es zeitlich eigentlich noch gar nicht geplant hatten: der Bau des NAS Advanced 3.0 hat mal wieder richtig Spaß gemacht. Vor allem die Leistung der Hardware in FreeNAS ist beachtlich. Durch die ECC-Unterstützung und die Virtualisierungsfunktionen kann dieses NAS auch gehobenere Ansprüche bedienen und ist dennoch recht sparsam.

Das Fujitsu D3644-B Mainboard ist super verarbeitet und durch den Intel C246 Chipsatz in der Lage viele Komponenten anzubinden. Vor allem das Design und die auf Sparsamkeit ausgelegten Komponenten machen das Fujitsu Mainboard zu einem Kauftipp.

Durch den PCIe 3.0 x16 Slot lässt sich das System weiter ausbauen und kann dann z.B. durch den Einsatz einer Syba SD-PEX40099 4 Port SATA 3 Controller mehr Datenfestplatten ansteuern oder den Datenaustausch über eine Intel X540-T2 10Gbit Base-T Netzwerkkarte beschleunigen. Je nach RAID-Konfiguration sind so Datenraten über 400 MB/s über das Netzwerk möglich.



Alternativen


Wem 4 SATA-Ports ohne M.2 Slot und PCIe 3.0 x16 Erweiterungsmöglichkeit ausreichen und wer auf den Einsatz von ECC-Arbeitsspeicher verzichten kann, für den dürfte unser NAS Basic 2.0 eine gute Ausweichmöglichkeit sein. Hier setzen wir auf einen passiven Intel Celeron 4-Kern Prozessor der neuen Gemini-Lake Architektur im Mini-ITX Formfaktor. Die Leistung ist für den normalen 1 Gbit Datenaustausch ausreichend.

Noch kleiner und günstiger geht es mit einem NAS auf Raspberry Pi Basis.

Kommentare (94)


Michael
04.10.2019
Huhuu..

Samsung SSD 970 EVO Plus
Hier wird noch zur "nicht-PLUS"-Variante verlinkt, lt. Samsung-Webseite soll die PLUS-Variante etwas schneller sein, ist dort auch etwas teurer.

Thomas
29.09.2019
Wegen der Virtualisierungsgeschichte. Linux Maschinen (vorallem Server Sachen ohne grafische Oberfläche) merkt die CPU fast gar nicht. Ich selbst habe ein Win10 Pro Maschine laufen und da springt die CPU Last beim Anmelden über Remote Desktop auf ca. 60 Prozent. Heißt also, wenn du nur eine Windowsmaschine virtualisieren möchtest, reicht meines erachtens der Pentium 5400 aus. Solltest du aber z.B. Windows Server etc aufsetzen wollen, würde ich mindestens den i3 holen. Interessant wären auch die neuen F z.B. i3 9100f Prozessoren. Diese haben keinen Grafik mehr integriert und sind deutlich günstiger. Zum Einrichten vom Mainboard brächte man halt ne ältere Graka (haben ja viele im Keller), welche man nach den Bios Einstellungen wieder ausbauen könnte. Jedoch benutzen halt gewisse Programme die interne Graka zur Berechnung von Abläufen. Zum Beispiel Plex fürs Umrechnen von Filmen.

Freezer
29.09.2019
Ist denn der i3-9300 ebenfalls geeignet für dieses nas?

Stefan (Team)
27.09.2019
Der i3-8100 ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn Du Virtualisieren möchtest. Das ist einfach mit den 2 Kernen (+HT) des Pentiums nicht wirklich umsetzbar.

Michael
27.09.2019
Huhuuu..

"Wer mehr Leistung benötigt, greift zum Intel Core i3-8100, der 4 echte Kerne mitbringt und nur minimal mehr Energie benötigt."

Kann man diese o.s. Aussage etwas weiter ausführen !? Das wäre super-nett !"
- wozu wäre diese Mehrleistung dienlich (..da ja für dieses Projekt der Intel Pentium G5400 ausreicht) ?
- in welchem Szenario würde die schnellere CPU einen Vorteil bringen ?
Würde die CPU nicht mehr als das doppelte kosten, würde ich sie ungefragt kaufen, aber so will ich meine Kohle nicht "für nichts" verschleudern.

...

Übrigends:
Wer viele hdds braucht (13x3,5", u.a.) und dabei nicht noch die hdd-trays teuer nachkaufen will (wie bei vielen Gehäusen), es leise und (sehr) massiv mag, viiiel Platz mag (Big Tower), sollte sich mal für 180.- € den "Deep Silence 6 Rev. B" anschauen - etwas vergleichbares konnte ich nicht finden (auch kein Bling-Bling - komplett puristisch).

Thomas
23.09.2019
Hey,
wollte auch mal Rückmeldung von meiner Seite geben. Habe mir aufgrund dieses Artikels einen 19 Zoll Server für meinen Rack im Keller gebastelt.

1 x Fujitsu D3644-B Mainboard
1x Pentium 5400
1x 16 GB ECC Samsung DDR4
3x 10 TB IronWolf Platten
2x SSD 250 Samsung
1x BeQuiet 450 Netzteil
1x PCIe 2x1GB LAN IBM/Intel Dual Port Server Adapter I340-T2 49Y4232

Beim Betriebssystem bin ich jedoch abgewichen. FreeNAS ist mir zuviel gebastel, wenn man mehr als Shares haben möchte. Da ich bereits Besitzer einer Synology (415+) bin, wollte ich mir nach längerer Zeit mal wieder ne Xpenology basteln. Als Bootloader nutze ich Junes 1.04 Loader auf Basis der 918+. (Die 1.03 Loader funktioneren nicht, da diese nicht für UEFI geeignet sind) und das Fujitsu Board nur UEFI Booten kann.
Synology hat ab DSM 6.22 Hardware-Treiber vom Kernel entfernt, welche nicht in Synologys verbaut sind. Man braucht zwingend ne Intel NIC. Das Fujtisu Board hat zwar eine Intel Nic, jedoch ist diese noch zu neu und wird vom veralteten Synololy Linux Kernel nicht unterstützt. Also in der Bucht die obere Netzwerkkarte für 15 Euro gekauft. Funktioniert super, sogar LinkAggretion wird untersützt.
Was soll ich nun sagen. Server läuft beim mir seit Monaten ohne Problem. Die 10 TB Platten als Raid 5. Die SSDs jeweils einmal für die Virtuellen Maschinen (3x Linux und 1x Win10) und die andere Platte für die Kameraüberwachung vom Haus.
Was man hier aber beachten muss, Beim Einrichten von QuickConnect oder das Installieren von Kamera Lizensen überprüft der Synology Server, ob Seriennummer und Mac zueinanderpassen und bricht bei einem Fehler ab. Quickconnect brauch ich nicht (Geht auch mit jedem DNS Dienst). Da ich drei Kameras habe (2 Linzensen sind in Surveillance Station inbegriffen) stand ich vor einem Problem. Konnte ich aber auch lösen, da man im Bootloader Seriennummer und Mac Adresse einer Originalen Syno eintragen kann. Damit ging dann die Registrierung der Lizens ohne Problem.
Sogar die Hardwarebeschleunigung für Plex läuft Out of the Box.
Also, für diese Konfig ist Xpenology auch bestens geeignet.
Grüße aus Augsburg

Marcus
02.09.2019
Hallo,

ich habe mein NAS seit ein paar Monaten laufen. Alles funktioniert sehr gut, bis auf eine Sache. Wenn ich das NAS starte und dann Daten übertrage, habe ich eine Übertragungsrate von 30 bis 40 MB/s. Nach einer gewissen Zeit (Stunden bzw. Tage) fällt die Übertragungsgeschwindigkeit auf ( 1 MB/s.

An diesem Punkt hilft es nur noch, das NAS neu zu starten, um eine normale Übertragungsgeschwindigkeit zu erhalten.

Tritt das Problem auch bei anderen auf?

