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NAS Advanced 3.0 - NAS mit Intel C246 Serverchipsatz und 6x SATA

01.02.2019 von Stefan
Unsere neue NAS Advanced 3.0 Zusammenstellung löst das eigentlich noch aktuelle NAS-Advanced 2.0 ab, welches mit einer AMD Ryzen 3 2200G APU ausgestattet ist. Leider ist die ECC-Unterstützung der aktuellen AMD-APUs sehr unklar und wird weder von AMD selbst noch von den Herstellern der Mainboards aktiv unterstützt. Da wir unser NAS Advanced auf eine ECC-Unterstützung ausgelegt haben und die ECC-Problematik bei AMD nun über 6 Monate andauert, haben wir uns dazu entschlossen ein Alternativsystem mit Intel Prozessor aufzubauen.

Die Basis für unsere neue NAS Zusammenstellung bildet das Fujitsu D3644-B Mainboard mit Intel C246 Serverchipsatz und 6x SATA. Das Betriebssystemlaufwerk kann über M.2 PCIe 4x oder USB 3.1 (Gen 2 mit 10 Gbit/s) angebunden werden.

Als Prozessor nutzen wir den Intel Pentium G5400 aus Intels aktueller Coffee-Lake Serie. Er kann auf diesem Mainboard sein volles Featureset ausspielen: die ECC Fehlerkorrektur des Arbeitsspeichers sowie sämtliche aktuelle Virtualisierungsfunktionen von Intel sind auf diesem Board aktiv.




Prozessor

EigenschaftWert Bemerkungen
Prozessor Intel Pentium G5400
Kerne 2
Hyperthreading
Takt[GHz] 3,7
Turbotakt (Einkern)[GHz]
Turbotakt (Mehrkern)[GHz]
Cache[MB] 4
Intel C6/C7 Support
Übertaktbar
Speicherchannels 2 max. DDR4-2400
ECC-Support auf Intel C-Chipsätzen
iGPU Intel UHD Graphics 610
iGPU - Ausführungseinheiten 12
iGPU - Takt (Basis)[MHz] 0,35
iGPU - Turbo[MHz] 1,05
iGPU - Rechenleistung[TFLOPS] 0,4
TDP[W] 54
Architektur Coffee Lake
Sockel LGA 1151 v2
Fertigung[nm] 14

Der Intel Pentium G5400 besitzt zwei Kerne die mit einer Taktfrequenz von 3,7 GHz arbeiten. Dank Hyper-Threading stellt der Intel Pentium vier logische Prozessoren zur Verfügung. Durch die hohe Taktfrequenz, die der CPU dauerhaft zur Verfügung steht, rechnet der Intel Pentium G5400 knapp 60 Prozent schneller als sein Vorgänger, dem Intel Pentium G4400.

Der Pentium Prozessor verfügt wie alle Coffee-Lake Prozessoren von Intel über eine interne Grafikkarte. Die Intel UHD Graphics 610 reicht zwar immer noch nicht aus um damit auch moderne Spiele zu spielen, für unser NAS ist sie aber natürlich völlig ausreichend und erspart uns den Einbau einer dedizierten Grafikkarte.

Es gibt diesen Prozessor auch als im Takt reduzierte Version: als Intel Pentium G5400T. Diesen empfehlen wir euch hier nicht. Warum könnt ihr hier nachlesen: Pentium G5400 vs 5400T - Energie und Effizienzvergleich.



Alle aktuellen Intel Virtualisierungsfunktionen (VT-x, VT-x EPT, VT-d) werden unterstützt, ebenso wie die ECC-Fehlerkorrektur, die wir in diesem NAS nutzen. Wer mehr Leistung benötigt, greift zum Intel Core i3-8100, der 4 echte Kerne mitbringt und nur minimal mehr Energie benötigt. Achtung: Intels Core i5 und Core i7 Prozessoren unterstützen kein ECC-Arbeitsspeicher und sind daher für diese Zusammenstellung ungeeignet.


Mainboard & Anschlüsse

EigenschaftWert Bemerkungen
Chipsatz C246
DDR4-Slots 2
max. Speicherspezifikation DDR4-2400
max. Speicherkapazität[GB] 64 128 GB Support per Update möglich
ECC-Support
PCI-E 3.0 x16 2 1x 16x, 1x 4x
PCI-E 3.0 x1 2
SATA (6Gbit/s) 6
M.2 Slot (PCIe 3.0 x4) 1 NVMe Boot Support
M.2 Slot WiFi (2230 Key-E) 1
LAN (1 Gbit/s) 1 Intel i219LM
USB 2 (0.5 GBit/s) an I/O-Blende 2
USB 2 (0.5 GBit/s) als Header 2
USB 3.0 (5 GBit/s) an I/O-Blende 2
USB 3.0 (5 GBit/s) als Header 4
USB 3.1 (10 GBit/s) an I/O-Blende 2
USB 3.1 (10 GBit/s) als Header 1 als USB-A
DisplayPort 1.2 2
DVI 1
Audio 5.1 CH Realtek ALC671
FAN-Header 3 3x 4-Pin
Formfaktor Micro-ATX

Das Fujitsu D3644-B Mainboard wird in Europa gefertigt, was für sich gesehen schon eine Seltenheit ist. Die Verarbeitungsqualität und die Komponentenauswahl ist dementsprechend hoch. Das Mainboard wurde für eine 24/7 Nutzung entwickelt und soll auch bei dauerhaften 50°C keinen Schaden nehmen. Beschriftung und Design des Mainboards sind durchdacht und machen einen sehr guten Eindruck. Auch die Ausstattung, z.B. in Bezug auf USB-Ports ist super.



Auf dem Mainboard sind extra sparsame Spannungswandler verbaut und die 24 PCIe-Lanes des C246 Chipsatzes machen sich durch eine große Auswahl an Schnittstellen bemerkbar, darunter befinden sich auch drei USB 3.1 Gen 2 ports mit 10 Gbit/s Bandbreite. Einer dieser Ports ist als USB-A Buchse auf dem Mainboard ausgeführt und eignet sich z.B. für den Datenträger des Betriebssystems den man so ohne Adapter direkt im Gehäuse verstauen kann.

Das Fujitsu D3644-B unterstützt zudem Intels AMT Technologie zur Fernwartung von PCs. Dafür wird allerdings ein Prozessor mit vPro Funktionalität benötigt. Dies bringt der Intel Pentium G5400 leider nicht mit (nur mit Intel Xeon Prozessoren voll nutzbar).

Als Arbeitsspeicher verwenden wir den Kingston KVR21E15D8 DDR4-2133 ECC mit 8 Gigabyte. Wer später viel virtualisieren möchte, kann den Arbeitsspeicher auf bis zu 64 GB erhöhen. Theoretisch sind auch 128 GB möglich (4x 32 GB), allerdings werden diese Module zumindest offiziell noch nicht beworben.

Die auf dem Mainboard verbaute Intel I219LM 1 Gbit Netzwerkkarte unterstützt WOL um das System aus der Ferne aufzuwecken und ist eine auf Sparsamkeit getrimmte I219 Version von Intels Netzwerkkarte.

Alternativ (wegen der zum Teil schlechten Verfügbarkeit des Mainboards) lässt sich das Gigabyte C246-WU4 verbauen. Es verfügt über ganze 10 SATA3 Ports und 2 M.2 Slots. Die Ausstattung und der Chipsatz sind identisch und ECC-Arbeitsspeicher wird ebenso wie beim Fujitsu Mainboard unterstützt.



