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Intel NUC7PJYH im Test mit LibreELEC und unter Windows 10

24.06.2018 von Dennis
Nach dem Test der aktuellen Intel NUC mit Celeron-Prozessor (NUC7CJYH) im letzten Monat, machen wir heute mit dem Test der neuen NUC mit Pentium-Prozessor (Intel NUC7PJYH) weiter. Die Ausstattung der Intel NUC7PJYH ist, bis auf den verbauten Prozessor, identisch zu der der Celeron-NUC. Es bleiben also die bessere Prozessorleistung und eine etwas bessere Grafikleistung, da der Pentium-Prozessor die bessere Grafikeinheit besitzt.

Darüber hinaus, gibt es die Pentium-Variante der NUC ausschließlich als Barbonegerät. Die Celeron-NUC kann man hingegen auch mit einem 32GB eMMC-Speicher, 4GB RAM und vorinstalliertem Windows 10 erwerben (NUC7CJYS).

Wie sich die Pentium-NUC im Bereich als Mediaplayer mit LibreELEC/Windows 10 und als einfacher Office PC schlägt haben wir für euch ausführlich getestet. Im Fazit gehen wir darüber hinaus auch noch auf die Frage ein, wann die Performance der Celeron-NUC ausreicht und wann man besser zur Variante mit Pentium Prozessor greifen sollte.




Aber als erstes starten wir, wie immer, mit den Fakten des Gerätes...


Lieferumfang


Die Lieferung der NUC7PJYH besteht aus folgenden Teilen:
  • Intel NUC NUC7PJYH
  • Netzteil
  • EU-Netzkabel
  • VESA-Halterung
  • Schrauben für VESA-Halterung
  • Dokumente





Externe Anschlüsse


Vorderseite
  • 2 Mikrofone (links und rechts)
  • HDD LED
  • 2x USB 3.0 (1x Charging Port)
  • 3,5mm Klinke (Headset)
  • Power-Button


Linke Seite
  • Kensington Lock
  • SD Kartenleser (SDXC)



Rückseite
  • Netzteilbuchse
  • 2x USB 3.0
  • 2x HDMI 2.0a (4K@60Hz)
  • Gigabit LAN
  • Klinkenausgang mit S-PDIF (Mini-Toslink - Adapter nicht im Lieferumfang enthalten)





CPU


In der Intel NUC7PJYH ist ein Pentium Prozessor der neuesten Generation (Gemini Lake) verbaut. Der Intel Pentium J5005 besitzt 4 Kerne die im Standard mit 1,5GHz takten. Im Turbomodus steigt der Takt bei Single-Core-Auslastung auf bis zu 2,8GHz und bei Multi-Core-Auslastung auf bis zu 2,7GHz pro Kern an.

Gefertigt ist der Prozessor im 14nm verfahren und besitzt eine TDP von nur 10W.

Weitere Details zum Prozessor könnt ihr euch auf unserer CPU-Vergleichsseite www.CPU-Monkey.com ansehen. Dort könnt ihr den Pentium J5005 z.B. auch mit dem Celeron J4005, welcher in der aktuellen Celeron-NUC (NUC7CJYH) verbaut ist, vergleichen.



Netzwerk


Die NUC7PJYH verfügt über einen Gigabit Netzwerkanschluss (Realtek PCIe GBE-Family), ein AC-WLAN mit 433 Mbps (Intel Wireless-AC 9462) und Bluetooth in der Version 5.0.



Die WLAN-Antennen sind bei der NUC intern verbaut. Es ist somit keine externe WLAN-Antenne nötig.



Die NUC erreicht in der Praxis eine Übertragungsgeschwindigkeit von 38MB/s, das ist für intern verbaute Antennen ein guter Wert.





Datenspeicher


Da es sich bei der Intel NUC7PJYH um ein Barebonegerät handelt, sind weder Datenträger noch Arbeitsspeicher vorinstalliert.
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Die NUC bietet Platz für einen 2,5" Datenträger, auf die modernere M.2 Schnittstelle hat Intel bei dem Gerät verzichtet.