Adrian
18.08.2019
Hm.. Konntest du eine Lösung für das Problem finden? Ich hab nämlich ebenfalls vor ein ähnliches NAS zu bauen.. Mit dem gigabyte mainboard und dem neuen i3-9100..und 64gb ecc ram.. Ist nur schwierig die menge an ram auf 2 slots zu verteilen..

Onkel_Gustav
04.08.2019
Hallo zusammen,

ich habe eine ähnliche zusammenstellung wie die eure, einen I3-8100 und das D3644-B sowie den KSM26ES8/8ME Arbeitsspeicher. Leider lassen sich die Speichermodule nicht im Dualchannel Mode betreiben, bei Bestückung des Mainbaords mit 4 Speicherriegeln á 8 GB startet das Board nicht, aktuell kann ich diesen Speicher nicht empfehlen. Auch ein Update der Firmware auf R1.6.0 hat keine Abhilfe geschafft. Hat jemand ähnliche Erfahrungen damit gemacht?

Peter
03.08.2019
Ich hatte in den Kommentaren gelesen, dass es wohl Probleme mit machen M2-SSDs gab? Leider ergab sich in den Kommentaren keine Antwort, oder ich habe sie übersehen. Ich habe mir eine 240GB WD Green M.2 2280 SATA 6Gb/s TLC NAND (WDS240G2G0B) bestellt und diese wird vom System nun nicht erkannt. Muss ich etwas besonderes beachten? Hat jemand ein ähnliches Problem oder noch besser: eine Lösung? (meine übrige Konfiguration deckt sich mit dem Bauvorschlag)

Peter

Lucas
03.08.2019
Stefan.
Vielen Dank für den Artikel.
Gestützt auf Ihren Artikel und die Fujitsu D3644-B Rezension des Niederländischen Ct-IT-Magazins.
Ich bin zu folgender Konfiguration gekommen:

Prozessor: Intel Core i3-8100
Mainboard: Fujitsu D3644-B
Arbeitsspeicher: Kingston KSM26ES8/8ME
Netzteil: be quiet! Pure Power 11 300W
Datenfestplatte SSD (virtual machines): 2x Crucial MX500 2,5" 1TB
Datenfestplatte HDD (NAS): 2x Seagate HDD NAS 3.5 2TB IronWolf

Leistungsaufnahme

Gemessen mit Brennenstuhl Primera-Line PM 231 E

Keine HDDs, SSDs oder Gehäuselüfter angesteckt. Idle:

15.4-15.6 Watt mit LAN (1Gbit connected aber idle), Displayport (an), USB-Tastatur und software: Live-cd nicht gestartet, komplett im Leerlauf.

HDDs, SSDs angesteckt. In der Produktion mit den Standardeinstellungen und Diensten
Keine Benutzer verbunden, Leerlauf, wie ein NAS oft ausgeführt wird:

21.9-22.1 Watt mit LAN (1Gbit connected), Displayport (an), USB-Tastatur und software: FreeNAS 11.2 U5.

Ich kann diese Konfiguration jedem empfehlen.
Damit habe ich 3 Ziele in einem: 1: NAS. 2: virtuelle Maschinen und 3: wirtschaftliches Stromverbrauch-System.

Die auf Coffee Lake basierende Hardware verlässt langsam das Sortiment.
Auf diese Weise können Sie diese Hardware günstig kaufen (nach einigem Suchen).

Sehr zu empfehlen!

Herzliche Grüße aus den Niederlanden.

Lucas

Stefan (Team)
01.08.2019
Ich denke mehr als 10-15 Watt lassen sich nicht einsparen. Der Wechsel vom i7 auf dieses System dürfte sich wirtschaftlich kaum rechnen.

Micha
31.07.2019
Hi

Ich habe aktuell ein Asus q270 mit i7700, 64gb r, Quadport nic, 1x nvme und 6x10tb WD Red. Leider hab ich schon im idle mit allen Platten im Spin down ~ 55w. Ist es realistisch dass ich mit 6 hdds hier den Stromverbrauch deutlich senke?

VanilleGrobi
30.06.2019
Hallo, für alle die sich für FreeNAS entscheiden und Probleme mit dem Raid/Festplatten haben.


Grundsätzlich folgt mein NAS der Zusammenstellung oben nur verwende ich WD Red Pro Platten (5x2TB).

FreeNAS (11.2-U4) hatte von Beginn an Probleme und berichtet Fehler mit den Platten. Das ging hin bis zum herausfallen einzelner Platten aus dem Raid.
ahcich3: Timeout on slot 9 port 0
) ahcich3: is 00000000 cs 00000000 ss 00007e00 rs 00007e00 tfd 40 serr 00000000 cmd 0000ce17
) (ada3:ahcich3:0:0:0): READ_FPDMA_QUEUED. ACB: 60 00 b8 69 e3 40 53 00 00 01 00 00
) (ada3:ahcich3:0:0:0): CAM status: Command timeout
) (ada3:ahcich3:0:0:0): Retrying command
) (ada1:ahcich1:0:0:0): WRITE_FPDMA_QUEUED. ACB: 61 28 70 87 67 40 38 00 00 00 00 00
) (ada1:ahcich1:0:0:0): CAM status: ATA Status Error
) (ada1:ahcich1:0:0:0): ATA status: 41 (DRDY ERR), error: 10 (IDNF )
) (ada1:ahcich1:0:0:0): RES: 41 10 70 87 67 00 38 00 00 00 00
) (ada1:ahcich1:0:0:0): Retrying command

Da alle Komponenten neu gekauft wurden, konnte (wollte) ich nicht an einen Hardware Fehler glauben (und SMART Tests zeigten auch keinerlei Fehler).
Schlussendlich bin ich auch folgenden Thread gestossen:
https://muc.lists.freebsd.bugs.narkive.com/20ktCkde/bug-229745-ahcich-cam-status-command-timeout

vfs.zfs.cache_flush_disable = 1

Mit dem obigen tunable habe ich seither keine Probleme mehr.
Ich hoffe das erspart anderen betroffenen lange internet Recherchen.

Ansonsten, sehr schönes NAS, danke für die Zusammenstellung.

Stefan (Team)
24.06.2019
Also 4K selbst nativ abspielen kann heute so ziemlich jede CPU. Ich rede ja hier von transkodieren mit Plex. Ich weiß nicht ob die Shield das kann.

Pappus
24.06.2019
Achso, ja das ist ne Menge Geld.. Mich wundert es, dass es beispielsweise die Nvidia Shield als Mediaplayer hinbekommt.. Die kostet ja selbst nur 200 Euro.. Oder schafft die den transcode auch nicht vernünftig? Falls ja, dann lohnt sich die Kombination aus Nas und Nvidia Shield ja eher..
Danke schon mal

Stefan (Team)
23.06.2019
Also um 4K Live zu transkodieren benötigst Du mindestens einen Intel Core i5, ein Intel Core i5-9500 erreicht z.B. knapp 12400 PassMark Punkte, das reich für 4K SDR (40Mbps, 8-bit HEVC). Für 4K HDR (50Mbps, 10-bit HEVC) werden seitens Plex CPUs mit mindestens 17000 PassMark Punkten empfohlen, das wäre z.B. ein Intel Core i7-9700K. Plex kann die Hardwarebeschleunigung wohl nicht richtig nutzen wenn ich das korrekt verstanden habe. Musst Du dir überlegen ob es dir das Wert ist, die CPUs kosten 350-500 Euro.

Viperdriver2000
23.06.2019
@Stefan (Team)
)) Willst Du deine Festplatten nicht lieber in größere (und dafür weniger) tauschen ?
Naja ich habe hier 10TB HDDs liegen...viel größer geht es ja kaum noch. bzw. P/L technisch das nochmal gegen zb 16 TB zu tauschen ist glaube ich nicht sinnig...

)) Der Stromverbrauch über die Jahre ist nicht zu unterschätzen
ja ich habe auch überlegt erstmal nur x platten aktiv zu nehmen und später ggf. weitere zuzuschalten. bzw. raid erweitern.