ECC


ECC steht für Error Checking and Correction und ist ein Verfahren zur Fehlerkorrektur im Arbeitsspeicher. Einzelne Bit-Flips können so direkt gefunden und behoben werden. Dies geschieht vollautomatisch und verhindert eine schleichende Dateikorruption (so genanntes Bit-Rot).

Da die ECC-Prüfung komplett in Hardware zwischen Arbeitsspeicher, Prozessor und Mainboard abläuft, hat das Betriebssystem keinen Zugriff auf ECC-Protokolle und daher keine sichere Möglichkeit die korrekte ECC-Funktion der Hardware zu prüfen. Der PassMark MemTest erkennt über bestimmte Tricks (meistens werden Fehler absichtlich erzeugt um dann zu prüfen ob diese Fehler vom System korrigiert wurden) zuverlässig, ob ein System ECC unterstützt.




Bios


Fujitsu verwendet ein Bios von American Megatrends, welches recht altbacken aussieht. Hervorzuheben ist eigentlich nur die Update-Funktionalität, die sogar vollautomatisch ablaufen kann. Dies ist besonders bei System die dauerhaft ohne angeschlossenen Monitor betrieben werden sollen vorteilhaft.

In das Boot-Menü gelangt ihr wir bei vielen anderen Mainboards auch über das Drücken der F12 Taste während des Startvorganges.




Festplatten & RAID

EigenschaftWert Bemerkungen
AHCI & NCQ
Hot-Plug
HW/FR - RAID 0 Intel C246
HW/FR - RAID 1 Intel C246
HW/FR - RAID 6 via Software/FreeNAS
HW/FR - RAID 10 Intel C246
unterstützte 3,5 Zoll Festplatten[Stück] 6

Der Systemdatenträger kann auf vier Arten realisiert werden ohne das dabei einer der 6 SATA-Ports des Mainboard genutzt werden muss. Die SATA-Ports möchten die meisten Benutzer für ihre Datenfestplatten frei halten.


Von einem normalen USB-Stick als Datenträger für das Betriebssystem raten wir dringend ab, denn für die häufigen Lese- und Schreibvorgänge des Betriebssystem sind USB-Sticks nicht ausgelegt. Eine eingeschränkte Ausnahme bilden USB-Sticks mit speziellen SLC-Speicherzellen, die auf Langlebigkeit ausgerichtet sind. Allerdings haben wir auch mit SLC-Sticks schlechte Erfahrungen gemacht, daher raten wir auch von diesen Sticks ab.

Eine Ausnahme ist der empfohlene SanDisk Extreme PRO 128GB, der SSD-Technik an Board hat und dementsprechend haltbar ist. Da das verwendete Fujitsu D3644-B einen USB-Port direkt auf dem Mainboard besitzt, lässt sich so ein Datenträger ohne Adapter direkt im Gehäuse verstauen.

Alternativ kann man den Systemdatenträger auch mit einem USB 3.0 zu M.2 SATA Stick realisieren, in dem eine Transcend TS64GMTS400S 64GB SSD verbaut wird. Diese Lösung hat sich in der Vergangenheit schon bei mehreren System als sehr zuverlässig bewährt und liefert zudem eine hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeit.

Die eleganteste Lösung bei diesem System ist es, den M.2 Slot des Mainboards zu benutzen und dort eine schnelle PCIe-SSD wie die 250GB Samsung 970 EVO zu verbauen. Diese Lösung verwenden wir auch in unserem System. Hinweis: wir verwenden hier den Vorgänger, die Samsung 960 EVO. Diese sollte sich identisch zur Samsung 970 EVO verhalten. Wir empfehlen euch aber den Kauf der neueren SSD.





Datenfestplatten


Bei den Datenfestplatten greifen wir zur WD Red NAS Serie, die für den Einsatz im NAS konzipiert sind und über eine abgestimmte Firmware sowie TLER (Time Limited Error Recovery) verfügen und sich ideal für den Einsatz in einem RAID eignen. Alternativ kann man die Seagate Ironwolf NAS Serie nutzen, die technisch fast identisch mit den WD Red Festplatten ist. So verfügen die Seagate NAS Festplatten etwa mit ERC (Error Recovery Control) ebenfalls über ein Feature zur Minimierung von Problemen im RAID-Betrieb. Beide Hersteller gewähren 3 Jahre Garantie auf die NAS Festplatten.


Denkt bei der Wahl des Gehäuses (siehe weiter unten) unbedingt an eine gute Belüftung der Datenfestplatten. Festplatten die im Betrieb über längere Zeit zu warm werden, fallen deutlich schneller aus als ausreichend gekühlte Festplatten.

Möchtet ihr mehr über die NAS-Festplatten der WD-Red bzw. Seagates Ironwolf Serie wissen ? Dann schaut mal hier vorbei: Western Digital Red vs. Seagate Ironwolf



RAID


Der Intel C246 Serverchipsatz des Fujitsu D3644-B besitzt einen so genannten Fake-RAID. Hierbei lassen sich die Festplatten direkt über den Mainboard-Chipsatz zu einem RAID (Modi 0,1,5,10) zusammenschließen. Bei einem Defekt lässt sich das Mainboard gegen ein neues mit gleichem Chipsatz austauschen. Von der restlichen Hardware wie dem Prozessor ist der RAID unabhängig. Der Vorteil an der Benutzung des Fake-RAIDs ist es, dass das Betriebssystem keine eigene RAID-Verwaltung mitbringen muss.

Wir empfehlen aber die Benutzung des Software-RAIDs von Linux bzw. FreeBSD. In der Vergangenheit haben wir häufig die NAS-Verwaltungsoberfläche OpenMediaVault empfohlen, welche auf ein modernes Debian Linux 9 aufsetzt. In unseren Tests hat dieses System aber besser mit FreeNAS funktioniert. Daher setzen wir auf FreeNAS 11. Es lassen sich aber natürlich auch Windows 10 / Windows Server 2016 oder Linux benutzen.


Netzteil

EigenschaftWert Bemerkungen
Formfaktor ATX
Max. Leistung[W] 350
SATA-Power 5
80 PLUS Zertifizierung Bronze
Überstromschutz (OCP)
Überspannungsschutz (OVP)
Unterspannungsschutz (UVP)
Kurzschlussschutz (SCP)
Überhitzungsschutz (OTP)
Überlastschutz (OPP)

Als Netzteil empfehlen wir das be quiet! Pure Power 11 350W. Dieses Netzteil des Premium-Herstellers bringt alle modernen Schutzschaltungen und Features mit. Wer maximal vier Datenfestplatten einbauen möchte, greift zum kleineren be quiet! Pure Power 11 300W. Das größere be quiet! Pure Power 11 400W ist 80 PLUS Gold zertifiziert und damit nochmal effizienter als seine kleineren Brüder.


Wir setzen schon seit vielen Jahren die Netzteile von be quiet! ein und sind von deren Qualität und geringer Lautstärke überzeugt. Der Hersteller gewährt übrigens 5 Jahre Garantie auf die Pure Power Serie. Ihr könnt natürlich jedes andere Netzteil im ATX-Format für dieses System verwenden. Wir empfehlen euch aber darauf zu achten, ein 80 PLUS zertifiziertes Markennetzteil zu verwenden, welches über möglichst viele Schutzschaltungen verfügt und so eure teure Hardware schützt.