Zum Einbau des 2,5" Datenträgers muss man die 4 Schrauben auf der Unterseite entfernen, die untere Abdeckung vorsichtig heraus heben und den Datenträger dann nur noch in den Festplattenkäfig einstecken. Das Festschrauben des Datenträgers ist nicht nötig, da dieser im Käfig automatisch festgeklemmt wird.



Für unseren Test haben wir eine SSD, 250GB Samsung 860 EVO, verbaut. Hier die Benchmarks des Datenträgers:


Benchmark SSD

EigenschaftWert Bemerkungen
Herstellerangabe - Lesen[MB/Sek.] 550 250GB Samsung 860 EVO
CrystalDiskMark - Lesen[MB/Sek.] 562 250GB Samsung 860 EVO
ATTO Benchm. - Lesen[MB/Sek.] 563 250GB Samsung 860 EVO
Herstellerangabe - Schreiben[MB/Sek.] 520 250GB Samsung 860 EVO
CrystalDiskMark - Schreiben[MB/Sek.] 532 250GB Samsung 860 EVO
ATTO Benchm. - Schreiben[MB/Sek.] 534 250GB Samsung 860 EVO




Arbeitsspeicher


Wie bereits erwähnt, muss die NUC vor der Inbetriebnahme auch noch mit Arbeitsspeicher ausgestattet werden.

Die Intel NUC7PJYH unterstützt 1,2V, DDR4, SO-DIMM-Module mit einer Taktrate von bis zu 2400MHz. Die maximale Speichergröße die in der NUC verbaut werden kann liegt bei 2x 4GB, mehr RAM wird nicht unterstützt.

In unser Testgerät haben wir zwei 4GB Module von Crucial (CT2K4G4SFS824A) verbaut. Dieser Speicher taktet mit 2400MHz und ist mit der NUC7PJYH voll kompatibel. Alle unsere Tests liefen mit diesem Speicher problemlos durch.

Alternativ funktionieren auch die 4GB Module von Kingston (HX421S13IBK2/8). Diese takten allerdings nur mit 2133MHz und sind dabei auch noch etwas teurer.




Verarbeitung / Design


Das Gehäuse der NUC7PJYH besteht fast ausschließlich aus Kunststoff, lediglich die untere Abdeckung ist aus schwarz eloxiertem Blech gefertigt.

Die obere Abdeckung hat ein schwarzes hochglänzendes Klavierlackfinish, was im ersten Moment sehr edel aussieht. Nach wenigen Augenblicken setzen sich dann aber schon die ersten Staubkörner auf der Oberfläche ab, die Oberfläche wirkt dabei fast wie ein Staubmagnet. Beim Säubern der Abdeckung muss man gut aufpassen, da das falsche Tuch sehr schnell kleine Mikrokratzer hinterlässt.

Die Verarbeitung im Allgemeinen ist für die verwendeten Materialien aber ordentlich. Hier wackelt nichts und durch die Gummifüße steht das Gerät auch sicher an seinem Platz.

Das Design ist schön schlicht und eignet sich dadurch sehr gut als HTPC fürs Wohnzimmer.

Die VESA-Halterung ist aus schwarz eloxiertem Blech gefertigt und sieht sehr hochwertig und stabil aus. Egal wo ihr die Halterung anbaut, bevor hier was kaputt geht, verabschieden sich alle anderen Teile drumherum.

Die Abmessungen des Gerätes von 115 x 111 x 51mm zeigen warum die NUC7PJYH ein Mini-PC ist. ;-)




Ausgabe Audio Video


Die Audioausgabe kann digital über die beiden HDMI-Ports oder über den kombinierten 3,5mm Klinken-S/PDIF-Ausgang auf der Rückseite erfolgen. Einen Adapter von 3,5mm Klinke auf Toslink liegt der Lieferung nicht bei. Möchtet ihr diesen Ausgang also nutzen, müsst ihr, sofern ihr kein Kabel mit Mini-Toslink Stecker habt, diesen Adapter noch besorgen.