)) Ansonsten gute Zusammenstellung.
danke.
habe nochmal wegen Gehäuse geguckt. "Nanoxia Deep Silence 5 Rev. B anthrazit, schallgedämmt (NXDS5AB)" finde ich im Moment cool um zb auch die anzahl von platten unter zu bekommen.

)) Die CPU kannst Du bei Bedarf ja upgraden.
ja, dachte ich mir auch und sie ist auch nicht zu low finde ich.

Gruß
Vip

Pappus
23.06.2019
Hallo, ich möchte mir ein Highend Mediacenter Nas bauen.. Also filme direkt an TV oder Smartphone abspielen usw..Gibt es da sinnvolle Systeme mit HDMI Ausgang oder sollte ich Nas und Mediaplayer trennen? Mein Gedanke war ein Nas System welches genug Power hat um 4k Inhalte zu transkodieren usw. Jedoch sehe ich dass es hier ja gar keinen HDMI Ausgang gibt..

Danke im Voraus!

Stefan (Team)
23.06.2019
Willst Du deine Festplatten nicht lieber in größere (und dafür weniger) tauschen ? Der Stromverbrauch über die Jahre ist nicht zu unterschätzen und Festplatten sind recht wertstabil so dass sich ein Verkauf bei z.B. eBay anbietet. Nur so als Gedanke. Ansonsten gute Zusammenstellung. Die CPU kannst Du bei Bedarf ja upgraden.

Viperdriver2000
21.06.2019
@Stefan (Team)
Danke für dein Feedback und das einfügen einer Alternative.

) Zur CPU: bei mehreren VMs würde ich zum Intel Core i3-8100 greifen, weil die i5 und i7 kein ECC können.
okay danke
) Wenn dir ECC nicht wichtig ist und
Eigentlich ist mir das ECC nicht sooo wichtig (glaube ich).
) Du viel mit VMs machst, dann gleich nen i5 oder i7.
viel ist relativ. Ich rechne mit 1-2 Win10P VMs die so ein wenig als "Sprungpunkt" fungieren sollen wenn der Hauptrechner mal aus ist und man an nem Tab doch mal Win braucht. Und evtl noch 1-2 Linux VMs obwohl das eher nicht so relevant ist, da habe ich genug online in Datacenter.
) Alternativ passen auch die Xeons, aber das wird dann deutlich teurer. Dafür können diese dann wieder ECC.
Ja die finde ich dann schon doch recht teuer.

Im Moment habe ich mir das in Warenkorb gepackt:
Samsung SSD 970 EVO Plus 250GB, M.2 (MZ-V7S250BW)
Intel Core i3-8100, 4x 3.60GHz, boxed (BX80684I38100)
1x Kingston ValueRAM DIMM 16GB, DDR4-2666, CL19-19-19 (KCP426ND8/16)
Gigabyte C246-WU4 (ich brauche min 8 sata, vielleicht mache ich sogar die 10 voll)
Fractal Design Define Mini C, schallgedämmt (FD-CA-DEF-MINI-C-BK)
be quiet! Pure Power 11 400W ATX 2.4 (BN292)
Wäre dann bei ~ 609 EUR.
plus noch ne paar EUR für Kleinkram.
ggf. brauche ich noch ein externes HDD Gehäuse wo ich auf jede platte per sata zugreifen kann weil der Tower kann ja nur 6 bzw. 8 (wenn man oben noch die beiden Wechselrahmen dazu nimmt.) aber da habe ich noch nix passendes gefunden...

Stefan (Team)
21.06.2019
Xeons für den Sockel 1151-2 gibt es ja nicht zu viele. Ich vermute Du möchtest einen mit interner Grafik, damit Du keine externe Grafikkarte brauchst. Da wäre dann z.B. der Intel Xeon E-2124G geeignet.

Michael
21.06.2019
Hallo,

Vielen Dank erst mal für den tollen Artikel.
Ich bin gerade dabei mir alles nötige zu besorgen.
Ich würde den Rechner dann gerne in den Keller stellen. Um ihn dann aus der Ferne zu warten wäre, wenn ich es richtig verstanden habe, ein XEON Prozessor nötig,
Könnt ihr mir da einen Vorschlag für eine CPU machen?

Vielen Dank

Stefan (Team)
19.06.2019
Wir empfehlen den Kingston weil wir diesen selbst getestet haben. Es sollte aber natürlich jeder andere DDR4 ECC unbuffered (also NICHT registered) Speicher funktionieren. Ich werde mal einen als Alternative einbauen.

Zur CPU: bei mehreren VMs würde ich zum Intel Core i3-8100 greifen, weil die i5 und i7 kein ECC können. Wenn dir ECC nicht wichtig ist und Du viel mit VMs machst, dann gleich nen i5 oder i7. Alternativ passen auch die Xeons, aber das wird dann deutlich teurer. Dafür können diese dann wieder ECC.

Viperdriver2000
17.06.2019
Hi,
danke für diesen Artikel.
Ich suche gerade eine "größere" Alternative zu meinem 4 Bay QNAP.

Zum einen habe ich ne Frage zum anderen einen Vorschlag.
Fangen wir mit dem Vorschlag an.
Evtl. sollte man darüber nachdenken den Arbeitsspeicher "Kingston KVR21E15D8 DDR4-2133 8GB ECC (CL15)" durch den "Samsung DDR4 8 GB PC4-19200 - CL17 - 1.2 V - ECC, unbuffered" zu ersetzen.
Grund ist der Preis (~200 EUR) und die Verfügbarkeit (meist nur noch 1 Hädler) von dem Kingston RAM.
Für den Samsung gibt es ~26 Angebote ab € 72,35.

So dann zu meiner Frage.
Ich würde auf dem NAS auch gerne ein paar (2-3, Debian Windows10Pro) VMs laufen lassen.
Klar zum einen mehr RAM aber was ist mit der CPU? auch eine andere?
Im Moment finde ich das Alternativ Mainboard Gigabyte C246-WU4 interessanter.
Habe aber auch überlegt das Z370M DS3H (rev. 1.0) ins Auge zu fassen.
Habt ihr da Meinungen zu ?

Danke & Gruß
Viperdriver2000

Stefan (Team)
14.06.2019
Ja der Netzwerkdurchsatz ist bei beiden NAS fast identisch. Es gibt hier aber noch deutlich mehr Unterschiede, die den Preisunterschied auch rechtfertigen. Alles über Gbit Lan ist aktuell leider noch recht teuer. Zwar bekommt man eine 10 GBit Karte nun schon für um die 100 Euro, die Switche sind aber einfach noch zu teuer. Eine Bündelung der Netzwerkkarten bringt auch nur dann etwas, wenn mehrere Clients gleichzeitig Daten übertragen.

wolke7
12.06.2019
Wenn ich das Advanced 3.0 mit dem Basic 1.0 vergleiche dann stelle ich fest:
200,-€ teurer, 5W mehr im Betrieb, bei fast identischem Datendurchsatz (ca. 115 MB/s).
Hier ist nämlich das Netzwerk der Flaschenhals, beide Systeme lasten Gigagbit Ethernet voll aus.

Das heisst für ein NAS = Network Attached Storage geht hier der "Fortschritt" in die falsche Richtung - die 200 Euro könnte man an anderer Stelle besser einsetzten z.B. für zweite Netzwerkkarte und Channel-Bonding / Link Aggregation, Umstieg 5Gbe Infrastruktur (CAT 7 Verkabelung, 5Gbe Switch, 5Gbe Netzwekkarte), ...

Vielleicht sollten aber auch die Benchmarks etwas differenzierter gemacht werden. Die 115 MB/s gelten bestimmt nur für Transfers mit großen Dateien, bei vielen kleinen Dateien bricht die Datenrate zusammen. Dann würde es sich dann lohnen anstatt der klassischen HDD auf SSD als Datengrab umzusteigen. 1TB SSD gibt es gerade für ca. 100 EUR. Die Investition lohnt sich für den Datendurchsatz jedenfalls eher, als ein neues Board mit neuer CPU.