ATX-NetzteileSATA-PowerZertifizierung und EffizienzPreis
be quiet! Pure Power 11 300W480+ Bronze, bis zu 87%45 Euro
be quiet! Pure Power 11 350W580+ Bronze, bis zu 87%49 Euro
be quiet! Pure Power 11 400W580+ Gold, bis zu 91%52 Euro



Gehäuse

EigenschaftWert Bemerkungen
Micro-ATX
Mini-ITX

Beim Gehäuse ist unser Favorit das Fractal Design Define Mini, welches außerordentlich gut verarbeitet ist und sicher 2-3 Systemgenerationen mitmacht. Es ist gedämmt und verfügt über Staubfilter, kostet mit 90 Euro aber etwas mehr. Im Lieferumfang befinden sich zwei 120mm Lüfter, die in der Front untereinander montiert werden können und die Datenfestplatten so optimal gekühlt werden. Das Gehäuse bietet Platz für sechs 3,5 Zoll Festplatten, weitere können bei Bedarf mit Adaptern in die zwei 5,25 Zoll Slots verbaut werden.

Preislich attraktiver ist das Xigmatek Asgard II für 40 Euro. Es nimmt bis zu sieben 3,5 Zoll Festplatten auf, zudem besitzt es ganze 4 5,25 Zoll Einschübe. Ein 120mm Lüfter ist im Lieferumfang enthalten, dieser ist allerdings etwas lauter als die Fractal Design Lüfter. Das Gehäuse verfügt leider nicht über einen Staubfilter oder eine Geräuschdämmung.




Betriebssystem

EigenschaftWert Bemerkungen
OpenMediaVault 4 Debian 9 Linux mit mdadm Linux-Software-RAID
NAS4Free 11 Fork von FreeNAS mit guter ZFS-Unterstützung
FreeNAS 11 FreeBSD mit der besten ZFS-Unterstützung auf dem Markt
Rockstor 3 CentOS 7 Linux mit Btrfs Dateisystem
Windows 10
Windows Server 2012
Windows Server 2016

In diesem NAS verwenden wir das Betriebssystem FreeNAS 11, welches auf FreeBSD aufbaut und das meist benutze Betriebssystem für Speicherlösungen ist. Es wird häufig auch im professionellen Bereich genutzt und bietet die beste mir bekannte ZFS-Dateisystemeinbindung aller NAS Systeme.

ZFS ist ein sehr ausgereiftes Dateisystem, welches eure Daten durch viele Funktionen vor Korruption schützt. Es macht besonders mit Systemen Sinn, die über ECC-Arbeitsspeicher verfügen und einzelne Bit-Flips selber erkennen und korrigieren können. All dies bietet unser NAS Advanced 3.0, so dass wir uns diesmal für FreeNAS 11 entschieden haben.

FreeNAS benötigt mindestens 8 GB Arbeitsspeicher. Je nach Kapazität eurer Datenfestplatten kann es jedoch Sinn machen 16+ GB Arbeitsspeicher zu verbauen.

Die Installation von FreeNAS ist denkbar einfach. FreeNAS 11 kann kostenlos beim Hersteller als Image-Datei heruntergeladen werden. Dieses Image lässt sich dann z.B. via Etcher auf einen USB-Stick kopieren. Von diesem Stick bootet man nun und installiert FreeNAS in 6-Schritten auf das Systemlaufwerk des NAS. Im Anschluss ist das NAS über eine Weboberfläche im Netzwerk erreichbar.



Wie OpenMediaVault lässt sich auch FreeNAS durch Plugins im Funktionsumfang erweitern. Dieser ist bei FreeNAS allerdings von Haus aus deutlich größer als bei OpenMediaVault. Vor allem die direkt installierte VM-Verwaltung mit dem bhyve Hypervisor hat auf uns einen guten Eindruck gemacht.

Die neue FreeNAS Version ist auch deutlich einfacher zu bedienen, notwendige Scrub-Jobs werden z.B. bei der Erstellung eines ZFS-Pools (ähnlich einem RAID) automatisch mit erstellt. Auch Neulinge können so keine wichtigen Funktionen übersehen.



Als Alternative könnt ihr neben OpenMediaVault oder Windows 10 Pro z.B. auch NAS4Free benutzen. Interessiert ihr euch für NAS4Free, dann hilft euch vielleicht unsere Komplettanleitung NAS4Free inkl. ZFS-Grundkurs weiter.


Benchmarks

EigenschaftWert Bemerkungen
Max. Lesen via SMB/NFS[MB/s] 112
Max. Schreiben via SMB/NFS[MB/s] 113
Max. Lesen via FTP[MB/s] 114
Max. Schreiben via FTP[MB/s] 113
Max. CPU Last SMB-Lesen[%] 15
Max. CPU Last SMB-Schreiben[%] 14
Cinebench R15 Einkern[cb] 159 Windows 10
Cinebench R15 Mehrkern[cb] 403 Windows 10

Unser NAS-Bauvorschlag nutzt die 1 Gbit Netzwerkschnittstelle aus und erreicht gute 112 MB/s beim Lesen und Schreiben von Daten. Das System ist dabei zu maximal 15% ausgelastet und kann nebenbei noch andere Aufgaben im Netzwerk übernehmen, ohne dass sich die Übertragungsraten verschlechtern.


Wer noch mehr Netzwerkleistung benötigt, kann auch eine 10Gbit Karte wie die Intel X540-T2 10Gbit Base-T Netzwerkkarte in den PCIe-Slot des Mainboards einbauen.


Energieverbrauch

EigenschaftWert Bemerkungen
Ausgeschaltet[W] 0,5
Leerlauf[W] 15 ohne Datenfestplatten

Den Energieverbrauch haben wir ohne Datenfestplatten mit dem Betriebssystem FreeNAS 11 ermittelt. Zur Verbrauchsmessung verwenden wir einen Voltcraft Energy-Logger 4000, der sich auch für die Messung besonders geringer Ströme bewährt hat. Etwas günstiger aber auch recht genau ist der Brennenstuhl Primera-Line PM 231.

FreeNAS ist für eine 24/7 Nutzung ausgelegt und verfügt nicht über einen Standby-Modus. Der Leerlauf-Verbrauch von 15 Watt geht für ein System dieser Klasse in Ordnung und ist durchaus gut. Fährt man das System komplett herunter, werden ca. 0,5 Watt benötigt. Auch dies ist ein guter Wert, normale Systeme dieser Kategorie benötigen meist 1-2 Watt mehr.


Kühlung


Wir haben den Intel Pentium G5400 in der Box-Version erworben. Hier liegt der CPU ein passender Kühler bei. Zwar verfügt das Mainboard über eine anpassbare Lüftersteuerung, trotzdem kann man dem Intel-Lüfter keine Bestnote in der Kategorie Lautstärke bescheinigen. Bei Bedarf könnt ihr einen leiseren Lüfter nachträglich einbauen.




Temperatur


Auch unter voller Last wird der Prozessor nie wärmer als 80°C. Die Kühlleistung des CPU-Kühlers ist also ausreichend. Da ein NAS aber meistens nicht stark ausgelastet wird, muss man sich hier sowieso keine großen Gedanken machen.



FreeNAS kann die CPU-Temperatur überwachen und anzeigen. Es empfiehlt sich die Reports in regelmäßigen Abständen zu sichten und auf Fehler zu überprüfen. Wichtige Fehler kann FreeNAS aber auch automatisch zum Beispiel an eine E-Mail Adresse melden.


