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ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test

Geschrieben am08.03.2021 von Dennis RSS Feed
Heute testen wir dem ASRock DeskMini X300* den neuesten Kandidaten aus der erfolgreichen DeskMini-Reihe von ASRock. Wie der Name schon sagt, kommt hier der X300-Chipsatz von AMD zum Einsatz. Dieser ist optimiert für kleinste Bauformen und richtet sich an Enthusiasten. Das heißt ganz einfach, dass sich z.B. Prozessor und Arbeitsspeicher übertakten lassen.

Den direkten Vorgänger, den ASRock DeskMini A300, haben wir bereits im Erscheinungsjahr 2019 getestet und waren damals sehr begeistert. Noch mehr, als Mitte letzten Jahres ein BIOS-Update kam, dass auch den Einsatz der damals neuen Renoir APUs von AMD ermöglichte. Hierzu haben wir dann auch noch einen Test in Verbindung mit dem, damals neuen, AMD Ryzen 5 PRO 4650G* hinterhergeschoben.

Dieser Test richtet sich an alle, die das DeskMini X300* als Desktopersatz einsetzen wollen. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir dieses Mal auch noch einen Test nachschieben, in dem wir den DeskMini als kleines Selbstbau-NAS testen.

Aber kommen wir nun zumTest und schauen uns dazu als erstes mal den Lieferumfang des ASRock DeskMini X300* und der von uns verwendeten Komponenten an...




Lieferumfang / Unsere Zusammenstellung


Der Lieferumfang des DeskMini X300* besteht aus:
1x ASRock DeskMini X300* , 1x Netzteil extern 120W (19V, 6,32A), 1x Stromkabel, Schrauben (für M.2-SSDs, SATA SSD, M.2 WIFI Modul), 2x SATA-Kabel für 2,5" HDD/SSD, 4 Klebepads (Gummi), 1x CPU-Lüfter, 1x Schnellstartanleitung, 1x Support CD.

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test

Und das sind die Komponenten mit denen wir das Barebonegerät bestückt haben:

KomponenteTypBemerkung
CPUAMD Ryzen 5 PRO 4650G*6-Kern-CPU mit AMD Radeon 7 Graphics (Renoir)
Arbeitsspeicher16GB Kit (2x8GB) HyperX HX432S20IB2K2/16*DDR4 SODIMM 1,2V 3200 MHz
Festplatte250GB Samsung 970 EVO* M.2 SSD (PCI-e, V-NAND, NVMe)
CPU-KühlerNoctua NH-L9a-AM4*Flach und Leise



Externe Anschlüsse



Vorderseite
1x Stereo Klinke (Headset), 1x USB 3.2 Gen. 1 (Typ C), 1x USB 3.2 Gen. 1 (Typ A), 1x Mic-In, 1x Power Button, 2x Status LED

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test

Rückseite
1x Netzteilbuchse, 1x Display Port 1.2 (4K@60Hz), 1x HDMI 2.0 (4K@60Hz), 1x VGA (D-SUB), 1x Gigabit LAN (RJ45), 1x USB 2.0 (Typ A), 1x USB 3.2 Gen. 1 (Typ A), Kensington Lock.

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test



CPU


Das ASRock DeskMini X300* unterstützt alle AMD Prozessoren der Architekturen Renoir, Picasso und Raven Ridge, die auf dem Sockel AM4 basieren und eine maximale TDP von 65 Watt besitzen. Außerdem muss die gewählte CPU natürlich eine interne Grafikeinheit besitzen, da eine dedizierte Grafikkarte im Gehäuse keinen Platz findet.

Wir haben für diesen Test wieder den AMD Ryzen 5 PRO 4650G* benutzt, welchen wir bereits letztes Jahr nachträglich mit dem ASRock DeskMini A300* getestet haben. Dieser 6-Kern Prozessor ist noch immer aktuell und im mittleren Preis- und Leistungsbereich angesiedelt. Wie Eingangs erwähnt kann man mit dem X300-Chipsatz von AMD auch übertakten, dies unterstützt der Prozessor ebenfalls.

Alle technischen Details zum Prozessor und die Möglichkeit ihn zu vergleichen habt ihr auf unserer Prozessorvergleichsseite CPU-Monkey.com.