Felix
05.06.2019
@williw: Das P11C-X dürfte nur ein anderer Formfaktor des P11C-M sein und letzteres läuft bei mir wunderbar mit ECC. Es verbraucht im Leerlauf allerdings etwas mehr Strom, ich komme mit 2 NVMe SSDs und 6 HDDs im Idle auf ca 22 W. Im ausgeschalteten Zustand ist man immer noch bei ca. 5-6 W. Dafür kann das Board Remote Management via IPMI - für mich war das das entscheidende Kriterium.

Stefan (Team)
04.06.2019
Erfahrungen habe ich keine aber laut Datenblatt soll ECC unterstützt werden. Es handelt sich ja auch um den C242 Server-Chipsatz. Ich halte es daher für recht wahrscheinlich das ECC läuft.

Stefan (Team)
04.06.2019
Kann man so schlecht schätzen, da ich nicht weiß was alles in den Containern läuft. Ich würde so ein System auch immer für die nächsten ca. 5 Jahre planen und wenn Du jetzt schon Bedenken hast würde ich dir lieber zu einem größeren CPU raten, eventuell kannst Du ja auf ECC verzichten und dann einen i5 oder i7 verbauen (die können beide ja kein ECC).

williw
04.06.2019
Hat einer von euch Erfahrung mit den Asus P11C-X Boards gemacht? Sollen wohl ebenfalls ECC unterstützen.

BigChris
04.06.2019
Ich würde mir einen neuen Unraid Server damit aufbauen. Ich habe einige Docker Container laufem unter anderem Zoneminder als Videoüberwachung mit 6 Kameras. Wird da der I3 zu knapp werden?

Stefan (Team)
21.05.2019
@Martin um was für eine M.2 SSD handelt es sich denn ?

Martin
20.05.2019
Hallo,
ich habe das system mit fujitsu D3644 und intel i3 aufgesetzt, das problem was ich habe ist nur die m2 die nicht erkannt wird, mehrmals aus und eingebaut habe ich sie schon leider ohne erfolg. Im Bios habe ich auch noch keine brauchbaren einstellungen gefunden. Haste du einen tipp fü mich?

Grüße

Matthias
06.05.2019
@Felix
Vielen Dank!
Die PCI Device ID für den i3 8350K is 8086:3e1f.
Das dkms-Modul konnte nach der Modifikation out-of-the-box geladen werden.
Edac-util funktioniert nun und zeigt 0 CorrectedErrors an.
Besten Dank!!

Stefan (Team)
05.05.2019
Im Text haben wir als Alternative bereits das Gigabyte C246-WU4 genannt :)

Elmarfant
05.05.2019
Fujitsu D3644-B scheint nirgends mehr lieferbar,
bitte welche Alternative käme hier passend zum übrigen Aufbau des NAS in Betracht?

Felix
05.05.2019
@Matthias:
Zumindest beim Pentium G5400 scheint das ie31200_edac-Modul zu funktionieren, wenn man die PCI-Device-ID hinzufügt. Weil ich das sowieso im Monitoring haben wollte, habe ich das Regenwetter heute mal genutzt und einen Proof-of-Concept eines Out-of-tree-Moduls inkl. Debian-Paket (DKMS) gebaut: https://github.com/felix-walter/ie31200-edac-g5400

Das Ganze dürfte bei dir (ohne Gewähr!) funktionieren, wenn du die ID in Zeile 63 von ie31200_edac_mod.c austauscht...
Die ID für deine CPU bekommst du mit: lspci -nn | grep Host bridge
Ausgabe bei mir für den G5400 (ID 3e0f): 00:00.0 Host bridge [0600]: Intel Corporation Device [8086:3e0f] (rev 07)

Uli
04.05.2019
Ganz einfach. Die Platten hängen per USB deswegen dran, weil ich keinen Platz mehr im Gehäuse habe.

Stefan (Team)
04.05.2019
Ich weiß zwar nicht wieso die Platten am USB 3.0 hängen (müssen) aber selbst das ist heute schnell genug für 1-Gbit Netzwerke.

Uli
03.05.2019
Ich hatte schon mal ein NAS am Rechner aufgesetzt. Musste das Projekt aber wieder abbrechen, weil die Geschwindigkeit der USB3.0 externen Platten unterirdisch waren. Hat sich das inzwischen gebessert?

Matthias
28.04.2019
Hallo!

Danke für die Anleitung. Ich habe sie etwas für meine Bedürfnisse etwas modifiziert
Asus WS C246M PRO C246
Core i3 8350K
1x 16GB ECC DDR RAM KSM24ED8/16ME
und kann berichten, dass diese Konfiguration auch funktioniert
Als Betriebssystem benutze ich Debian Buster.

Beim Fractal Design Define Mini musste ich den Festplattenkäfig um 90°C drehen, so dass die Lüfter die Platten direkt anblasen können, um akzeptable HD-Temperaturen zu bekommen. Ungedreht werden die HGSTs ungemütlich warm.

@Felix
Danke für deine Detektivarbeit! So konnte ich verifizieren, dass ECC aktiv ist.
Leider funktioniert kein Linux Kernel EDAC Modul. Kannst du mir vielleicht einen Tipp geben, was ich im Kernel Modul anpassen muss, damit der i3 8350K erkannt wird?

Lucky
26.04.2019
Hi,

nur zur Info: Ich habe zusätzlich die SATA-Karte (SIBA) über Euren Link bestellt. Leider wird man auf die Version Syba SI-PEX40064 geleitet, da die genannte über diesen Link nicht bestellbar ist. Diese Version funktioniert bei mir nicht! Das System erkennt zwar die Karte, allerdings nicht die Festplatten! Habe jetzt die von Euch empfohlene bestellt.

Stefan (Team)
23.04.2019
Das https://www.gigabyte.com/de/Server-Motherboard/C246M-WU4-rev-10#kf ist aber kein Mini-ITX. Also von der Größe her jetzt kein großer Unterschied. Trotzdem eine gute Alternative.

Andreas...
21.04.2019
Hi,
ich nochmal,

https://www.gigabyte.com/de/Server-Motherboard/C246M-WU4-rev-10#kf gibts ein ähnliches board im mini atx format, spielt preislich lt. geizhals und co bei ca. 170 Euro... mit 2 LAN Ports und allerhand Spielereien.

gruße

Mark
15.04.2019
Nun muss ich dann doch endlich mal abschließend Berichten ...
Da ich selber ja einiges an Feedback bekommen habe, will ich meine Erfahrungen auch nicht für mich behalten.

Mit dem korrekten RAM bootet das Board wie gewünscht, wer hätte es gedacht ... ;-)

Mittlerweile läuft mein NAS seit etwas über einem Monat absolut stabil.

Als OS hab ich nun doch noch nen FreeNAS eingesetzt, da weder der OpenMediaVault Installer, als auch ein reines Debian mit vertretbarem Aufwand nicht zum Laufen zu bringen waren.

Da ich, ehrlich gesagt, eh schon genervt war, hab ich kurzerhand FreeNAS installiert, was, glaub ich, grundsätzlich eine gute Idee war.
Das einzige was ich vermisse, bzw. wovon ich (noch) nicht ganz überzeugt bin:
1. die HDD, bzw. Storage-Pool-Verschlüsselung (dem GELI Zeugs traue ich noch nicht so ganz, mit dem ganzen Schlüssel Hin und Her ... - Da muss ich erst ein wenig tiefer einsteigen ...)
2. Ich vermisse "Duplicati" als Plugin
Aktuell sichere ich meine "unwiederbringlichen" mit dem "Cloud Sync" Task - Es wird sich zeigen wie "smart" das wirklich so funktioniert. Das scheint ähnlich nem rsync zu funktionieren, somit ist da nix mit X inkrementellen, etc. Sicherungen.
Da ist IMHO Duplicati in seinen Funktionalitäten ganz weit vorne (vor vielen anderen, auch kommerziellen, Produkten)!
3. MEIN Grundproblem mit ZFS,
ein Storage-Pool kann nicht, wie bei z.B. nem RAID5, einfach durch Hinzufügen einer oder mehrerer min. gleich großer Platten vergrößert werden.