Alternativ kann man den Ton auch analog über den kombinierten 3,5mm Klinken-S/PDIF-Ausgang auf der Rückseite oder über die Headset-Klinkenbuchse auf der Vorderseite abgreifen.

Beide HDMI Ports unterstützen die Ausgabe von bis zu 7.1 Kanälen inklusive HD-Audio. Die Wiedergabe der HD Tonspuren haben wir sowohl unter Windows 10 (Kodi Version 17.6), als auch unter LibreELEC (Vers. 9.0 - Alpha) getestet. Mit beiden Systemen konnten die Tonspuren problemlos wiedergegeben werden.


Durch die 2 vollwertigen HDMI Ports mit der Spezifikation 2.0a lassen sich parallel bis zu 2 Monitore in voller 4k Auflösung mit 60Hz betreiben. Darauf haben sicher viele Benutzer gewartet, bisher haben die kleinen NUCs nämlich 4k nur mit 30Hz unterstützt.

Hier die Übersicht der maximalen Auflösungen der einzelnen Ausgänge:


Ausgabe Video

EigenschaftWert Bemerkungen
Max. Auflösung HDMI[Pixel] 4096x2160 @ 60Hz HDMI 2.0a - >>> 2 Ports <<<



Grafikeinheit


Die in der Pentium-NUC verbaute Grafikeinheit Intel HD Graphics 605, ist mit 18 EU (Execution Units) ausgestattet und besitzt einen Standardtakt von 0,25GHz. Im Turbomodus kann der Takt auf bis zu 0,80GHz gesteigert werden kann.

Damit ist die Grafikeinheit der Pentium-NUC etwas performanter als die des kleinen Bruders mit Celeron-Prozessor (NUC7CJYH).

Wie bei der Celeron-NUC ist auch diese Grafikeinheit für den Einsatz als HTPC oder Office PC absolut ausreichend, für mehr ist Diese aber nicht geeignet. Schaut am besten in den Benchmarkbereich und vergleicht die Grafikleistung mit einer euch bekannten Grafik um einzuschätzen ob die hier verbaute Grafikeinheit für euren Einsatzbereich ausreicht.



Kühlung / Lautstärke


Die Kühlung der Intel NUC7PJYH wird über einen intern verbauten Lüfter, der über einen Kühlkörper die Wärme vom Prozessor ableitet, verwirklicht.




Befindet sich das Gerät im Leerlauf ist der Lüfter so gut wie nicht wahrnehmbar. Sobald das Gerät anfängt zu arbeiten steigt allerdings auch das Lüftergeräusch an. Bei voller Auslastung wird der Lüfter sogar recht laut. Das der Lüfter überhaupt so stark aufdrehen muss, liegt meiner Meinung nach an dem recht kleinen Kühlkörper. In dem Mini PC von Minix (NEO N42C-4) den ich kürzlich getestet habe, war der Kühlkörper um einiges größer und dort musste der Lüfter gar nicht so hoch drehen um eine ausreichende Kühlung zu gewährleisten.

Das klingt im ersten Moment schlimm, ist es aber eigentlich nicht. Nutzt man das Gerät als HTPC im Wohnzimmer geht das Lüftergeräusch erstens in den Umgebungsgeräuschen unter und zweitens wird die NUC hierbei sowieso nicht mal Ansatzweise stark ausgelastet, so dass der Lüfter nie seine maximale Umdrehungszahl erreicht.

Nutzt man das Gerät als PC in näherer Umgebung (z.B. auf dem Schreibtisch) kann man im BIOS ein wenig mit der Lüftersteuerung rumspielen und dort z.B. die maximale Umdrehungszahl herunter und die Temperatur ab der der Lüfter anspringt etwas hoch setzen. Damit bleibt der Lüfter dann auch weitestgehend ruhig.

Man muss hierbei auch keine Angst haben das der Prozessor zu heiß wird. Mit den Standardeinstellungen des Lüfters beim Stabilitätstest mit AIDA64 sieht man, dass die CPU bei einzelner Auslastung nie wärmer als 74°C wurde. Bei gemeinsamer Auslastung der CPU und GPU stieg der Wert auf maximal 68°C. Beide Temperaturen sind damit noch weit von der maximal möglichen Temperatur des Prozessors von 105°C entfernt.