Netzwerk


Der ASRock DeskMini X300* besitzt einen 1 Gigabit Netzwerkanschluss mit einem Realtek Chipsatz (Realtek RTL8111H). WLAN und Bluetooth ist im Lieferumfang des DeskMini X300* nicht enthalten, kann aber durch eine M.2-Karte (Formfaktor 2230) nachgerüstet werden.

Solltet ihr dies in Erwägung ziehen, ist die Intel Wireless-AC 9260* eine gute Wahl. Es handelt sich hierbei um eine AC-WLAN-Karte mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 1.73 Gbps und integriertem Bluetooth 5.0. Darüber hinaus müsst ihr auch noch 1-2 WLAN Antennen und die passenden Kabel dazu kaufen. Die Bohrungen für die externen Antennen sind im Gehäuse vorgestanzt.

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test


Damit hat sich in diesem Bereich gegenüber dem Vorgänger leider nichts getan, wir hätten uns zum Beispiel einen 2,5 Gigabit Netzwerkanschluss gewünscht.



Datenträger


Der ASRock DeskMini X300* bietet Platz für zwei M.2 NVMe SSDs mit 80mm Länge und für zwei 2,5” SATA3 HDD/SSDs. Wenn ihr eine oder zwei M.2 SSDs verbauen wollt, achtet bitte darauf, dass es sich auch wirklich um NVMe SSDs handelt, denn SATA3-SSDs mit diesem Formfaktor werden vom DeskMini X300* nicht unterstützt.

Einbau:
Die erste M.2 SSD wird oben auf dem Board einfach nur eingesteckt und mit einer der 3 beiliegenden Schrauben fixiert.

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test

Zum Einbau der zweiten M.2 SSD muss man das Mainboard vom Gehäuse abschrauben (4 Schrauben in den Ecken). Auf der Unterseite sieht man dann gleich den Steckplatz. Auch hier muss man die M.2 SSD einfach einstecken und mit einer der beiliegenden Schrauben befestigen.

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test

Die zwei 2,5” SATA3 HDDs/SSDs werden unten im Gehäuse des DeskMini A300* verbaut. Einer der beiden Datenträger wird von der Seite befestigt, der Andere muss von unten verschraubt werden. Hierzu muss das Mainboard einmal kurz entfernt werden. Angeschlossen werden die Datenträger dann mit den beiliegenden Kabeln auf der Unterseite des Mainboards.

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test

Geschwindigkeit
Die 2,5” Datenträger sind mit 6 Gb/s über SATA3 angebunden und können somit theoretisch eine maximale Geschwindigkeit von 600MB/s erreichen. Die Slots für die M.2 SSDs sind mit 4 Lanes per PCIe 3.0 angebunden. Das heißt, dass Diese theoretische eine Übertragungsrate von bis zu 3938 MB/s erreichen können.

Bei den Benchmarks haben wir uns auf die im Testgerät verbaute 250GB Samsung 970 EVO* (M.2 NVME SSD) beschränkt:


Benchmark M.2

EigenschaftWert Bemerkungen
Herstellerangabe - Lesen 3400MB/s 250GB Samsung 970 EVO*
CrystalDiskMark - Lesen 3562MB/s 250GB Samsung 970 EVO*
ATTO Benchm. - Lesen 2930MB/s 250GB Samsung 970 EVO*
Herstellerangabe - Schreiben 1500MB/s 250GB Samsung 970 EVO*
CrystalDiskMark - Schreiben 1539MB/s 250GB Samsung 970 EVO*
ATTO Benchm. - Schreiben 1440MB/s 250GB Samsung 970 EVO*



Arbeitsspeicher


Auf dem Mainboard des ASRock DeskMini X300* können zwei DDR4 SO-DIMM Module mit insgesamt bis zu 64GB (2x32GB) verbaut werden. Bei der Geschwindigkeit wird offiziell Speicher mit bis zu 3200 MHz unterstützt, es können aber natürlich auch Module mit geringerer Taktung verwendet werden.

Wie es der Zufall so will, unterstützt der Prozessor ebenfalls bis zu 64 Gigabyte Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von bis zu 3200 MHz. Solltet ihr einen anderen Prozessor verbauen wollen, müsst ihr euch erst informieren welchen maximalen Speichertakt der von euch ausgewählte Prozessor unterstützt. Das könnt ihr z.B. ganz leicht über unsere Seite www.cpu-monkey.com herausfinden.