Technische Daten (Zusammenfassung)

EigenschaftWert Bemerkungen
Prozessor Intel Pentium G5400 2x 3,7 GHz, HT, 4MB Cache, 54W TDP
Prozessor (Alternativ) Intel Core i3-8100 4x 3,6 GHz, 6MB Cache, 65W TDP
Mainboard Fujitsu D3644-B 6x SATA, 1x M.2
Mainboard (Alternativ) Gigabyte C246-WU4 10x SATA, 2x M.2
Arbeitsspeicher Kingston KVR21E15D8 DDR4-2133 8GB ECC (CL15)
Systemdatenträger 250GB Samsung 970 EVO
Systemdatenträger (Alternativ) SanDisk Extreme PRO 128GB
Netzteil be quiet! Pure Power 11 350W 5x SATA, 80 PLUS Bronze
Netzteil (Alternativ) be quiet! Pure Power 11 400W 5x SATA, 80 PLUS Gold
Gehäuse Fractal Design Define Mini 2x 120mm Lüfter, Staubfilter
Gehäuse (Alternativ) Xigmatek Asgard II 1x 120mm Lüfter
Datenfestplatte WD Red NAS ca. 38 Euro / TB
Datenfestplatte (Alternativ) Seagate Ironwolf NAS ca. 35 Euro / TB
Adapter / Kleinteile (Optional) Syba SD-PEX40099 4 Port SATA 3 Controller weitere 4 SATA3 Ports über PCIe
Adapter / Kleinteile (Optional) Syba SD-PEX40099 8 Port SATA 3 Controller weitere 8 SATA3 Ports über PCIe
Adapter / Kleinteile (Optional) Intel X540-T2 10Gbit Base-T Netzwerkkarte 2x 10 Gbit Base-T für RJ45 Netzwerkkabel
Adapter / Kleinteile (Optional) SATA Power Y-Kabel je nach Netzteil ab 5/6 Festplatten
Gesamtpreis System[€] 455 mit 8GB ECC-Arbeitsspeicher ohne Datenfestplatten



Zusammenfassung


Auch wenn wir es zeitlich eigentlich noch gar nicht geplant hatten: der Bau des NAS Advanced 3.0 hat mal wieder richtig Spaß gemacht. Vor allem die Leistung der Hardware in FreeNAS ist beachtlich. Durch die ECC-Unterstützung und die Virtualisierungsfunktionen kann dieses NAS auch gehobenere Ansprüche bedienen und ist dennoch recht sparsam.

Das Fujitsu D3644-B Mainboard ist super verarbeitet und durch den Intel C246 Chipsatz in der Lage viele Komponenten anzubinden. Vor allem das Design und die auf Sparsamkeit ausgelegten Komponenten machen das Fujitsu Mainboard zu einem Kauftipp.

Durch den PCIe 3.0 x16 Slot lässt sich das System weiter ausbauen und kann dann z.B. durch den Einsatz einer Syba SD-PEX40099 4 Port SATA 3 Controller mehr Datenfestplatten ansteuern oder den Datenaustausch über eine Intel X540-T2 10Gbit Base-T Netzwerkkarte beschleunigen. Je nach RAID-Konfiguration sind so Datenraten über 400 MB/s über das Netzwerk möglich.



Alternativen


Wem 4 SATA-Ports ohne M.2 Slot und PCIe 3.0 x16 Erweiterungsmöglichkeit ausreichen und wer auf den Einsatz von ECC-Arbeitsspeicher verzichten kann, für den dürfte unser NAS Basic 2.0 eine gute Ausweichmöglichkeit sein. Hier setzen wir auf einen passiven Intel Celeron 4-Kern Prozessor der neuen Gemini-Lake Architektur im Mini-ITX Formfaktor. Die Leistung ist für den normalen 1 Gbit Datenaustausch ausreichend.

Noch kleiner und günstiger geht es mit einem NAS auf Raspberry Pi Basis.

Kommentare (51)


Stefan (Team)
23.04.2019
Das https://www.gigabyte.com/de/Server-Motherboard/C246M-WU4-rev-10#kf ist aber kein Mini-ITX. Also von der Größe her jetzt kein großer Unterschied. Trotzdem eine gute Alternative.

Andreas...
21.04.2019
Hi,
ich nochmal,

https://www.gigabyte.com/de/Server-Motherboard/C246M-WU4-rev-10#kf gibts ein ähnliches board im mini atx format, spielt preislich lt. geizhals und co bei ca. 170 Euro... mit 2 LAN Ports und allerhand Spielereien.

gruße

Mark
15.04.2019
Nun muss ich dann doch endlich mal abschließend Berichten ...
Da ich selber ja einiges an Feedback bekommen habe, will ich meine Erfahrungen auch nicht für mich behalten.

Mit dem korrekten RAM bootet das Board wie gewünscht, wer hätte es gedacht ... ;-)

Mittlerweile läuft mein NAS seit etwas über einem Monat absolut stabil.

Als OS hab ich nun doch noch nen FreeNAS eingesetzt, da weder der OpenMediaVault Installer, als auch ein reines Debian mit vertretbarem Aufwand nicht zum Laufen zu bringen waren.

Da ich, ehrlich gesagt, eh schon genervt war, hab ich kurzerhand FreeNAS installiert, was, glaub ich, grundsätzlich eine gute Idee war.
Das einzige was ich vermisse, bzw. wovon ich (noch) nicht ganz überzeugt bin:
1. die HDD, bzw. Storage-Pool-Verschlüsselung (dem GELI Zeugs traue ich noch nicht so ganz, mit dem ganzen Schlüssel Hin und Her ... - Da muss ich erst ein wenig tiefer einsteigen ...)
2. Ich vermisse "Duplicati" als Plugin
Aktuell sichere ich meine "unwiederbringlichen" mit dem "Cloud Sync" Task - Es wird sich zeigen wie "smart" das wirklich so funktioniert. Das scheint ähnlich nem rsync zu funktionieren, somit ist da nix mit X inkrementellen, etc. Sicherungen.
Da ist IMHO Duplicati in seinen Funktionalitäten ganz weit vorne (vor vielen anderen, auch kommerziellen, Produkten)!
3. MEIN Grundproblem mit ZFS,
ein Storage-Pool kann nicht, wie bei z.B. nem RAID5, einfach durch Hinzufügen einer oder mehrerer min. gleich großer Platten vergrößert werden.

Zur HW:
- Fujitsu D3644-B C246
- Intel Celeron G4900 2x 3.10GHz
- Samsung DDR4 8 GB PC4-19200 - CL17 - 1.2 V - ECC, unbuffered
- 3x 3000GB WD Red
- 256 GB SSD (System Disk)

Aktuelle Konfiguration:
- 3 permanent laufende 3TB WD
- 2 stehende 1,5TB WD
- einige SMB shares
- Emby
- 2 permanent laufende Debian VMs (haben kaum Last ...)
---------------
= RAM ( 6GB; CPU ( 10% (Durchschnitt)
bei 22W Leistungsaufnahme

So, das wars erstmal von mir.
Vielen Dank nochmals für die Unterstützung ...

Stefan (Team)
11.04.2019
Hi Andreas,
bis auf den etwas höheren Preis sehe ich auf Anhieb keinen Nachteil. Eventuell wird der Verbrauch minimal höher ausfallen, aber ich glaube das ist zu verschmerzen. Ich werde das Gigabyte C246-WU4 als Alternativmainboard im Artikel übernehmen. Vielen Dank für den Tipp.

Andreas
07.04.2019
D3644 schlecht verfügbar, was haltet Ihr von dieser Alternative:

https://www.gigabyte.com/Server-Motherboard/C246-WU4-rev-10#kf

sehe laut specs im vergleich zum d3644 nur positives...

Grüße

Stefan (Team)
20.03.2019
Unter FreeNAS kannst Du einen normalen Mirror (RAID 1) erstellen. Bei Wikipedia gibt es gute Infos über die RAID-Level. HDDs können auch über eine SATA-Controllerkarte angebunden werden. Als Backup könnte man z.B. rsync benutzen.