Das Gehäuse wurde während des Stabilitätstests nicht viel wärmer als im Leerlauf:

SeiteSituationTemperatur
OberseiteLeerlauf32°C
OberseiteVolllast32°C
UnterseiteLeerlauf28°C
UnterseiteVolllast29°C




Windows 10 – Arbeiten Medienwiedergabe


Der Startvorgang von Windows 10 Professional dauert knapp 18 Sekunden, danach erscheint der Desktop und die NUC ist einsatzbereit. Das ist ein normaler Wert von Mini-PCs dieser Leistungsklasse.

Der hier verbaute Pentium Prozessor ist für mich das Minimum was man benötigt um einen Office PC zu betreiben. Wo der NUC mit Celeron Prozessor schon die Segel bei mehreren offenen Fenstern streicht, hat man mit der Pentium-NUC noch etwas Luft nach oben. Für alle einfachen Arbeiten ist das Gerät ausreichend, sollte man jedoch regelmäßig, viel und lange mit dem Gerät arbeiten wollen, wird man sicher irgendwann an den Punkt kommen wo der Prozessor nicht mehr ausreichend ist, dafür empfehle ich dann mindestens ein Gerät mit einem Intel i3 Prozessor.

Um herauszufinden ob die CPU für euch ausreichend ist, schaut am besten in den Benchmarkbereich und vergleicht die Werte mit einer euch bekannten CPU. Hilfreich dabei ist dabei auch unser CPU Vergleich auf www.CPU-Monkey.com.

Wenn ihr das Gerät unter Windows als HTPC verwenden wollt, eignet sich das Gerät hervorragend. Die Medienwiedergabe unter Windows 10 habe ich mit der aktuellen Kodi Version 17.6 (Krypton) getestet. Unter Windows ließen sich damit alle aktuellen Audio- und Videoformate problemlos wiedergeben.

Nähere Details zur Auslastung beim Abspielen verschiedener Videoformate findet ihr weiter unten bei den Benchmarks.



Leistungsaufnahme


Die maximale TDP des in der Intel NUC7PJYH verbauten Intel Pentium J5005 liegt bei niedrigen 10W.

Diese niedrige TDP schlägt sich dann auch im Stromverbrauch wieder. Wie dieser im Betrieb unter Windows aussieht, könnt ihr euch hier ansehen:


Energieverbrauch

EigenschaftWert Bemerkungen
Windows Idle[W] 7,1
Windows "Energie Sparen" (S3)[W] 0,6
Power Off Windows (S5)[W] 0,3
Prime 95[W] 21,3
Heavyload[W] 21,7
AIDA 64 - Stabilitätstest[W] 17,5 Standard-Test
Cinebench 11.5 Multicore[W] 17,5
Cinebench 15 Multicore[W] 17,9
7zip Benchmark[W] 18,3
Kodi 1080p Video h.264[W] 12,7 Durchschnittswert
Kodi 4k Video h.264[W] 13,4 Durchschnittswert
Kodi 1080p Video h.265[W] 16,2 Durchschnittswert
Kodi 4k Video h.265 8 Bit[W] 12,9 Durchschnittswert
Kodi 4k Video h.265 10 Bit - 30fps[W] 16,9 Durchschnittswert
Kodi 4k Video h.265 10 Bit - 60fps[W] 17,4 Durchschnittswert



Benchmarks


AIDA64 CPUID





AIDA64 GPGPU




AIDA64 Cache


Cinebench

EigenschaftWert Bemerkungen
Cinebench 11.5 OpenGL[fps] 19,27
Cinebench 11.5 CPU Single Core[pts.] 0,92
Cinebench 11.5 CPU Multi Core[pts.] 3,18
Cinebench 15 OpenGL[fps] 20,05
Cinebench 15 CPU Single Core[pts.] 71
Cinebench 15 CPU Multi Core[pts.] 245