In unserem Testgerät haben wir ein 16GB Arbeitsspeicher-Kit (2x8GB) von HyperX (HX432S20IB2K2/16*) verbaut. Dieses taktet mit 3200MHz und funktioniert einwandfrei im DeskMini X300*.

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test

Durch die 2 verfügbaren Speicherbänke lässt sich der Dual-Channel Modus nutzen. Dies ist auf jeden Fall zu empfehlen wenn die interne Grafikeinheit voll ausgenutzt werden soll, da die Grafikleistung so, je nach Prozessor/Grafikeinheit, um bis zu 30% gesteigert werden kann.

Solltet ihr euch für einen anderen Speicher entscheiden wollen, findet ihr hier die Speicher-Support-Listen für die unterschiedlichen Prozessorgenerationen: Renoir, Raven Ridge und Picasso.



Verarbeitung / Design


Gegenüber dem Vorgänger hat sich eigentlich nur die Front des Gehäuses geändert, diese besteht zwar immer noch aus Kunststoff, ist jetzt aber ein bisschen edler gestaltet. In in meinen Augen sieht das neue Design deutlich moderner aus. Ich habe euch hier mal ein Bild von beiden Gehäusen nebeneinander gemacht:

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test

Der Rest des Gehäuses wurde exakt so belassen und das ist auch überhaupt nicht schlimm, denn das Gehäuse ist seit jeher super verarbeitet. Bis auf die Front besteht das Gehäuse des ASRock DeskMini X300* aus einem schwarz eloxiertem Blech und wirkt dadurch schön schlicht.

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test

Sehr gut ist auch, dass sich das Innenleben für den Einbau der Komponenten ganz einfach entfernen lässt. Dafür müssen lediglich die 4 Schrauben auf der Rückseite entfernt werden, danach kann man es ganz einfach herausziehen.

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test

Der Einbau der ausgewählten Komponenten wird so zum Kinderspiel.

Der Lieferung liegen 4 Gummipads bei die man wahlweise so anbringen kann, dass das DeskMini entweder hochkant oder aber flach platziert werden kann. Ich habe mich dazu entschieden das Gehäuse hochkant aufzustellen, da es so weniger Fläche auf dem Schreibtisch blockiert.

Hier ein paar Impressionen des DeskMini X300*:





Ausgabe Audio / Video


Die Audioausgabe erfolgt entweder digital über den HDMI-Port oder analog über den Klinkenstecker auf der Vorderseite. Der HDMI-Port unterstützt dabei die digitale Ausgabe von bis zu 7.1 Kanälen und auch alle neuen HD-Tonspuren werden problemlos wiedergegeben.


Die Videoausgabe kann über den HDMI-Port (Vers. 2.0), den Displayport (Vers. 1.2) oder den VGA-Ausgang erfolgen. Über diese Anschlüsse lassen sich 3 Monitore zur gleichen Zeit in ihrer jeweils maximalen Auflösung betreiben.

Die maximalen Auflösungen sehen wie folgt aus:


Ausgabe Video

EigenschaftWert Bemerkungen
Max. Auflösung HDMI 4096x2160@60HzPixel HDMI Vers. 2.0
Max. Auflösung Display Port 4096x2304@60HzPixel DisplayPort Vers. 1.2
Max. Auflösung VGA 1920x1200@60HzPixel



Grafikeinheit


In dem von uns verwendeten Prozessor ist die AMD Radeon 7 Graphics (Renoir) integriert. Diese iGPU taktet mit 1,90 Gigahertz und besitzt 7 Ausführungseinheiten, sowie 448 Shader. Die FP32-Rechenleistung liegt bei, für eine interne Grafikeinheit sehr guten, 1702 GigaFLOPS.

Das diese Grafikeinheit auch für das ein oder andere Spiel geeignet ist, haben wir bereits in unserem Test mit dem DeskMini A300 ausführlich beschrieben.

Am besten ist es immer in unseren Benchmark-Bereich zu schauen, dort könnt ihr dann die Werte mit einer euch bekannten Grafiklösung vergleichen, um einzuschätzen zu können ob euch die Grafikleistung hier ausreicht.

Wer wissen möchte welche Video-Codecs von der Grafikeinheit unterstützt werden, findet eine Auflistung der wichtigsten Codecs sowie deren Unterstützung ebenfalls auf CPU-Monkey.com.