Zur HW:
- Fujitsu D3644-B C246
- Intel Celeron G4900 2x 3.10GHz
- Samsung DDR4 8 GB PC4-19200 - CL17 - 1.2 V - ECC, unbuffered
- 3x 3000GB WD Red
- 256 GB SSD (System Disk)

Aktuelle Konfiguration:
- 3 permanent laufende 3TB WD
- 2 stehende 1,5TB WD
- einige SMB shares
- Emby
- 2 permanent laufende Debian VMs (haben kaum Last ...)
---------------
= RAM ( 6GB; CPU ( 10% (Durchschnitt)
bei 22W Leistungsaufnahme

So, das wars erstmal von mir.
Vielen Dank nochmals für die Unterstützung ...

Stefan (Team)
11.04.2019
Hi Andreas,
bis auf den etwas höheren Preis sehe ich auf Anhieb keinen Nachteil. Eventuell wird der Verbrauch minimal höher ausfallen, aber ich glaube das ist zu verschmerzen. Ich werde das Gigabyte C246-WU4 als Alternativmainboard im Artikel übernehmen. Vielen Dank für den Tipp.

Andreas
07.04.2019
D3644 schlecht verfügbar, was haltet Ihr von dieser Alternative:

https://www.gigabyte.com/Server-Motherboard/C246-WU4-rev-10#kf

sehe laut specs im vergleich zum d3644 nur positives...

Grüße

Stefan (Team)
20.03.2019
Unter FreeNAS kannst Du einen normalen Mirror (RAID 1) erstellen. Bei Wikipedia gibt es gute Infos über die RAID-Level. HDDs können auch über eine SATA-Controllerkarte angebunden werden. Als Backup könnte man z.B. rsync benutzen.

Michael
17.03.2019
Danke für die Info, phoneo !
Dass RDIMM nicht gehen, "könnte" man auch in der Mainboard-Dokumentation "interpretieren", ist leider etwas schwammig aufgeführt ...genauso wie die ECC-Kompatibilität..
Wie auch immer, wird nur UDIMM geholt - kann man wohl - hast Recht - empfehlen.
RAM erst zum Schluss kaufen, damit man Zeit zum Retournieren hat :)
...
Schade, dass Stefan nicht noch einen kleinen Tipp/Anregung für mich hat..
Vielleicht macht er auch einfach nur Urlaub !?
..
Ich stehe kurz vor dem Kauf o.s. Komponenten, habe nur etwas Angst, dass ich mit meinen u.s. Vorstellungen einen riesen Bock schieße..

Ralph
17.03.2019
Hallo zusammen, ich überlege gerade ob ich die Variante mit i3 CPU bauen soll. Welchen leisen Kühler könnt ihr da empfehlen?

phoneo
16.03.2019
Ich kann dir nur bei einer Frage weiterhelfen:
Ich habe den Speicher "16GB Samsung M391A2K43BB1-CRC bulk DDR4-2400 ECC DIMM CL17" bestückt. Die 8GB Variante kostet bei Mindfactory cirka 97 Euro. Aber Achtung, die "regECC" Typen funktionieren in dem Fujitsu Mainboard wohl nicht. Siehe auch die vorherigen Kommentare beachten.

Michael
13.03.2019
Haallooo !
Colles NAS - will ich auch - maintenant.
Nicht, dass ich seit Jahren schon ein derartiges System aufbauen wollte...
...
Habe hier eine alte und coole Dreambox 8000, per Samba an Win10.
Alle meine (NAS-)hdds sind XFS, 8TB ...und ich habe einige davon..
Also wg. XFS entscheide ich mich für OMV.
Die eine hdd in der Dream soll da natürlich raus und in eine NAS.
Eine S-ATA-ControllerCard wird noch dazukommen (müssen).
Will dann von außen per (eigenem, noch nicht vorhandenem) Open-VPN-Server (Rasp Pi) auf kleine Daten zugreifen können.
...
Fragen:
Dieses NAS + S-ATA-ControllerCard + XFS + OMV = good idea ?
Welches Raid nehme ich da (umso mehr ich über Raid-Systeme lese, umso weniger weiß ich Bescheid, was ich brauche, glaube ich langsam...) ?
(...eine Back-Up-Lösung macht mir auch noch Magen- wie Kopfschmerzen..hust..)
Kingston KVR21E15D8 - was darf der kosten (auf Amazon für 221.- ..schluck..) ?

Ich danke allen Lesern im Vorraus !
Gruß
Michael

phoneo
06.03.2019
Danke für eure schnellen Antworten. In der Tat verunsichern dann die Angaben im Datenblatt unnötig.

Auch einen herzlichen Dank für den ausführlichen Artikel zum Bauvorschlag. Ich freue mich schon darauf die Teile ausprobieren zu können.

Stefan (Team)
06.03.2019
Wir beziehen uns auf den Test mit MemTest, welcher bisher immer korrekte Werte zurückgegeben hat. ASRock Rack hat damals für alle Server-Chipsätze auch nur die Xeons genannt und auf den Mainboards liefen Pentium und Core i3 auch mit ECC. Das die Hersteller dies angeben liegt in der Regel daran, dass Intel selbst nur auf die Xeons verweist. Von Intel Deutschland habe ich aber die Information bekommen, dass Pentium und Core i3 auch offiziell unterstützt werden. Warum dies teilweise falsch kommuniziert wird, kann ich dir nicht sagen.

Marcus
06.03.2019
Wahrscheinlich ist die Beschreibung von Fujitsu hier etwas zu genau ;)

Laut diesem Eintrag sollte jede CPU, die grundsätzlich ECC kann, auch mit diesem Board ECC nutzen können: https://www.heise.de/forum/p-33260185/

phoneo
06.03.2019
Schaut man in das Datenblatt zum DS3644-B (Fußnote 2. Seite: ECC support for XEON processors only) oder in die aktuelle Mainboard - Prozessor Kompatibilitätsliste, dann scheint das Board ECC nur für XEON Prozessoren zu unterstützen. Was macht euch sicher, dass die ECC Unterstützung trotzdem funktioniert? Laut obigem Artikel kann man es ja auch nicht vernünftig testen, oder?

Mark
05.03.2019
Danke erstmal für euer Feedback :-)
Ich hab eben festgestellt das ich, warum auch immer, falschen Speicher geordert habe.
Es sollte auf jeden Fall nen Samsung 8GB UDIMM sein, habe jedoch nen Riegel M393A1K43BB1-CTD bestellt, was nen reg. ECC DIMM ist.
Der muss schonmal neu - es soll nen M391A1K43BB1-CRC werden, 8G, 2400er ECC-UDIMM.
Was mich allerdings etwas stutzig macht ist, dass das Board sofort nach anlegen der Spannungsversorgung anfängt im paar sekunden Abstand zu Piepen und das nicht nur ein oder ein paar mal, sondern wirklich ohne Ende, ob RAM inst. ist oder nicht.
Laut AMI dürfte das Board nur 1x Piepen, wenn kein RAM eingebaut ist ...
Sobald die CPU raus ist, macht es das nicht mehr - deshalb auch der Gedanke das die CPU evtl. nicht passen könnte oder Board, bzw. CPU ne Macke haben könnten.
Naja, es bleibt spannend ...

Stefan (Team)
05.03.2019
Zumindest die Pentiums sind zum C246 voll kompatibel. Intel bewirbt die Pentiums ja mit ECC-Support, der aber nur auf den Serverchipsätzen funktioniert. Wenn diese dann die Prozessoren nicht offiziell unterstützen würden, wäre diese Angabe ja falsch.

Marcus
05.03.2019
Hallo,

der G4900 sollte funktionieren. Siehe auch hier: ftp://ftp.ts.fujitsu.com/pub/Mainboard-OEM-Sales/Services/Compatibility_CPU_x_Board/Compatibility_CPUxBoard.pdf

Wenn es ein einmaliges, längeres Piepen ist, dann deutet das wohl eher auf Probleme mit dem RAM hin. Das war bei mir zumindest so. Welchen RAM verwendest du?