Michael
17.03.2019
Danke für die Info, phoneo !
Dass RDIMM nicht gehen, "könnte" man auch in der Mainboard-Dokumentation "interpretieren", ist leider etwas schwammig aufgeführt ...genauso wie die ECC-Kompatibilität..
Wie auch immer, wird nur UDIMM geholt - kann man wohl - hast Recht - empfehlen.
RAM erst zum Schluss kaufen, damit man Zeit zum Retournieren hat :)
...
Schade, dass Stefan nicht noch einen kleinen Tipp/Anregung für mich hat..
Vielleicht macht er auch einfach nur Urlaub !?
..
Ich stehe kurz vor dem Kauf o.s. Komponenten, habe nur etwas Angst, dass ich mit meinen u.s. Vorstellungen einen riesen Bock schieße..

Ralph
17.03.2019
Hallo zusammen, ich überlege gerade ob ich die Variante mit i3 CPU bauen soll. Welchen leisen Kühler könnt ihr da empfehlen?

phoneo
16.03.2019
Ich kann dir nur bei einer Frage weiterhelfen:
Ich habe den Speicher "16GB Samsung M391A2K43BB1-CRC bulk DDR4-2400 ECC DIMM CL17" bestückt. Die 8GB Variante kostet bei Mindfactory cirka 97 Euro. Aber Achtung, die "regECC" Typen funktionieren in dem Fujitsu Mainboard wohl nicht. Siehe auch die vorherigen Kommentare beachten.

Michael
13.03.2019
Haallooo !
Colles NAS - will ich auch - maintenant.
Nicht, dass ich seit Jahren schon ein derartiges System aufbauen wollte...
...
Habe hier eine alte und coole Dreambox 8000, per Samba an Win10.
Alle meine (NAS-)hdds sind XFS, 8TB ...und ich habe einige davon..
Also wg. XFS entscheide ich mich für OMV.
Die eine hdd in der Dream soll da natürlich raus und in eine NAS.
Eine S-ATA-ControllerCard wird noch dazukommen (müssen).
Will dann von außen per (eigenem, noch nicht vorhandenem) Open-VPN-Server (Rasp Pi) auf kleine Daten zugreifen können.
...
Fragen:
Dieses NAS + S-ATA-ControllerCard + XFS + OMV = good idea ?
Welches Raid nehme ich da (umso mehr ich über Raid-Systeme lese, umso weniger weiß ich Bescheid, was ich brauche, glaube ich langsam...) ?
(...eine Back-Up-Lösung macht mir auch noch Magen- wie Kopfschmerzen..hust..)
Kingston KVR21E15D8 - was darf der kosten (auf Amazon für 221.- ..schluck..) ?

Ich danke allen Lesern im Vorraus !
Gruß
Michael

phoneo
06.03.2019
Danke für eure schnellen Antworten. In der Tat verunsichern dann die Angaben im Datenblatt unnötig.

Auch einen herzlichen Dank für den ausführlichen Artikel zum Bauvorschlag. Ich freue mich schon darauf die Teile ausprobieren zu können.

Stefan (Team)
06.03.2019
Wir beziehen uns auf den Test mit MemTest, welcher bisher immer korrekte Werte zurückgegeben hat. ASRock Rack hat damals für alle Server-Chipsätze auch nur die Xeons genannt und auf den Mainboards liefen Pentium und Core i3 auch mit ECC. Das die Hersteller dies angeben liegt in der Regel daran, dass Intel selbst nur auf die Xeons verweist. Von Intel Deutschland habe ich aber die Information bekommen, dass Pentium und Core i3 auch offiziell unterstützt werden. Warum dies teilweise falsch kommuniziert wird, kann ich dir nicht sagen.

Marcus
06.03.2019
Wahrscheinlich ist die Beschreibung von Fujitsu hier etwas zu genau ;)

Laut diesem Eintrag sollte jede CPU, die grundsätzlich ECC kann, auch mit diesem Board ECC nutzen können: https://www.heise.de/forum/p-33260185/

phoneo
06.03.2019
Schaut man in das Datenblatt zum DS3644-B (Fußnote 2. Seite: ECC support for XEON processors only) oder in die aktuelle Mainboard - Prozessor Kompatibilitätsliste, dann scheint das Board ECC nur für XEON Prozessoren zu unterstützen. Was macht euch sicher, dass die ECC Unterstützung trotzdem funktioniert? Laut obigem Artikel kann man es ja auch nicht vernünftig testen, oder?

Mark
05.03.2019
Danke erstmal für euer Feedback :-)
Ich hab eben festgestellt das ich, warum auch immer, falschen Speicher geordert habe.
Es sollte auf jeden Fall nen Samsung 8GB UDIMM sein, habe jedoch nen Riegel M393A1K43BB1-CTD bestellt, was nen reg. ECC DIMM ist.
Der muss schonmal neu - es soll nen M391A1K43BB1-CRC werden, 8G, 2400er ECC-UDIMM.
Was mich allerdings etwas stutzig macht ist, dass das Board sofort nach anlegen der Spannungsversorgung anfängt im paar sekunden Abstand zu Piepen und das nicht nur ein oder ein paar mal, sondern wirklich ohne Ende, ob RAM inst. ist oder nicht.
Laut AMI dürfte das Board nur 1x Piepen, wenn kein RAM eingebaut ist ...
Sobald die CPU raus ist, macht es das nicht mehr - deshalb auch der Gedanke das die CPU evtl. nicht passen könnte oder Board, bzw. CPU ne Macke haben könnten.
Naja, es bleibt spannend ...

Stefan (Team)
05.03.2019
Zumindest die Pentiums sind zum C246 voll kompatibel. Intel bewirbt die Pentiums ja mit ECC-Support, der aber nur auf den Serverchipsätzen funktioniert. Wenn diese dann die Prozessoren nicht offiziell unterstützen würden, wäre diese Angabe ja falsch.

Marcus
05.03.2019
Hallo,

der G4900 sollte funktionieren. Siehe auch hier: ftp://ftp.ts.fujitsu.com/pub/Mainboard-OEM-Sales/Services/Compatibility_CPU_x_Board/Compatibility_CPUxBoard.pdf

Wenn es ein einmaliges, längeres Piepen ist, dann deutet das wohl eher auf Probleme mit dem RAM hin. Das war bei mir zumindest so. Welchen RAM verwendest du?

LuckyApo
04.03.2019
Hi,

Bei mir läuft die Kombination mit i3-8100 und ecc Ram unter Openmediavault. Bis auf kleine Installationshürden w/ Netzwerk läuft die Kiste gut.

Mark
04.03.2019
Hallo,

ich habe eine Kombi aus D3644-B und Celeron G4900, die leider nicht funktioniert.
Das Board piept alle paar Sekunden direkt nach dem Anlegen der Spannungsversorgung.
Wenn man den offiziellen Dokumentationen von Intel glaubt, dann unterstützt der Chipsatz C246 lediglich Xeons - was auch heißt das euer G5400 eigentlich gar nicht laufen dürfte ...

Ich hab mittlerweile etliche verschiedene Aussagen und Kommentare gelesen, auch das "meine" Kombi funktionieren soll ...
Habt ihr evtl. Erfahrungen mit dem G4900 sammeln können?
Letzendlich kann ich natürlich nicht ausschließen das Board oder CPU DOA sind ...

Marcus
01.03.2019
Ich habe mir zusätzlich noch einen PC-Speaker gekauft und festgestellt, dass es tatsächlich am RAM liegt. Es scheint so, als würde das Mainboard nur unbuffered ECC RAM unterstützen. Der gekaufte ist aber registered ECC RAM und scheint nicht zu funktionieren.