Lautstärke / Kühlung


Wir haben uns schon von vornherein dazu entschieden, auf den der Lieferung beiliegenden Lüfter zu verzichten und eine Alternative zu verbauen. Das liegt ganz einfach daran, dass wir in der Vergangenheit die der Hardware beiliegenden Lüfter getestet haben und immer wieder zum gleichen Ergebnis gekommen sind. Für eine ausreichende Kühlung ist in den meisten Fällen gesorgt, jedoch ist die Lautstärke jenseits von dem was wir akzeptieren wollen. Als Beispiels hierfür sei unser Test des ASRock DeskMini 310 genannt.

Da wir in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen mit den Lüftern vom Hersteller Noctua gemacht haben, haben wir uns auch hier wieder für einen Noctua-Lüfter entschieden. Da im ASRock DeskMini X300* nicht unendlich viel Platz ist, haben wir uns für den 37mm hohen Noctua NH-L9a-AM4* entschieden, der ideal ins Gehäuse passt.

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test

Mit um die 40,00 EUR ist der Noctua NH-L9a-AM4* zwar nicht günstig, dafür erfüllt er aber unsere Ansprüche in Leistung und Lautstärke voll und ganz. Bei geringer Auslastung erzeugt der Lüfter lediglich einen leisen Luftstrom, den man nur dann hört, wenn man sein Ohr direkt ans Gehäuse des DeskMini A300* hält. Bei Vollauslastung wird der Lüfter dann zwar deutlich hörbar, allerdings ist das Geräusch weit weniger nervig als das bei einem Boxed-CPU-Lüfter der Fall wäre.

Wer noch mal genau sehen möchte wie der Lüfter verbaut wird, der kann gern noch mal in den Test zum DeskMini - A300 reinsehen. Da habe ich das sehr ausführlich beschrieben.


Die Kühlleistung haben wir mit dem Stresstest von AIDA64 getestet. Hier haben wir einmal den Standardtest laufen lassen und danach noch zusätzlich die GPU des Prozessors voll mit ausgelastet. Beim Standardtest blieb der Prozessor mit maximal 52°C weit unter der Maximaltemperatur des Prozessors von 95°C. Beim erweiterten Test, mit zusätzlicher Auslastung der GPU, stieg die Temperatur auf bis zu 69°C und war damit zwar ein ganzes Stück höher, aber immer noch weit von der maximalen Temperatur entfernt.




In dem von uns gewählten Hochkant-Aufbau wurde das Gehäuse nur leicht warm, die ermittelten Werte seht ihr in der folgenden Tabelle:

SeiteLeerlaufVollast
Rechts25,0°C28,4°C
Oben25,5°C37,2°C
Links25,3°C32,3°C
Unten25,1°C31,7°C







Windows 10 – Arbeiten / Medienwiedergabe


Der Startvorgang von Windows ist in sehr schnellen 8 Sekunden erledigt, danach erscheint der Desktop und das ASRock DeskMini X300* ist einsatzbereit.

Für einen Office PC ist die von uns ausgewählte CPU perfekt geeignet. Windows 10 läuft absolut flüssig und auch mehrere Programme auf einmal lassen sich ohne Verzögerung starten und nutzen. Man merkt hier zu keiner Zeit, dass man lediglich mit einem Mini-PC arbeitet.

Um herauszufinden ob die CPU für euch ausreichend ist, schaut am besten in den Benchmarkbereich und vergleicht die Werte mit einer euch bekannten CPU. Hierfür könnt ihr auch unsere Seite CPU-Monkey.com nutzen.

Die Wiedergabe von unterschiedlichsten Videodateien haben mit der Version 19 (Matrix) der Mediacenter Software Kodi getestet, hier liefen alle unsere Testdateien ohne Probleme.



Leistungsaufnahme


Die maximale TDP des von uns ausgewählten AMD Ryzen 5 PRO 4650G liegt bei 65W und somit bei dem was maximal im DeskMini X300* verbaut werden darf.