Futuremark 3DMark

EigenschaftWert Bemerkungen
Time Spy[pts.] 180
Fire Strike[pts.] 615
Sky Diver[pts.] 2249
Cloud Gate[pts.] 3838
Ice Storm[pts.] 28996



http://www.futuremark.com




Futuremark PCMark 8

EigenschaftWert Bemerkungen
Home Conventional[pts.] 1830
Creative Conventional[pts.] 1904
Work Conventional[pts.] 2048



http://www.futuremark.com




Geekbench

EigenschaftWert Bemerkungen
Geekbench 3 Single-Core[pts.] 2157
Geekbench 3 Multi-Core[pts.] 6873
Geekbench 4 Single-Core[pts.] 2080
Geekbench 4 Multi-Core[pts.] 6115
Geekbench 4 OpenCL[pts.] 11083



Um das Windows 10 Pro Image (Vers. 1511 – 3,74GB) zu entpacken, benötigt die NUC7PJYH 0:34 Minuten (47,13MB/s). Das komprimieren des entpackten Images ist in 27:50 Minuten erledigt (0,96MB/s).


7-Zip

EigenschaftWert Bemerkungen
Zeit zum entpacken[Sekunden] 34 Windows 10 Pro Image Vers. 1511
Geschwindikeit entpacken[MB/Sek.] 47,13 Windows 10 Pro Image Vers. 1511
Zeit zum komprimieren[Sekunden] 1670 Windows 10 Pro Image Vers. 1511
Geschwindikeit komprimieren[MB/Sek.] 0,96 Windows 10 Pro Image Vers. 1511



Die Prozessorauslastung bei der Wiedergabe aktueller Videodateien haben wir mit Kodi 17.6 (Krypton) unter Windows 10 getestet:


Prozessorauslastung Kodi h.264

EigenschaftWert Bemerkungen
Big Buck Bunny - 1080p - 24fps - h.264[%] 12 Maximalwert
Birds - 1080p - 23,976fps - h.264[%] 12 Maximalwert
The Curvature Earth from Space - 2160p - h.264[%] 15 Maximalwert
Whisper to the Sky - 2160p - 23,976fps – h.264[%] 13 Maximalwert





Prozessorauslastung Kodi h.265 (HEVC)

EigenschaftWert Bemerkungen
TCL - 2160p - 29,970fps - HEVC - 8 Bit[%] 15 Maximalwert
Tears of Steel - 4096x1720 - 24fps - HEVC - 8 Bit[%] 14 Maximalwert
Sintel - 4096x1744 - 24fps - HEVC - 8 Bit[%] 14 Maximalwert
Sintel - 1920x818 - 24fps - HEVC - 8 Bit[%] 13 Maximalwert
7 Wonders - 3840x2160 - 59.940fps - HEVC - 10 Bit[%] 25 Maximalwert





Medienwiedergabe mit LibreELEC


Getestet haben wir mit der Alpha-Version 9.0 von LibreELEC, da der Prozessor von der aktuellen Stable-Version 8.2.5 nicht unterstützt wird. Das ist aber eigentlich nicht weiter schlimm, da die Version 9.0 trotz Alpha Status schon recht weit fortgeschritten ist. Ich nutze die Version privat schon seit Februar diesen Jahres.

Unter LibreELEC laufen alle unsere Testfiles problemlos, selbst HEVC Material mit 60Hz wird problemlos wiedergegeben.

Bei den Tonformaten ergibt sich das gleiche Bild wie unter Windows, alle Formate werden einwandfrei abgespielt.

Für den Betrieb mit LibreELEC reichen im übrigen 4GB Arbeitsspeicher aus. Als Datenträger kann man eine kleine günstige SSD nehmen, es reicht aber auch ein kleiner USB Stick mit 32GB aus. Hier hat sich der 32GB Integral Fusion bei uns als sehr zuverlässig erwiesen.