Es gibt übrigens von Fujitsu ein paar gut versteckte Support-Dokumente: ftp://ftp.ts.fujitsu.com/pub/Mainboard-OEM-Sales/Products/Mainboards/Industrial&ExtendedLifetime/D3642-B_D3644-B/Documentation/

Im Unterordner "Specification" gibt es auch empfohlene Speichermodule.

Stefan (Team)
28.02.2019
Hast Du mal probiert den Ram in einen anderen Slot einzubauen ? Ansonsten würde ich wirklich auf den Arbeitsspeicher tippen. Der erste Boot dauert übrigens wirklich ziemlich lange (vielleicht warst Du zu ungeduldig?)

Marcus
28.02.2019
Ich habe das NAS nach der oben stehenden Zusammenstellung aufgebaut.

Leider komme ich nur bis zu dem Punkt, dass alle Lüfter (Gehäuse und CPU) laufen und die LED der Power-Taste an ist. Eine Verbindung zum Monitor über DisplayPort bringt nur einen schwarzen Bildschirm.

Bei den Komponenten habe ich mich an die Empfehlungen gehalten, lediglich der RAM ist anderes (8GB (1x 8192MB) Kingston Server Premier KSM24RS8/8HAI DDR4-2400 regECC DIMM CL17-17-17-32 Single). Laut Angabe im Manual sollte das aber kein Problem sein.

Stecker habe ich alle schon geprüft, die sitzen fest ;)

Wenn jemand eine Idee dazu hat, wäre ich sehr dankbar.

Stefan (Team)
24.02.2019
Ist gut möglich, dass man mit Linux und powertop einen noch geringeren Verbrauch realisieren kann. In unserem Test mit FreeNAS 11.2 haben wir die Bios Defaults benutzt (der Soundchip wurde deaktiviert). Den Stromverbrauch messen wir mit dem Voltcraft Energy-Logger 4000.

HDD
23.02.2019
Das Board ist ja sehr gut. Mir kommt der Verbrauch hier nur für dieses sparsame Board zu hoch vor? Nicht exakt die gleiche Konfiguration aber zur Orientierung.

Hardware
* Fujitsu D3644-B
* Intel Pentium G5400 Boxed
* 1x Samsung M391A1K43BB1-CRC DDR4-2400 ECC 8GB
* 250GB Samsung 970 EVO [Herstellerangaben: Durchschnitt: 5,4 W * Maximum: 9]
* be quiet! Pure Power 11 300W

Keine HDDs oder Gehäuselüfter angesteckt. Idle:

8,0 Watt mit LAN (1Gbit connected aber idle), DVI-D TFT (an), USB-Tastatur, USB-Maus
7,4 Watt mit LAN (1Gbit connected aber idle), DVI-D TFT (Standby), USB-Tastatur, USB-Maus
7,0 Watt mit LAN (1Gbit connected aber idle), alles andere abgesteckt

Gemessen mit Brennenstuhl PM 231 E.

Software
* Alle Einstellungen im UEFI auf Standard, außer: on-board Audio und serieller Port deaktiviert, Wake-on-LAN aktiviert, Above 4G Decoding deaktiviert
* Debian Buster (Testing) mit 4.19-er Kernel per netinst, Minimalinstallation (alles abgewählt)
* coretemp und ftsteutates geladen
* powertop --auto angewendet, außer Abschalten von WoL
https://www.heise.de/forum/c-t/Kommentare-zu-c-t-Artikeln/Heim-Server-im-Selbstbau/Re-D3644-B-und-i9-9900K-kompatibel/posting-33741939/show/

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Den Stromverbrauch habe ich mehrere Tage mit meiner FRITZ!DECT 200 gemessen und kann meinen Augen kaum trauen - ich komme auf nur 3,4 W. Ich werde bei Gelegenheit nochmal mit einem anderen Steckermessgerät messen.
https://www.heise.de/forum/c-t/Kommentare-zu-c-t-Artikeln/Heim-Server-im-Selbstbau/Re-Probleme-Fujitsu-D3644-und-Debian-Installation/posting-33461112/show/

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Hardwarelux-Forum gibt es noch IDLE-Werte...

Hier: )10 Watt kommt mir zuviel vor - im Vergleich zu allen Werten die ich bislang zu dem Board (und dem Vorgänger gesehen habe)... ?!?!

Package-C10: https://www.heise.de/forum/c-t/Kommentare-zu-c-t-Artikeln/Heim-Server-im-Selbstbau/Re-D3644-B-und-i9-9900K-kompatibel/posting-33756938/show/

Stefan (Team)
22.02.2019
Der Verbrauch ist sogar ziemlich gut oder kannst Du mir ein anderes Board mit dem Sockel 1151 und Serverchipsatz nennen, welches mit 8GB DDR4 ECC und einer PCIe 3.0 x4 SSD weniger verbraucht ? Die Ct hatte vor einiger Zeit mal ein 10 Watt System (ohne Serverchipsatz ohne ECC ohne PCIe 3.0 x4 SSD) aufgebaut bei dem dann sogar LAN deaktiviert wurde um auf 10 Watt zu kommen. Und das unter Windows 10.

HDD
22.02.2019
13 bzw. 15 Watt mit einer HDD scheint mir zuviel für dieses Board. Daher habe ich nach den C-States gefragt. Oder ist das ATX-Netzteil sehr ineffizient?

Stefan (Team)
21.02.2019
Probier doch aus ob der Speicher funktioniert. Wenn nicht schickst Du ihn zurück. Wir haben nur den hier beschriebenen Speicher ausprobiert.

Lucky
19.02.2019
Ist der Speicher trotzdem nutzbar? Ist halt Taktfrequenz 2400 und soll auch ECC haben. Den von Euch vorgeschlagenen Speicher gibt es bei Kingston nicht mehr (discontinued).

Lucky
19.02.2019
Hallo,

Vorsicht: Ich habe den von Euch verlinkten Speicher bestellt und einen anderen Speicher KTD-PE424S8/8G erhalten. Also nach Erhalt überprüfen.

Stefan (Team)
19.02.2019
1. Beim Mirror werden natürlich 2 Festplatten eingesetzt. 15 Watt im Leerlauf unter FreeBSD / FreeNAS, unter Windows 10 sind es 13 Watt.

Felix
18.02.2019
Noch ein Update von meiner Seite: ECC ist bei meinem Board wohl doch aktiv. "Disabled" im Bios zu setzen scheint daran nichts zu ändern. Das führte dazu, dass ich die Ausgabe fehlinterpretiert habe. Zum Auslesen des Prozessorregisters habe ich für ältere Prozessoren hier ein C-Programm gefunden:
https://hardforum.com/threads/ecc-check-on-intel-i3-processors.1693051/
Das habe ich kurzerhand auf die korrekten Offsets angepasst und hier hochgeladen:
https://pastebin.com/FdRTydbw
Wer also prüfen will, ob sein Speichercontroller ECC als aktiv meldet, kann dieses C-Programm dafür verwenden. Natürlich ohne Gewähr, dass alles funktioniert und auch die richtigen Werte ausliest. (Es wurde auf Linux mit dem Pentium G5400 getestet, könnte aber auch auf anderen Systemen und mit Prozessoren ab Skylake funktionieren...)

HDD
17.02.2019
15 Watt im Leerlauf - gerade bei diesem Board - ist recht viel. Mehr als 10 Watt sollte das im Leerlauf mit ATX-Netzteil nicht schlucken. C-States? FreeNAS/FreeBSD?