LuckyApo
04.03.2019
Hi,

Bei mir läuft die Kombination mit i3-8100 und ecc Ram unter Openmediavault. Bis auf kleine Installationshürden w/ Netzwerk läuft die Kiste gut.

Mark
04.03.2019
Hallo,

ich habe eine Kombi aus D3644-B und Celeron G4900, die leider nicht funktioniert.
Das Board piept alle paar Sekunden direkt nach dem Anlegen der Spannungsversorgung.
Wenn man den offiziellen Dokumentationen von Intel glaubt, dann unterstützt der Chipsatz C246 lediglich Xeons - was auch heißt das euer G5400 eigentlich gar nicht laufen dürfte ...

Ich hab mittlerweile etliche verschiedene Aussagen und Kommentare gelesen, auch das "meine" Kombi funktionieren soll ...
Habt ihr evtl. Erfahrungen mit dem G4900 sammeln können?
Letzendlich kann ich natürlich nicht ausschließen das Board oder CPU DOA sind ...

Marcus
01.03.2019
Ich habe mir zusätzlich noch einen PC-Speaker gekauft und festgestellt, dass es tatsächlich am RAM liegt. Es scheint so, als würde das Mainboard nur unbuffered ECC RAM unterstützen. Der gekaufte ist aber registered ECC RAM und scheint nicht zu funktionieren.

Es gibt übrigens von Fujitsu ein paar gut versteckte Support-Dokumente: ftp://ftp.ts.fujitsu.com/pub/Mainboard-OEM-Sales/Products/Mainboards/Industrial&ExtendedLifetime/D3642-B_D3644-B/Documentation/

Im Unterordner "Specification" gibt es auch empfohlene Speichermodule.

Stefan (Team)
28.02.2019
Hast Du mal probiert den Ram in einen anderen Slot einzubauen ? Ansonsten würde ich wirklich auf den Arbeitsspeicher tippen. Der erste Boot dauert übrigens wirklich ziemlich lange (vielleicht warst Du zu ungeduldig?)

Marcus
28.02.2019
Ich habe das NAS nach der oben stehenden Zusammenstellung aufgebaut.

Leider komme ich nur bis zu dem Punkt, dass alle Lüfter (Gehäuse und CPU) laufen und die LED der Power-Taste an ist. Eine Verbindung zum Monitor über DisplayPort bringt nur einen schwarzen Bildschirm.

Bei den Komponenten habe ich mich an die Empfehlungen gehalten, lediglich der RAM ist anderes (8GB (1x 8192MB) Kingston Server Premier KSM24RS8/8HAI DDR4-2400 regECC DIMM CL17-17-17-32 Single). Laut Angabe im Manual sollte das aber kein Problem sein.

Stecker habe ich alle schon geprüft, die sitzen fest ;)

Wenn jemand eine Idee dazu hat, wäre ich sehr dankbar.

Stefan (Team)
24.02.2019
Ist gut möglich, dass man mit Linux und powertop einen noch geringeren Verbrauch realisieren kann. In unserem Test mit FreeNAS 11.2 haben wir die Bios Defaults benutzt (der Soundchip wurde deaktiviert). Den Stromverbrauch messen wir mit dem Voltcraft Energy-Logger 4000.

HDD
23.02.2019
Das Board ist ja sehr gut. Mir kommt der Verbrauch hier nur für dieses sparsame Board zu hoch vor? Nicht exakt die gleiche Konfiguration aber zur Orientierung.

Hardware
* Fujitsu D3644-B
* Intel Pentium G5400 Boxed
* 1x Samsung M391A1K43BB1-CRC DDR4-2400 ECC 8GB
* 250GB Samsung 970 EVO [Herstellerangaben: Durchschnitt: 5,4 W * Maximum: 9]
* be quiet! Pure Power 11 300W

Keine HDDs oder Gehäuselüfter angesteckt. Idle:

8,0 Watt mit LAN (1Gbit connected aber idle), DVI-D TFT (an), USB-Tastatur, USB-Maus
7,4 Watt mit LAN (1Gbit connected aber idle), DVI-D TFT (Standby), USB-Tastatur, USB-Maus
7,0 Watt mit LAN (1Gbit connected aber idle), alles andere abgesteckt

Gemessen mit Brennenstuhl PM 231 E.

Software
* Alle Einstellungen im UEFI auf Standard, außer: on-board Audio und serieller Port deaktiviert, Wake-on-LAN aktiviert, Above 4G Decoding deaktiviert
* Debian Buster (Testing) mit 4.19-er Kernel per netinst, Minimalinstallation (alles abgewählt)
* coretemp und ftsteutates geladen
* powertop --auto angewendet, außer Abschalten von WoL
https://www.heise.de/forum/c-t/Kommentare-zu-c-t-Artikeln/Heim-Server-im-Selbstbau/Re-D3644-B-und-i9-9900K-kompatibel/posting-33741939/show/

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Den Stromverbrauch habe ich mehrere Tage mit meiner FRITZ!DECT 200 gemessen und kann meinen Augen kaum trauen - ich komme auf nur 3,4 W. Ich werde bei Gelegenheit nochmal mit einem anderen Steckermessgerät messen.
https://www.heise.de/forum/c-t/Kommentare-zu-c-t-Artikeln/Heim-Server-im-Selbstbau/Re-Probleme-Fujitsu-D3644-und-Debian-Installation/posting-33461112/show/

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Hardwarelux-Forum gibt es noch IDLE-Werte...

Hier: )10 Watt kommt mir zuviel vor - im Vergleich zu allen Werten die ich bislang zu dem Board (und dem Vorgänger gesehen habe)... ?!?!

Package-C10: https://www.heise.de/forum/c-t/Kommentare-zu-c-t-Artikeln/Heim-Server-im-Selbstbau/Re-D3644-B-und-i9-9900K-kompatibel/posting-33756938/show/

Stefan (Team)
22.02.2019
Der Verbrauch ist sogar ziemlich gut oder kannst Du mir ein anderes Board mit dem Sockel 1151 und Serverchipsatz nennen, welches mit 8GB DDR4 ECC und einer PCIe 3.0 x4 SSD weniger verbraucht ? Die Ct hatte vor einiger Zeit mal ein 10 Watt System (ohne Serverchipsatz ohne ECC ohne PCIe 3.0 x4 SSD) aufgebaut bei dem dann sogar LAN deaktiviert wurde um auf 10 Watt zu kommen. Und das unter Windows 10.

HDD
22.02.2019
13 bzw. 15 Watt mit einer HDD scheint mir zuviel für dieses Board. Daher habe ich nach den C-States gefragt. Oder ist das ATX-Netzteil sehr ineffizient?

Stefan (Team)
21.02.2019
Probier doch aus ob der Speicher funktioniert. Wenn nicht schickst Du ihn zurück. Wir haben nur den hier beschriebenen Speicher ausprobiert.

Lucky
19.02.2019
Ist der Speicher trotzdem nutzbar? Ist halt Taktfrequenz 2400 und soll auch ECC haben. Den von Euch vorgeschlagenen Speicher gibt es bei Kingston nicht mehr (discontinued).

Lucky
19.02.2019
Hallo,

Vorsicht: Ich habe den von Euch verlinkten Speicher bestellt und einen anderen Speicher KTD-PE424S8/8G erhalten. Also nach Erhalt überprüfen.

Stefan (Team)
19.02.2019
1. Beim Mirror werden natürlich 2 Festplatten eingesetzt. 15 Watt im Leerlauf unter FreeBSD / FreeNAS, unter Windows 10 sind es 13 Watt.