Wie der Stromverbrauch im Betrieb unter Windows 10 aussieht, haben wir euch nachfolgend aufgelistet:


Energieverbrauch

EigenschaftWert Bemerkungen
Windows Idle 7,0W
Windows "Energie Sparen" (S3) Wird nicht unterstützt!
Power Off Windows (S5) 0,2W
Prime 95 - Stresstest 82,7W
Heavyload - Stresstest 104,6W
AIDA 64 - Stabilitätstest 76,5W
Cinebench 15 Multicore 86,9W
Cinebench 20 Multicore 90,4W
Kodi 1080p Video h.264 21,6W Durchschnittswert
Kodi 4k Video h.264 24,1W Durchschnittswert
Kodi 1080p Video h.265 19,9W Durchschnittswert
Kodi 4k Video h.265 8 Bit 23,2W Durchschnittswert
Kodi 4k Video h.265 10 Bit - 30fps 25,5W Durchschnittswert
Kodi 4k Video h.265 10 Bit - 60fps 31,4W Durchschnittswert



Benchmarks


Nutzt in unserem Benchmark-Bereich auch gern unsere Vergleichsfunktion. Hier können die Werte des ASRock DeskMini X300* zum Beispiel mit dem Vorgänger (DeskMini A300*), dem DeskMini für Intel-Prozessoren (DeskMini 310*) oder auch einer von uns getesteten Intel NUC verglichen werden.


AIDA64 CPUID

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test



AIDA64 GPGPU

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test


AIDA64 Cache Memory Benchmark

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test




Cinebench

EigenschaftWert Bemerkungen
Cinebench R15 OpenGL 72,76fps
Cinebench R15 CPU Single Core 191pts.
Cinebench R15 CPU Multi Core 1516pts.
Cinebench R20 CPU Single Core 490pts.
Cinebench R20 CPU Multi Core 3616pts.
Cinebench R23 CPU Single Core 1262pts.
Cinebench R23 CPU Multi Core 9258pts.






UL 3DMark

EigenschaftWert Bemerkungen
Time Spy 1377pts.
Fire Strike 3660pts.
Night Raid 15459pts.


https://benchmarks.ul.com/




Blender 2.81

EigenschaftWert Bemerkungen
bmw27 230Sek.

ASRock DeskMini X300 mit AMD Ryzen 5 Pro 4650G im Test




Geekbench

EigenschaftWert Bemerkungen
Geekbench 4 Single-Core 5323pts.
Geekbench 4 Multi-Core 24007pts.
Geekbench 4 OpenCL 50564pts.
Geekbench 5 Single-Core 1194pts.
Geekbench 5 Multi-Core 6507pts.
Geekbench 5 OpenCL 14951pts.




7-Zip
Windows 10 Pro* Image (Vers. 1511 – 3,74GB) entpacken/komprimieren:


7-Zip - Windows 10 Image entpacken/komprimieren

EigenschaftWert Bemerkungen
Zeit zum entpacken 5s
Geschwindikeit entpacken 320MB/s
Zeit zum komprimieren 185s
Geschwindikeit komprimieren 8,66MB/s


Die Prozessorauslastung bei der Wiedergabe unterschiedlicher Videodateien haben wir mit Kodi 19.0 (Matrix) unter Windows 10 getestet:


Prozessorauslastung Kodi h.264

EigenschaftWert Bemerkungen
Big Buck Bunny - 1080p - 24fps - h.264 2% Maximalwert
Birds - 1080p - 23,976fps - h.264 2% Maximalwert
The Curvature Earth from Space - 2160p - h.264 2% Maximalwert
Whisper to the Sky - 2160p - 23,976fps – h.264 2% Maximalwert


Prozessorauslastung Kodi h.265 (HEVC)

EigenschaftWert Bemerkungen
TCL - 2160p - 29,970fps - HEVC - 8 Bit 2% Maximalwert
Tears of Steel - 4096x1720 - 24fps - HEVC - 8 Bit 2% Maximalwert
Sintel - 4096x1744 - 24fps - HEVC - 8 Bit 2% Maximalwert
Sintel - 1920x818 - 24fps - HEVC - 8 Bit 2% Maximalwert
7 Wonders - 3840x2160 - 59.940fps - HEVC - 10 Bit 2% Maximalwert