Durch das wesentlich schlankere Betriebssystem ist der Stromverbrauch beim Abspielen von Medien aller Art unter LibreELEC meist geringer als unter Windows. Hier der Verbrauch unter LibreELEC und Windows, anhand von ein paar Beispielen, im Vergleich:

Testvideo - Auflösung - FPS - CodecLibreELECWindows
Big Buck Bunny - 1080p - 24fps - h.2649,412,5
Whisper to the Sky - 4096x2160 - 23,976fps – h.26410,113,6
Tears of Steel - 4096x1720 - 24fps - HEVC - 8bit9,912,5
TCL - 3840x2160 - 29,970fps - HEVC - 8bit10,613,8
Samsung UHD 7 Wonders... - 3840x2160 - 59.940 - h.265 10 bit12,816,2



Bedienung als Mediaplayer


Seit der ersten Generation der NUC verbaut Intel in seine Mini PCs einen Infrarotempfänger und auch die NUC7PJYH ist da keine Ausnahme. Durch den CIR (Customer Infrared Receiver) kann man die NUC mit LibreELEC komplett mit einer Universalfernbedienung steuern. Das ist für mich immer das letzte i-Tüpfelchen das so ein Gerät zum idealen Mediaplayer mit LibreELEC macht.

Die NUC unterstützt auch HDMI-CEC, hier aber leider nur das gleichzeitige Ein- und Ausschalten der NUC und des TVs, vorausgesetzt der TV unterstützt diese Funktion.

Als erweiterte Möglichkeit der Steuerung empfehle ich immer gern die Funktastatur Rii mini i8 . Es handelt sich hierbei um eine kleine Tastatur mit Touchpad die hervorragend funktioniert. Das Touchpad ist jetzt nicht super komfortabel, aber es funktioniert. Das kann man von den Touchpads diverser anderer Mini-Tastaturen häufig nicht sagen. Ich nutze diese Funktastatur als Ergänzung zu meiner Logitech Harmony, wenn ich mal eine Tastatur benötige um etwas einzustellen.


Technische Details

EigenschaftWert Bemerkungen
CPU Intel Pentium J5005 1,5 GHz (Turbo bis 2,8 GHz)
Architektur Gemini Lake 14nm
Arbeitsspeicher DDR4 SO-DIMM bis 2400MHz, Max. 8GB 2 Slots vorhanden
Festplatte 1x 2,5
Grafikeinheit Intel UHD Graphics 605 0,25 GHz (Turbo bis 0,8 GHz)
Video Ports 2x HDMI 2.0a 4k@60Hz, HDR-fähig
Card Reader SDXC Slot
LAN 1x Gigabit LAN Typ Realtek GBE Family
WIFI AC-WLAN, Bluetooth 5 Intel Wireless-AC 9462
USB Ports 2x USB 2.0 via internem Header
USB Ports Vorderseite 2x USB 3.0 1 Charging Port
USB Ports Rückseite 2x USB 3.0
Audio Ports 2x HDMI Audio, 1x 3,5mm Toslink, 1x 3,5mm Klinke
Audio Chipsatz Realtek ALC235
Netzteil 65W (19V - 3,4A), extern
Betriebssystem vorinstalliert LibreELEC + Windows 10 Ready
Abmessungen (B/T/H) 115 x 111 x 51mm
Release (Quartal/Jahr) 02 / 2018
Preis bei Amazon[EUR] ca. 170,00 EUR



Einkaufsliste



ArtikelPreis
Intel NUC7PJYH166 Euro
Arbeitsspeicher
2x4GB Crucial CT2K4G4SFS824A, DDR4-2400, 1.2V83 Euro
2x4GB Kingston HX421S13IBK2/8, DDR4-2133, 1.2V108 Euro
SSD
250GB Samsung 860 EVO64 Euro
500GB Samsung 860 EVO103 Euro
1TB Samsung 860 EVO213 Euro
USB Stick
32GB Integral Fusion Mini USB 3.0 (140MB/s lesen, 20MB/s schreiben)19 Euro
64GB Integral Fusion Mini USB 3.0 (140MB/s lesen, 20MB/s schreiben)29 Euro



Fazit


Wie bereits die aktuelle NUC mit Celeron-Prozessor (NUC7CJYH) lässt auch die Pentium-NUC (NUC7PJYH) bei der Verwendung als Mediaplayer, mit LibreELEC oder unter Windows 10, keine Wünsche offen. Die Pentium NUC hat sogar bei dem HEVC-4k-Testfile mit 10 bit und 60FPS nicht schlapp gemacht, hier hatte die Celeron NUC doch ein paar Probleme.