Felix
18.02.2019
Noch ein Update von meiner Seite: ECC ist bei meinem Board wohl doch aktiv. "Disabled" im Bios zu setzen scheint daran nichts zu ändern. Das führte dazu, dass ich die Ausgabe fehlinterpretiert habe. Zum Auslesen des Prozessorregisters habe ich für ältere Prozessoren hier ein C-Programm gefunden:
https://hardforum.com/threads/ecc-check-on-intel-i3-processors.1693051/
Das habe ich kurzerhand auf die korrekten Offsets angepasst und hier hochgeladen:
https://pastebin.com/FdRTydbw
Wer also prüfen will, ob sein Speichercontroller ECC als aktiv meldet, kann dieses C-Programm dafür verwenden. Natürlich ohne Gewähr, dass alles funktioniert und auch die richtigen Werte ausliest. (Es wurde auf Linux mit dem Pentium G5400 getestet, könnte aber auch auf anderen Systemen und mit Prozessoren ab Skylake funktionieren...)

HDD
17.02.2019
15 Watt im Leerlauf - gerade bei diesem Board - ist recht viel. Mehr als 10 Watt sollte das im Leerlauf mit ATX-Netzteil nicht schlucken. C-States? FreeNAS/FreeBSD?

HDD
17.02.2019
ZFS mit nur einer HDD? Dann verzichtet man auf die Selbstheilung...
2 HDDs sollten es schon sein, um einen Mirror zu bauen.

Stefan (Team)
17.02.2019
Wenn Du kein ECC benötigst, wäre die günstigste Möglichkeit das Gigabyte B360M D2V (kein ECC, 6x SATA)

Rolf
16.02.2019
Könnt ihr eine Empfehlung für ein stromsparendes Board geben, wenn man auf ECC verzichten wollte?

Stefan (Team)
15.02.2019
ECC sollte ziemlich sicher (so gut man das eben testen kann) funktionieren. Intel gibt für den C246 Chipsatz mit diesem Pentium Prozessor jedenfalls an, dass ECC unterstützt wird. ECC dürfte laut Intel nur auf Core i5 und Core i7 Prozessoren NICHT funktionieren.

Bee
15.02.2019
Habt ihr getestet ob ECC bei dem Mainboard hier auch wirklich aktiv ist und funktioniert? Das Datasheet dazu (https://sp.ts.fujitsu.com/dmsp/Publications/public/DS-D3644-B.pdf) sagt auf Seite 2 unten:
ECC support for XEON processors only

Nachdem das Board jetzt wieder lieferbar ist, würde ich eure Zusammenstellung gerne nachbauen. Zögere nur noch wegen der ECC unsicherheit. Aber auf jeden Fall schon einmal Danke für den Artikel.

Stefan (Team)
15.02.2019
Ich kann das hier natürlich nicht testen, da ich keinen Intel Xeon E hier habe. Es sollte aber laut Intel Dokumentation funktionieren, denn Voraussetzung für die Intel Active Management Technik ist ein Xeon Prozessor und ein Intel Serverchipsatz. Das hättest Du ja dann beides.

Lucky
14.02.2019
Hallo,

mit Interesse habe ich den Artikel gelesen, da ich gerne mein QNAP gegen ein FreeNAS-System austauschen möchte. Ich würde gerne die vorgeschlagene Konfiguration nehmen, allerdings einen XEON E-2124G bevorzugen, um Remote auf die Kiste zugreifen zu können (Intel AMP). Ist dies in dieser Konfiguration dann möglich? Mit dem Pentium geht es ja wohl nicht.

Felix
14.02.2019
Kurzes Update: Ich habe mir nochmal angeschaut, wie man die ECC-Funktion beim Pentium Gold G5400 verifizieren kann. Es stellte sich raus, dass das Datenblatt [1] fast identisch ist zu Kaby Lake und Skylake. Ich habe also den ECC-Linux-Treiber für den Xeon-E3 hergenommen (ie31200_edac) und im Code testweise die PCI-Device-IDs angepasst. Ging zu laden, Fehler-Counter werden ausgegeben, aber keine Indikation, ob ECC auch aktiv ist. Das kann der Treiber leider nicht.

Im Datenblatt [1] findet man auf Seite 199 das MAD-Register ("Address Decoder Intra Channel Configuration Register") an Adresse 5004h für den ersten bzw. 5008h für den zweiten Kanal. Dieses Register enthält zwei Bit zu "ECC", die entweder 00 ("No ECC active in the channel.") oder 11 ("ECC active in both IO and ECC logic.") sein können. Ich habe also das Kernelmodul erweitert, sodass es mit printk das Register ausgibt. Bei mir war das Resultat 0x3110, womit die zwei ECC-Bit den Wert 00 haben. Damit ist bei mir also ECC inaktiv, obwohl MemTest86 das Gegenteil anzeigt und die Funktion im BIOS aktiviert wurde.

Ich werde in den kommenden Wochen nochmal mit alternativer Hardware (CPU, RAM) testen und danach ein Update geben. Hier kurz noch meine HW: Asus P11C-M/4L (Intel C242), Kingston Server Premier KSM24ES8/8ME DDR4-2400 ECC, Intel Pentium Gold G5400
Falls ich irgendwas übersehen habe, wäre ein Hinweis sehr hilfreich.

[1] https://www.intel.com/content/www/us/en/products/docs/processors/core/8th-gen-core-family-datasheet-vol-2.html

Felix
12.02.2019
Hi,

vielen Dank für den guten Artikel. Ich habe mir vor kurzem fast die gleiche Zusammenstellung, nur mit dem Board Asus P11C-M/4L (Intel C242), besorgt und wollte nun einmal herausfinden, ob ECC auch tut. Ich kann mich da Robert nur anschließen - das ist ziemliches Voodoo.

Wie ihr schon richtig schreibt, hat man im OS keine Chance, das herauszufinden - unter Linux z.B. wird der Speichercontroller im Prozessor von keinem der *_edac-Treiber unterstützt. dmidecode sagt einem nur, dass ECC-RAM verbaut ist. Andererseits zeigt MemTest86 _immer_ "ECC Enabled: Yes", vollkommen egal, ob man die Unterstützung im BIOS aktiviert oder nicht. Heißt, da scheint die Erkennung auch nicht zuverlässig zu laufen. Die Erzeugung von Fehlern wird laut Website des Tools nur in der Pro-Version unterstützt und selbst da nur bei bestimmten Prozessoren [1]. Der Coffee-Lake-Pentium ist nicht darunter.

Nun bleibt die Frage, ob man irgendwie anders die ECC-Funktion testen kann. Ich hoffe ja, dass ECC-Fehler zumindest in den BIOS/IPMI-Logs auftauchen. Das lässt sich nur ohne Fehler schlecht verifizieren. Vom Abkleben eines Datenpins beim RAM wollte ich eigentlich gern absehen, zumal das bei DDR4 nicht so einfach sein dürfte. Eine andere Variante wäre das bewusste Übertakten, Undervolting oder die Reduktion der Latenzen des RAM im BIOS, um Fehler zu provozieren. Das kann mein Board aber leider nicht. Aktuell sehe ich keine weitere Möglichkeit, bei dem Setup ECC zu verifizieren. Vermutlich hilft da nur der Umstieg auf einen Xeon, der zumindest unter Linux vom EDAC-Subsystem erkannt werden dürfte...

[1] https://www.memtest86.com/features.htm#fn3

Stefan (Team)
06.02.2019
FreeNAS hat ganz einfach aufgrund seiner höheren Verbreitung und des größeren Teams (10x mehr Programmierer) für mich die beste Unterstützung. FreeNAS ist konservativer, das stimmt - das ist einfach dem Enterprise-Umfeld geschuldet.

ECC ist eine Sache für sich und teilweise schon recht intransparent. Gerade mit neueren Systemen gibt es immer mal wieder Ärger. Einen Nachteil hat man dadurch aber auf keinen Fall und am Ende entscheidet ja jeder selbst ob er ein System mit ECC oder ohne ECC aufbauen möchte. Da wir viele Anfragen für Systeme mit ECC-Unterstützung bekommen, setzen wir dies hiermit um :)

Stefan (Team)
06.02.2019
Danke für den Hinweis, Du hast Recht es handelt sich um CL15 Speicher. Habe ich im Text berichtigt.