Technische Details

EigenschaftWert Bemerkungen
CPU AMD Ryzen 5 PRO 4650G* Sockel AM4
CPU-Kerne 6
CPU-Threads 12
Architektur Renoir (Zen 2)
Arbeitsspeicher DDR4 SO-DIMM bis 3200 MHz Max. 64GB
Festplatte 2x M.2 2280 PCIe 3.0 x4 (32Gb/s), 2x SATA3 6.0
Grafikeinheit AMD Radeon 7 Graphics (Renoir) - 1,90GHz
Video Ports 1x HDMI 2.0 (4K@60Hz), 1x Display Port 1.2 (4K@60Hz), 1x VGA (1920x1200)
LAN 1x Gigabit LAN Realtek RTL8111H
WIFI Optional erweiterbar M.2 Slot 2230
USB Ports Vorderseite 1x USB 3.2 Gen. 1 (Typ C), 1x USB 3.2 Gen. 1 (Typ A)
USB Ports Rückseite 1x USB 3.2 Gen. 1 (Typ A), 1x USB 2.0 (Typ A)
Audio Ports HDMI Audio, 1x Stereo Klinke (Headset), 1x Mic-In
Audio Chipsatz Realtek ALC233
Netzteil 120W (19V / 6,32A), extern
Betriebssystem vorinstalliert Windows 10 Ready
Abmessungen (B/T/H) 155 x 155 x 80mm
Release (Quartal/Jahr) 04/2020



Einkaufsliste


ArtikelPreis
ASRock DeskMini X300*ca. 140,00 EUR
Prozessor
AMD Ryzen 5 PRO 4650G*0 Euro*
Arbeitsspeicher
16GB Kit (2x8GB) HyperX HX432S20IB2K2/16*, DDR4-3200, 1,2V122 Euro*
Alternativ
32GB Kit (2x16GB) HyperX HX432S20IB2K2/32*, DDR4-3200, 1,2V190 Euro*
16 GB Kit (2x16GB) Crucial Ballistix BL2K8G32C16S4B*, DDR4-3200, 1,2V79 Euro*
32 GB Kit (2x16GB) Crucial Ballistix BL2K16G32C16S4B*, DDR4-3200, 1,2V150 Euro*
16GB Kit (2x8GB) Crucial CT2K8G4SFS832A*, DDR4-3200, 1,2V0 Euro*
32GB Kit (2x16GB) Crucial CT2K16G4DFD832A*, DDR4-3200, 1.2V153 Euro*
M.2 SSD
250GB Samsung 970 EVO*70 Euro*
Alternativ
500GB Samsung 970 EVO*66 Euro*
1TB Samsung 970 EVO*155 Euro*
SATA SSD - Optional
250GB Samsung 860 EVO*65 Euro*
500GB Samsung 860 EVO*0 Euro*
1TB Samsung 860 EVO*145 Euro*
Alternativer Lüfter
Noctua NH-L9a-AM4*45 Euro*
WLAN - Optional
M.2 Modul Intel Wireless-AC 9260*27 Euro*
WLAN Antenne - 2er Set*11 Euro*



Fazit


Wer den Test vom ASRock DeskMini A300* gelesen hat wird feststellen, dass es keine großen Unterschiede zwischen diesen beiden Geräte gibt, zu einem Update würde ich daher auch nicht raten. Der größte Unterschied zum Vorgänger besteht darin, dass man den Prozessor und den Arbeitsspeicher übertakten kann. Inwiefern das allerdings in diesem kleinen Gehäuse Sinn macht, muss jeder selbst entscheiden. Der von uns verbaute Prozessorlüfter würde dafür allerdings schon noch etwas Spielraum bieten.

Die Ausstattung des DeskMini X300* ist für das kompakte Design hervorragend. Es lassen sich zwei M.2 NVMe SSDs, plus zwei 2,5“ SATA SSDs verbauen und auch bei den Anschlüssen lässt das Gerät eigentlich keine Wünsche offen. Einen schnelleren Netzwerkanschluss hätte wir uns bei dem für „Enthusiasten“ bestimmten DeskMini X300* zwar gewünscht, abwerten möchten wir ihn deswegen aber nicht.

Wer vor der Entscheidung steht einen Mini-PC zu kaufen, dem kann ich das ASRock DeskMini X300* nur wärmstens ans Herz legen. Wie bereits mit dem Vorgänger (DeskMini A300*) und dem für Intel-Prozessoren geeigneten DeskMini 310*, bekommt man auch hier einen echten Desktopersatz. Der Unterschied zu einem großen Desktop-Rechner liegt eigentlich nur noch darin, dass man hier auf eine dedizierte Grafikkarte verzichten muss.