Ehrlich gesagt gibt es hier aber auch nur ein paar Testfiles mit dieser Spezifikation. Alles was heute Standard ist, spielt auch die Celeron-NUC (NUC7CJYH) problemlos ab.

Wo die Pentium-NUC (NUC7PJYH) tatsächlich Vorteile hat, ist wenn man das Gerät als kleinen Office PC nutzen möchte. Hier merkt man schon einen deutlichen Unterschied zwischen den beiden Prozessoren.

Ein kleines Problem bei beiden Geräte ist der etwas laute Lüfter. Hier kann aber, wie erwähnt, durch ein kleines BIOS-Tuning Abhilfe geschaffen werden.

Sowohl die Pentium-NUC (NUC7PJYH), als auch die Celeron-NUC (NUC7CJYH) eigenen sich also ideal als Mediaplayer. Hier muss man selbst wissen ob man bereit ist die 40,00 EUR mehr auszugeben. Schaden tut es natürlich nicht, bei der Verwendung als reiner Mediaplayer reicht, unserer Meinung nach, aber die Celeron-NUC (NUC7CJYH) aus.

Möchte man die NUC auch oder ausschließlich als kleinen günstigen Office-PC verwenden, sollte man aber zur Pentium-Variante (NUC7PJYH) der NUC greifen.

Kommentare (8)


Klaus
13.07.2018
Es gibt Neuigkeiten zum CIR-Problem. Mit BIOS Version 0027 tritt der Fehler "remote stops working after 5 seconds" nicht auf. Bei höheren Version tritt das Problem auf. Siehe: https://forum.kodi.tv/showthread.php?tid=298462&pid=2749737#pid2749737

ACiDC0re
13.07.2018
@Dennis

Erstmal BIOS aktualisiert. Windows neu installiert. Alle Windows updates installiert. Intel Treiber installiert.
4k@60hz gehen :top:

Aber kleine mikroruckler. Zwar keine Tonaussetzer, aber trotzdem nervts. Werde gleich mal libeelec testen.
War bei meinem vorherigen HTPC auch so (10 Jahre alter Core2Duo). Bei Libeelec wars dann weg. Ich sags ja schon immer Windows = WinSH1T

Dennis (Team)
07.07.2018
@ACiDC0re
Da stimmt aber irgendwas nicht. Wenn du das gleiche unter LibreELEC hast, dann hat die NUC eine Macke.

Gruß
Dennis

Dennis (Team)
07.07.2018
@Klaus
Scheint als wenn das ein Linux-Problem ist:

https://forum.kodi.tv/showthread.php?tid=298462&pid=2733648#pid2733648

Gruß
Dennis

ACiDC0re
06.07.2018
Bei 4K60hz bekomme ich unter Windows 10 kein Signal. 4K40hz gehen.
Jedes 4K Video ruckelt und hat Tonaussetzer.

Werde morgen Mal Libreelec testen.

Klaus
02.07.2018
Link zum CIR-Problem:
https://forum.libreelec.tv/thread/12168-intel-nuc-gemini-lake-nuc7cjyh-htpc/?postID=88921#post88921

Dennis (Team)
29.06.2018
Hallo Klaus,

das ist mir im Test nicht aufgefallen. Hast du einen Link wo das Problem besprochen wird?

Gruß
Dennis

Klaus
26.06.2018
Hallo Dennis,
es gibt wohl Probleme mit dem CIR (Customer Infrared Receiver) in Verbindung mit einer Universalfernbedienung (z.B. Harmony 350). Nach einiger Zeit trennt der CIR die Verbindung. Kannst du dazu etwas sagen?

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