Bee
06.02.2019
Den Speicher habt ihr CL14 angegeben, müsste aber CL15 sein

Marcus
05.02.2019
Vielen Dank für die Info zu den T-Varianten.

Ich bin gespannt auf euren Test.

Stefan (Team)
05.02.2019
Die T-Varianten sind nicht sparsamer als die normalen Versionen, es handelt sich hierbei um den identischen Prozessor, nur mit dem Unterschied dass der Maximaltakt reduziert wurde. Dadurch lassen sich z.B. kleinere Gehäuse oder Kühllösungen nutzen, im Endeffekt muss der im Takt reduzierte Prozessor aber wesentlich länger bei seinem Maximaltakt arbeiten um die gleiche Aufgabe wie der normale Prozessor abzuarbeiten. Der Energieaufwand ist am Ende gleich oder sogar höher, da auch andere Komponenten länger im Active-State verbringen müssen, wie z.B. Chipsatz und Arbeitsspeicher. Ich werde hierzu in der Zukunft mal einen Testaufbau nachreichen.

Nachtrag: einen Test findet ihr hier: Pentium G5400 vs Pentium G5400T - Energie und Effizienzvergleich

Marcus
04.02.2019
Vielen Dank, für die neue Zusammenstellung. Eine ähnliche Konfiguration hatte ich auch schon im Kopf.

Eine Frage habe ich allerdings noch dazu. Ich hätte für das NAS eine stromsparendere CPU genommen, beispielsweise diese hier: G5400T.

Gibt es einen Grund, nicht auf die T-Variante zu setzen?

Robert
04.02.2019
Vielen Dank für diese neue Zusammenstellung und den Test der einzelnen NAS-Komponenten. Habe hier noch 2 Fragen bzw. Anmerkungen dazu:

1. Wieso bewertet Ihr NAS4Free mit "guter ZFS-Unterstützung" und FreeNAS mit "der besten ZFS-Unterstützung"? Beide basieren doch auf dem selbem FreeBSD-OS, haben also den komplett gleichen Unterbau. Momentan bauen beide sogar auf der identischen stable version 11.2 ihr System auf. Wobei in der Vergangenheit NAS4Free sehr viel schneller neue FreeBSD-Kernel verwendet hat als FreeNAS. Beispielsweise war v11.2 innerhalb weniger Wochen in NAS4Free verfügbar, während FreeNAS noch über ein halbes Jahr auf einer (veralteten) 10er Version blieb.
Übrigens heißt NAS4Free neuerdings XigmaNAS https://en.wikipedia.org/wiki/XigmaNAS
Einen technischen Unterschied beim ZFS-System kann ich nicht erkennen. Wie also kommt Ihr zu Eurer Einschätzung?

2. ECC-Unterstützung finde ich gut und sinnvoll und natürlich besonders für Server. Das grundsätzliche Problem besteht jedoch -und das kann man aktuell am RYZEN besonders gut beobachten- im vernünftigen Zusammenspiel der 3 dafür notwendigen Komponenten: CPU+BOARD+RAM, denn alle gemeinsam müssen ECC unterstützen! Und so wie es ausschaut scheinen tatsächlich nur absolute "low-level-Regeln" für die jewiligen ECC-Umsetzungen zu gelten: https://en.wikipedia.org/wiki/ECC_memory#Implementations
Jeder Hersteller darf da wohl etwas anderes einbauen. Einige RAM-Chips scheinen ausschließlich alles intern alleine regeln zu wollen, ohne irgendwohin Informationen zu senden. Viele zeigen nicht einmal an (z.B. im BIOS oder OS), ob oder wann es zu (automatisch korrigierten) Bit-Flips kam und melden vielleicht gar nur -und auch diese Funktion ist "freiwillig"- ob es denn auch Nicht-korrigierbare Bit-Flips aufgetreten sind. Selbst die ganzen spezial und sehr hardwarenah-programmierten "System- und Speicher"-Testprogramme ermitteln meist voneinander abweichende Werte - das habt Ihr ja auch schon selbst festgestellt. ECC -zumindest im Consumer-Bereich- erscheint mir deshalb fast ein wenig wie Voodoo-Magie. Es fehlt hier vollkommen die Transparenz. Man investiert zwangsläufig eben mind. 20% mehr Geld für den ECC-Support, doch dann muss man einfach darauf vertrauen das es funktioniert und wirklich das tut, was es tun soll.
Und das alles obwohl von 1981 bis Anfang der 90er Jahre bereits ALLE IBM-PC von Hause aus einen "Parity-Check" im Arbeitsspeicher eingebaut hatten der einwandfrei funktionierte: http://www.pcguide.com/ref/ram/errChecking-c.html Der Grund weshalb diese Funktion beim IBM-PC dann abgeschafft wurde war Apple, die aus Kostengründen begannen alle ihre Rechner ohne Parity-Check auf den Markt zu bringen. Und so ist das vor fast 30 Jahren aus allen Consumer-PCs verschwunden. Heutzutage aber hat man 100-fach mehr Speicher und ein 100-fach höheres Risiko.
Solange es hier in dem Bereich keine erweiterten, besser definierten, Standard-Schnittstellen zwischen ECC-CPU+ECC-BOARD+ECC-RAM gibt wird sich an dieser Situation zukünftig auch nicht viel ändern. Sehr schade, denn ein Bedarf und Nachfrage ist auf jeden Fall vorhanden. Ein anderer gangbarer Weg, nicht gegen Bit-Flips aber zumindest gegen Bit-Rot (ist viel schlimmer), der zudem auch noch kostenlos ist, ist der Einsatz von SNAPRAID, das sich aber grundsätzlich eher für Daten/Dateien eignet die sich nicht ständig verändern.
Mich würde Eure ehrliche Meinung zur ganzen ECC-Thematik wirklich sehr interessieren. Vielleicht habe ich irgendwo etwas übersehen? Danke und weiter so!

Peter
04.02.2019
Hi,

Debian und D3644 erfordert wohl etwas Handarbeit siehe:

Grafikprobleme bei Installation:
https://www.heise.de/forum/c-t/Kommentare-zu-c-t-Artikeln/Test-Sparsames-Mainboard-Fujitsu-D3643-H-fuer-Intel-Core-i-8000/Re-D3644-vs-Debian/posting-33297616/show/

"Abhilfe schafft wie dort beschrieben das Deaktivieren der Option "Above 4GB decoding" im PCI-Menu des BIOS."

i219LM:
https://www.heise.de/forum/c-t/Kommentare-zu-c-t-Artikeln/Heim-Server-im-Selbstbau/Re-Probleme-Fujitsu-D3644-und-Debian-Installation/posting-33429079/show/

Stefan (Team)
01.02.2019
Ja das Board kostet 150 Euro, was für ein Mainboard mit Serverchipsatz wirklich günstig ist. Die Verfügbarkeit ist aktuell schlecht das stimmt, wir mussten bei Mindfactory auch eine Woche auf das Board warten. Bei der Installation von Debian Linux gab es während der Installation einen Anzeigefehler der Debian Installationsoberfläche, Headless (automatisch) lässt sich dieses aber installieren.

Das D3642-B hat übrigens keinen Serverchipsatz verbaut, daher würde ich dies nicht empfehlen. Ich denke die Verfügbarkeit wird sich in den nächsten Tagen wieder verbessern.

Tim
01.02.2019
Erstmal Danke für das neue Advanced-NAS.
Jedoch ist das Board weder im verlinkten Amazon.de, noch auf geizhals.de europaweit verfügbar. Der Board-Bruder "D3642-B" kostet stolze 147 Euro. Ist das Board dann wirklich so empfehlenswert?

Aus dem Text:
"Wir empfehlen aber die Benutzung des Software-RAIDs von Linux bzw. FreeBSD. In der Vergangenheit haben wir häufig die NAS-Verwaltungsoberfläche OpenMediaVault empfohlen, welche auf ein modernes Debian Linux 9 aufsetzt. In unseren Tests hat dieses System aber besser mit FreeNAS funktioniert."

Frage dazu:
Was hat denn am OMV dann nicht so gut funktioniert?

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