HDD
17.02.2019
ZFS mit nur einer HDD? Dann verzichtet man auf die Selbstheilung...
2 HDDs sollten es schon sein, um einen Mirror zu bauen.

Stefan (Team)
17.02.2019
Wenn Du kein ECC benötigst, wäre die günstigste Möglichkeit das Gigabyte B360M D2V (kein ECC, 6x SATA)

Rolf
16.02.2019
Könnt ihr eine Empfehlung für ein stromsparendes Board geben, wenn man auf ECC verzichten wollte?

Stefan (Team)
15.02.2019
ECC sollte ziemlich sicher (so gut man das eben testen kann) funktionieren. Intel gibt für den C246 Chipsatz mit diesem Pentium Prozessor jedenfalls an, dass ECC unterstützt wird. ECC dürfte laut Intel nur auf Core i5 und Core i7 Prozessoren NICHT funktionieren.

Bee
15.02.2019
Habt ihr getestet ob ECC bei dem Mainboard hier auch wirklich aktiv ist und funktioniert? Das Datasheet dazu (https://sp.ts.fujitsu.com/dmsp/Publications/public/DS-D3644-B.pdf) sagt auf Seite 2 unten:
ECC support for XEON processors only

Nachdem das Board jetzt wieder lieferbar ist, würde ich eure Zusammenstellung gerne nachbauen. Zögere nur noch wegen der ECC unsicherheit. Aber auf jeden Fall schon einmal Danke für den Artikel.

Stefan (Team)
15.02.2019
Ich kann das hier natürlich nicht testen, da ich keinen Intel Xeon E hier habe. Es sollte aber laut Intel Dokumentation funktionieren, denn Voraussetzung für die Intel Active Management Technik ist ein Xeon Prozessor und ein Intel Serverchipsatz. Das hättest Du ja dann beides.

Lucky
14.02.2019
Hallo,

mit Interesse habe ich den Artikel gelesen, da ich gerne mein QNAP gegen ein FreeNAS-System austauschen möchte. Ich würde gerne die vorgeschlagene Konfiguration nehmen, allerdings einen XEON E-2124G bevorzugen, um Remote auf die Kiste zugreifen zu können (Intel AMP). Ist dies in dieser Konfiguration dann möglich? Mit dem Pentium geht es ja wohl nicht.

Felix
14.02.2019
Kurzes Update: Ich habe mir nochmal angeschaut, wie man die ECC-Funktion beim Pentium Gold G5400 verifizieren kann. Es stellte sich raus, dass das Datenblatt [1] fast identisch ist zu Kaby Lake und Skylake. Ich habe also den ECC-Linux-Treiber für den Xeon-E3 hergenommen (ie31200_edac) und im Code testweise die PCI-Device-IDs angepasst. Ging zu laden, Fehler-Counter werden ausgegeben, aber keine Indikation, ob ECC auch aktiv ist. Das kann der Treiber leider nicht.

Im Datenblatt [1] findet man auf Seite 199 das MAD-Register ("Address Decoder Intra Channel Configuration Register") an Adresse 5004h für den ersten bzw. 5008h für den zweiten Kanal. Dieses Register enthält zwei Bit zu "ECC", die entweder 00 ("No ECC active in the channel.") oder 11 ("ECC active in both IO and ECC logic.") sein können. Ich habe also das Kernelmodul erweitert, sodass es mit printk das Register ausgibt. Bei mir war das Resultat 0x3110, womit die zwei ECC-Bit den Wert 00 haben. Damit ist bei mir also ECC inaktiv, obwohl MemTest86 das Gegenteil anzeigt und die Funktion im BIOS aktiviert wurde.

Ich werde in den kommenden Wochen nochmal mit alternativer Hardware (CPU, RAM) testen und danach ein Update geben. Hier kurz noch meine HW: Asus P11C-M/4L (Intel C242), Kingston Server Premier KSM24ES8/8ME DDR4-2400 ECC, Intel Pentium Gold G5400
Falls ich irgendwas übersehen habe, wäre ein Hinweis sehr hilfreich.

[1] https://www.intel.com/content/www/us/en/products/docs/processors/core/8th-gen-core-family-datasheet-vol-2.html

Felix
12.02.2019
Hi,

vielen Dank für den guten Artikel. Ich habe mir vor kurzem fast die gleiche Zusammenstellung, nur mit dem Board Asus P11C-M/4L (Intel C242), besorgt und wollte nun einmal herausfinden, ob ECC auch tut. Ich kann mich da Robert nur anschließen - das ist ziemliches Voodoo.

Wie ihr schon richtig schreibt, hat man im OS keine Chance, das herauszufinden - unter Linux z.B. wird der Speichercontroller im Prozessor von keinem der *_edac-Treiber unterstützt. dmidecode sagt einem nur, dass ECC-RAM verbaut ist. Andererseits zeigt MemTest86 _immer_ "ECC Enabled: Yes", vollkommen egal, ob man die Unterstützung im BIOS aktiviert oder nicht. Heißt, da scheint die Erkennung auch nicht zuverlässig zu laufen. Die Erzeugung von Fehlern wird laut Website des Tools nur in der Pro-Version unterstützt und selbst da nur bei bestimmten Prozessoren [1]. Der Coffee-Lake-Pentium ist nicht darunter.

Nun bleibt die Frage, ob man irgendwie anders die ECC-Funktion testen kann. Ich hoffe ja, dass ECC-Fehler zumindest in den BIOS/IPMI-Logs auftauchen. Das lässt sich nur ohne Fehler schlecht verifizieren. Vom Abkleben eines Datenpins beim RAM wollte ich eigentlich gern absehen, zumal das bei DDR4 nicht so einfach sein dürfte. Eine andere Variante wäre das bewusste Übertakten, Undervolting oder die Reduktion der Latenzen des RAM im BIOS, um Fehler zu provozieren. Das kann mein Board aber leider nicht. Aktuell sehe ich keine weitere Möglichkeit, bei dem Setup ECC zu verifizieren. Vermutlich hilft da nur der Umstieg auf einen Xeon, der zumindest unter Linux vom EDAC-Subsystem erkannt werden dürfte...

[1] https://www.memtest86.com/features.htm#fn3

Stefan (Team)
06.02.2019
FreeNAS hat ganz einfach aufgrund seiner höheren Verbreitung und des größeren Teams (10x mehr Programmierer) für mich die beste Unterstützung. FreeNAS ist konservativer, das stimmt - das ist einfach dem Enterprise-Umfeld geschuldet.

ECC ist eine Sache für sich und teilweise schon recht intransparent. Gerade mit neueren Systemen gibt es immer mal wieder Ärger. Einen Nachteil hat man dadurch aber auf keinen Fall und am Ende entscheidet ja jeder selbst ob er ein System mit ECC oder ohne ECC aufbauen möchte. Da wir viele Anfragen für Systeme mit ECC-Unterstützung bekommen, setzen wir dies hiermit um :)

Stefan (Team)
06.02.2019
Danke für den Hinweis, Du hast Recht es handelt sich um CL15 Speicher. Habe ich im Text berichtigt.

Bee
06.02.2019
Den Speicher habt ihr CL14 angegeben, müsste aber CL15 sein

Marcus
05.02.2019
Vielen Dank für die Info zu den T-Varianten.

Ich bin gespannt auf euren Test.