PositivNegativ
Kompaktes GehäuseKein WLAN
Je nach verbauter CPU, sehr performant
Leise mit entsprechendem Lüfter
Aufrüstbar
Durchdachtes Gehäuse


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Kommentare (18)

Kommentar
Dennis (Team)
Geschrieben am15.09.2021
@Alex
Ich bin mir nicht 100% sicher, aber ich glaube da reicht die Bandbreit nicht.

Gruß
Dennis
Kommentar
Alex
Geschrieben am13.09.2021
Hallo, wäre es mit dem DeskMini möglich einen
Monitor mit der Auflösung 3440x1440 und 144Hz zu betreiben ?

60 Hz wäre ja kein Problem aber 144 Hz, hat jemand damit schon Erfahrung?

Danke.

Mfg
Kommentar
Dennis (Team)
Geschrieben am30.05.2021
@Denis

Danke für den Hinweis, habe ich nachgetragen.
Kommentar
Denis
Geschrieben am28.05.2021
Habt ihr nicht den Prozessor in der Einkaufsliste vergessen?
Kommentar
Detlef
Geschrieben am18.05.2021
Toller Artikel und sehr gut geschrieben!
Kommentar
Dirk
Geschrieben am10.05.2021
Nur ein Info: Es gibt ein neues BIOS für das Asrock x300
Ließ sich bei mir problemlos aufspielen ...
Kommentar
Stefan (Team)
Geschrieben am04.05.2021
Ausprobiert nicht, aber warum sollte das nicht gehen ? Es handelt sich ja um einen normalen SATA Port.
Kommentar
Norbert
Geschrieben am04.05.2021
Hallo,
ich bin gerade auf der Suche nach Komponenten für einen HTPC, den ich in ein PS2-fat-Gehäuse einbauen will. Allerdings sollte da auch ein optisches Laufwerk mit rein. Hat jemand schon getestet, ob am SATA-Anschluß des Mainboards auch optische Laufwerke erkannt werden? Und zur Not muss halt ein USB-Laufwerk herhalten.
Danke und weiter so
Norbert
Kommentar
Roland
Geschrieben am13.04.2021
Hi Dennis, danke für die Rückmeldung! Ich habe mir inzwischen den X300 und weitere Komponenten gekauft und die kleine Box komplettiert. Prozessor Ryzen 5pro 4650G, 16G RAM, 1TB M.2 SSD. Hilfreich war für mich besonders eure Beschreibung der Installation des Noctua NH-L9a-AM4Kühlers. Das System läuft mit Win10pro sowas von flott. Unglaublich!!! Und sehr, sehr leise!!! Nochmal vielen Dank für eure prima Beschreibungen des Zusammenbaus. Wenn man da nur alle paar Jahre dran geht, ist sowas sehr hilfreich. Gruß Roland
Kommentar
Dennis (Team)
Geschrieben am02.04.2021
Hi Roland,

zu 1. würde ich ganz klar zum DeskMini X300* tendieren und das sage ich wo ich beide Versionen kenne. zu 2. kann ich dir leider nichts sagen, da musst du mal recherchieren welcher Prozessor sich dafür besser eignet.

Gruß
Dennis
Kommentar
Roland
Geschrieben am29.03.2021
Hi, erst mal vielen Dank für Test und sehr gute Infos zum x300. Nach 13 Jahren Dual Core möchte ich mir einen neuen kompakten Desktop zulegen. In der ct 6 21 ist der ASRock H470 mit Intel CPU beschrieben, den ich mit i5 10400 betreiben wollte. Nach eurer Beschreibung des x300 tendiere ich nun zu dieser Variante mit Ryzen 5pro4650. Ich bin kein Spieler, nutze den PC zu 80% als OfficePC. Allerdings habe ich inzwischen eine GoPro8 und entsprechendes 4K 60 Video-Material, das ich ohne zu lange Wartezeiten encodieren möchte.
Zwei Fragen an die Experten: 1. Welche der beiden Varianten INTEL oder AMD wäre für mich die Sinnvollere. 2. Welcher Leistungsindex bildet am besten die Leistung der Video-Encodierung ab?
Danke für euer Feedback!
Roland
Kommentar
Dirk
Geschrieben am19.03.2021
... ja, bei den TerminalEingaben fehlen ein paar Bindestriche.