Stefan (Team)
05.02.2019
Die T-Varianten sind nicht sparsamer als die normalen Versionen, es handelt sich hierbei um den identischen Prozessor, nur mit dem Unterschied dass der Maximaltakt reduziert wurde. Dadurch lassen sich z.B. kleinere Gehäuse oder Kühllösungen nutzen, im Endeffekt muss der im Takt reduzierte Prozessor aber wesentlich länger bei seinem Maximaltakt arbeiten um die gleiche Aufgabe wie der normale Prozessor abzuarbeiten. Der Energieaufwand ist am Ende gleich oder sogar höher, da auch andere Komponenten länger im Active-State verbringen müssen, wie z.B. Chipsatz und Arbeitsspeicher. Ich werde hierzu in der Zukunft mal einen Testaufbau nachreichen.

Nachtrag: einen Test findet ihr hier: Pentium G5400 vs Pentium G5400T - Energie und Effizienzvergleich

Marcus
04.02.2019
Vielen Dank, für die neue Zusammenstellung. Eine ähnliche Konfiguration hatte ich auch schon im Kopf.

Eine Frage habe ich allerdings noch dazu. Ich hätte für das NAS eine stromsparendere CPU genommen, beispielsweise diese hier: G5400T.

Gibt es einen Grund, nicht auf die T-Variante zu setzen?

Robert
04.02.2019
Vielen Dank für diese neue Zusammenstellung und den Test der einzelnen NAS-Komponenten. Habe hier noch 2 Fragen bzw. Anmerkungen dazu:

1. Wieso bewertet Ihr NAS4Free mit "guter ZFS-Unterstützung" und FreeNAS mit "der besten ZFS-Unterstützung"? Beide basieren doch auf dem selbem FreeBSD-OS, haben also den komplett gleichen Unterbau. Momentan bauen beide sogar auf der identischen stable version 11.2 ihr System auf. Wobei in der Vergangenheit NAS4Free sehr viel schneller neue FreeBSD-Kernel verwendet hat als FreeNAS. Beispielsweise war v11.2 innerhalb weniger Wochen in NAS4Free verfügbar, während FreeNAS noch über ein halbes Jahr auf einer (veralteten) 10er Version blieb.
Übrigens heißt NAS4Free neuerdings XigmaNAS https://en.wikipedia.org/wiki/XigmaNAS
Einen technischen Unterschied beim ZFS-System kann ich nicht erkennen. Wie also kommt Ihr zu Eurer Einschätzung?

2. ECC-Unterstützung finde ich gut und sinnvoll und natürlich besonders für Server. Das grundsätzliche Problem besteht jedoch -und das kann man aktuell am RYZEN besonders gut beobachten- im vernünftigen Zusammenspiel der 3 dafür notwendigen Komponenten: CPU+BOARD+RAM, denn alle gemeinsam müssen ECC unterstützen! Und so wie es ausschaut scheinen tatsächlich nur absolute "low-level-Regeln" für die jewiligen ECC-Umsetzungen zu gelten: https://en.wikipedia.org/wiki/ECC_memory#Implementations
Jeder Hersteller darf da wohl etwas anderes einbauen. Einige RAM-Chips scheinen ausschließlich alles intern alleine regeln zu wollen, ohne irgendwohin Informationen zu senden. Viele zeigen nicht einmal an (z.B. im BIOS oder OS), ob oder wann es zu (automatisch korrigierten) Bit-Flips kam und melden vielleicht gar nur -und auch diese Funktion ist "freiwillig"- ob es denn auch Nicht-korrigierbare Bit-Flips aufgetreten sind. Selbst die ganzen spezial und sehr hardwarenah-programmierten "System- und Speicher"-Testprogramme ermitteln meist voneinander abweichende Werte - das habt Ihr ja auch schon selbst festgestellt. ECC -zumindest im Consumer-Bereich- erscheint mir deshalb fast ein wenig wie Voodoo-Magie. Es fehlt hier vollkommen die Transparenz. Man investiert zwangsläufig eben mind. 20% mehr Geld für den ECC-Support, doch dann muss man einfach darauf vertrauen das es funktioniert und wirklich das tut, was es tun soll.
Und das alles obwohl von 1981 bis Anfang der 90er Jahre bereits ALLE IBM-PC von Hause aus einen "Parity-Check" im Arbeitsspeicher eingebaut hatten der einwandfrei funktionierte: http://www.pcguide.com/ref/ram/errChecking-c.html Der Grund weshalb diese Funktion beim IBM-PC dann abgeschafft wurde war Apple, die aus Kostengründen begannen alle ihre Rechner ohne Parity-Check auf den Markt zu bringen. Und so ist das vor fast 30 Jahren aus allen Consumer-PCs verschwunden. Heutzutage aber hat man 100-fach mehr Speicher und ein 100-fach höheres Risiko.
Solange es hier in dem Bereich keine erweiterten, besser definierten, Standard-Schnittstellen zwischen ECC-CPU+ECC-BOARD+ECC-RAM gibt wird sich an dieser Situation zukünftig auch nicht viel ändern. Sehr schade, denn ein Bedarf und Nachfrage ist auf jeden Fall vorhanden. Ein anderer gangbarer Weg, nicht gegen Bit-Flips aber zumindest gegen Bit-Rot (ist viel schlimmer), der zudem auch noch kostenlos ist, ist der Einsatz von SNAPRAID, das sich aber grundsätzlich eher für Daten/Dateien eignet die sich nicht ständig verändern.
Mich würde Eure ehrliche Meinung zur ganzen ECC-Thematik wirklich sehr interessieren. Vielleicht habe ich irgendwo etwas übersehen? Danke und weiter so!

Peter
04.02.2019
Hi,

Debian und D3644 erfordert wohl etwas Handarbeit siehe:

Grafikprobleme bei Installation:
https://www.heise.de/forum/c-t/Kommentare-zu-c-t-Artikeln/Test-Sparsames-Mainboard-Fujitsu-D3643-H-fuer-Intel-Core-i-8000/Re-D3644-vs-Debian/posting-33297616/show/

"Abhilfe schafft wie dort beschrieben das Deaktivieren der Option "Above 4GB decoding" im PCI-Menu des BIOS."

i219LM:
https://www.heise.de/forum/c-t/Kommentare-zu-c-t-Artikeln/Heim-Server-im-Selbstbau/Re-Probleme-Fujitsu-D3644-und-Debian-Installation/posting-33429079/show/

Stefan (Team)
01.02.2019
Ja das Board kostet 150 Euro, was für ein Mainboard mit Serverchipsatz wirklich günstig ist. Die Verfügbarkeit ist aktuell schlecht das stimmt, wir mussten bei Mindfactory auch eine Woche auf das Board warten. Bei der Installation von Debian Linux gab es während der Installation einen Anzeigefehler der Debian Installationsoberfläche, Headless (automatisch) lässt sich dieses aber installieren.

Das D3642-B hat übrigens keinen Serverchipsatz verbaut, daher würde ich dies nicht empfehlen. Ich denke die Verfügbarkeit wird sich in den nächsten Tagen wieder verbessern.

Tim
01.02.2019
Erstmal Danke für das neue Advanced-NAS.
Jedoch ist das Board weder im verlinkten Amazon.de, noch auf geizhals.de europaweit verfügbar. Der Board-Bruder "D3642-B" kostet stolze 147 Euro. Ist das Board dann wirklich so empfehlenswert?

Aus dem Text:
"Wir empfehlen aber die Benutzung des Software-RAIDs von Linux bzw. FreeBSD. In der Vergangenheit haben wir häufig die NAS-Verwaltungsoberfläche OpenMediaVault empfohlen, welche auf ein modernes Debian Linux 9 aufsetzt. In unseren Tests hat dieses System aber besser mit FreeNAS funktioniert."

Frage dazu:
Was hat denn am OMV dann nicht so gut funktioniert?

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