Wer sich auskennt, weiß darum aber.

Mein zweiter Versuch, kann somit gelöscht werden )
Kommentar
Dennis (Team)
Geschrieben am14.03.2021
Irgendwas scheint bei dir mit der Formatierung nicht zu funktionieren. Ich habe es letztes mal schon versucht zu fixen, weiß aber nicht ganz genau wie es gehört. Versuch es doch mal mit einem anderen Browser.
Kommentar
Dirk
Geschrieben am13.03.2021
Ich habe zu danke für Deine Arbeit hier.Irgendwie klappte das eben mit der Formatierung des Textes nicht, deshalb noch mal der Versuch die TerminalEingaben richtig zu schreiben (s.u.).Außerdem noch die vergessene Ergänzung, dass ich mir dieses WLANKit von Asrock eingebaut habe, welches auch gut unter Debian funktioniert (darum auch der Befehl apt install firmwareiwlwifi)# apt purge *nvidia*# apt install firmwareamdgraphics libgl1mesadri libglxmesa0 mesavulkandrivers xserverxorgvideoall amd64microcode# apt install firmwarerealtek# apt install firmwareiwlwifi
Kommentar
Dennis (Team)
Geschrieben am13.03.2021
Hi Dirk,

Danke für die Info mit dem Arbeitsspeicher, habe ihn in die Einkaufsliste mit aufgenommen.

Gruß
Dennis
Kommentar
Dirk
Geschrieben am13.03.2021
Hallo,ich habe die gleiche Konfiguration bis auf einen anderen Arbeitsspeicher. Ich habe folgenden gewählt: Crucial Ballistix SODIMM Kit 16GB, DDR4-3200, CL16181836 (BL2K8G32C16S4B*).

Das läuft bei mir auch sehr stabil, ich bin sehr zufrieden. Da ich gerne Linux nutze, habe ich mich auf die Suche nach einer passenden Distribution gemacht. Bisher zufriedenstellend war nur Debian testing (Debian 11, Bullseye).

# apt purge *nvidia*
# apt install firmwareamdgraphics libgl1mesadri libglxmesa0 mesavulkandrivers xserverxorgvideoall amd64microcode# apt install firmwarerealtek
# apt install firmwareiwlwifi
# echo performance sudo tee sysdevicessystemcpucpu*cpufreqscalinggovernor
diese Programme bzw. firmware musste ich noch installieren.

Unter steam laufen hier grafisch anspruchsvollere Spiele wie Rise of the Tomb Raider sehr zufriedenstellend.

Hat jemand andere Distributionen ans laufen bekommen
Kommentar
Dennis (Team)
Geschrieben am12.03.2021
Hi Robert,

ich bin da ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung vom Übertakten und dieses mal auch leider nicht die Zeit mich da einzuarbeiten. Eventuell hole ich das noch mal nach, kann ich aber nicht versprechen.

So wie ich AMD kenne wird man die neuen APUs bestimmt auch wieder verbauen können. Man braucht hier immer nur erstmal eine ältere CPU für das BIOS-Update, dass ist wenn man alles neu kaufen will natürlich doof, aber besser als wenn es gar nicht geht. Das ist aber nur eine Einschätzung, wissen tu ich das nicht.

LG
Dennis
Kommentar
Robert
Geschrieben am08.03.2021
"Der größte Unterschied zum Vorgänger besteht darin, dass man den Prozessor und den Arbeitsspeicher übertakten kann. Der von uns verbaute Prozessorlüfter würde dafür schon noch etwas Spielraum bieten." Wieso genau habt ihr das denn jetzt gerade nicht einfach mal gemacht Genau das hätte ich gerne gesehen, was man da ggf. noch alles aus der Kiste herausholen kann ohne zu überhitzen ohne das es instabil wird.Wenn ich richtig informiert bin, kann man die NachfolgerZEN3 APUs (die 5xxxGs) von AMD noch in diesem Quartal, also Ende März erwarten. Bislang gibt es keine Garantie das sie im Deskmini laufen werden. Wisst Ihr vielleicht mehr dazu oder wie schätzt Ihr die Lage ein Wird ein BIOSUpdate ausreichend sein um den ZEN3 im DeskMini X300* einsetzen zu können oder wird das eher nicht der Fall sein braucht man zwingend ein komplett neues Chipset

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