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Fideco externes Festplattengehäuse USB 3.1 für PCIe M.2 NVME SSD

Geschrieben am12.06.2020 von Dennis RSS Feed
Heute testen wir mit dem FIDECO M.2 SSD-Gehäuse mal wieder ein mobiles kleines Gehäuse für eine M.2 PCIe NVMe SSD. Genutzt werden kann das ganze z.B. als Alternative zu einem USB-Stick, im Vergleich dazu ist das Gehäuse zwar etwas größer, dafür aber auch wesentlich schneller. Zu den weiteren Vor- bzw. Nachteilen komme ich im Verlauf dieses Tests.

Fideco externes Festplattengehäuse USB 3.1 für PCIe M.2 NVME SSD

Für den Test haben wir ein aktuelles MacBook Pro mit USB 3.1 Gen. 2 verwendet, auf den Test an einem USB 3.0 Port haben wir dieses mal verzichtet, da man so die Geschwindigkeitsvorteile dieses Gehäuse eh nicht nutzen könnte. Sollten euch nur USB 3.0 Ports zur Verfügung stehen, könnt ihr aber zur SATA-Variante des FIDECO M.2 SSD-Gehäuses greifen.



Lieferumfang / Zusammenstellung


Der Lieferumfang des FIDECO M.2 SSD-Gehäuses sieht wie folgt aus:

  • FIDECO M.2 SSD-Gehäuse
  • USB-C auf USB-A Kabel (30cm)
  • Adapter USB-A auf USB-C
  • Wärmeleitpad für M.2 SSD (liegt im Gehäuse)
  • Schraubendreher
  • 2 Satz Schrauben
  • Kurzanleitung, Garantiekarte

Fideco externes Festplattengehäuse USB 3.1 für PCIe M.2 NVME SSD

Als M.2 SSD nutzen wir in diesem Test eine 480GB Corsair Force MP510. Diese NVME M.2-SSD mit PCIe 3.0 x4 kann, laut Hersteller, Geschwindigkeiten von bis zu 2000 MB/s beim Lesen und 3480 MB/s beim Schreiben erreichen.



Funktionsumfang


Im FIDECO M.2 SSD-Gehäuse können M.2 PCIe NVME SSDs mit M-Key oder M+B-Key im Format 2230, 2242, 2260 und 2280 verbaut werden.

Die maximale Geschwindigkeit, die über das FIDECO M.2 SSD-Gehäuse möglich ist, wird durch USB 3.1 Gen. 2 begrenzt und liegt bei 10 Gbit/s, was einer theoretischen Übertragungsrate von 1200MB/s entspricht. In der Praxis werden an USB 3.1 Gen. 2 Geschwindigkeiten von um die 1000 MB/s erreicht. Hier sieht man, dass die von uns verwendete 480GB Corsair Force MP510 eigentlich oversized ist, da die maximale Geschwindigkeit bei weitem nicht erreicht werden kann. Theoretisch ist es daher auch möglich eine günstigere M.2 SSD mit einer geringeren Datenrate zu verwenden.



Optik, Haptik, Verarbeitung, Größe


Das FIDECO M.2 SSD-Gehäuse ist aus schwarz eloxiertem Aluminium gefertigt und wirkt sehr hochwertig, selbst die seitlichen Abdeckungen sind aus schwarz eloxiertem Metall. Links und rechts an der Seite hat das Gehäuse mehrere Öffnungen und auf der Oberseite Kühlrippen die eine ausreichende Kühlung, der verbauten M.2 SSD, gewährleisten soll.



Das Design ist schön schlicht und gefällt mir persönlich sehr gut.

Die Größe des FIDECO M.2 SSD-Gehäuse liegt bei 103 x 34 x 12mm. Je nachdem mit was man das Gehäuse jetzt vergleicht ist es entweder schön kompakt oder etwas größer. Hier einfach mal das Gehäuse im Vergleich mit einem externen 2,5" SSD-Gehäuse und mit einem USB-Stick (Sandisk Pro).

Fideco externes Festplattengehäuse USB 3.1 für PCIe M.2 NVME SSD


Der Zusammenbau


Der Zusammenbau ist super simpel.

Als erstes einfach mit dem beiliegenden Schraubendreher die 2 Schrauben der Abdeckung, auf der Seite des USB-C Ports, entfernen und alle Teile aus dem inneren herausholen. Die restlichen Schritte zeige ich euch kurz in der folgenden Galerie...




Jetzt schiebt ihr die Platine samt installierter M.2 SSD wieder zurück in das Gehäuse und schraubt die Abdeckung wieder dran. Das ganz ist etwas fummelig, da das Wärmeleitpad klebt und nur wenig Platz zwischen Gehäuse und Pad vorhanden ist. Ich habe das Pad daher etwas "platt" gedrückt und die Platine vorsichtig reingeschoben. Zumindest beim 2. Versuch, beim Ersten hat sich natürlich alles verkantet und ich musste das erstmal vorsichtig wieder raus pulen. ;)





Benchmarks / Praxis-Geschwindigkeit


Wie bereits erwähnt ist das FIDECO M.2 SSD-Gehäuse in der Lage Geschwindigkeiten von bis zu knapp 1000 MB/s zu erreichen. Als erstes haben wir daher mal ein paar Benchmarks durchlaufen lassen:



Hier sieht man, dass das FIDECO M.2 SSD-Gehäuse theoretisch an die 1000 MB/s rankommt. Da es in der Praxis aber etwas anders aussieht, haben wir uns noch mal 3 Szenarien einfallen lassen und dabei die Übertragungsgeschwindigkeit beobachtet.

Szenario 1:
Kopieren von 2 großen Dateien je 56,8GB

Die maximale Geschwindigkeit von ca. 790 MB/s konnte knapp 30 Sekunden gehalten werden, danach hat sich die Geschwindigkeit bei ca. 550 MB/s eingependelt.


Szenario 2:
Kopieren von vielen mittelgroßen Bilddateien unterschiedlicher Größe

Da nicht alle Dateien gleich groß sind, schwankt die Übertragungsrate hier die ganze Zeit zwischen 300 und 400 MB/s, wobei kurzzeitig auch 450MB/s erreicht werden. Im Durchschnitt lag die Übertragungsrate schätzungsweise bei ca. 370 MB/s.


Szenario 3:
Kopieren von sehr vielen 18kb Textdateien

Hier schwankte die Geschwindigkeit zwischen 2 und 4 MB/s, mit kurzen aureißern nach oben (8MB/s) und unten (<1MB/s). Da ich sowas noch nie getestet hatte, habe ich mir mal einen USB 3.0-Stick geschnappt um zu sehen wie schnell es damit ist. Der JetFlash Extreme kam dabei auf um die 1 MB/s. Damit sieht das Ergebnis des FIDECO M.2 SSD-Gehäuse gar nicht mehr soooo schlecht aus.



Wärmeentwicklung


Wie warm die M.2 SSD im Gehäuse wird konnten wir leider nicht auslesen, da dieser Wert über USB nicht zur Verfügung steht.

Das Gehäuse wurde bei längeren Kopiervorgängen bis zu 41° C warm, zu kompletten Verbindungsabbrüchen kam es bei unseren Tests nicht.

Fideco externes Festplattengehäuse USB 3.1 für PCIe M.2 NVME SSD

Im ersten Moment dachte ich, dass die Geschwindigkeitseinbrüche bei Szenario 1 und 2 unserer Praxistests davon kommen, dass die M.2 SSD nach einer bestimmten Zeit doch zu warm wird und dann die Geschwindigkeit drosselt. Also habe ich einfach mal folgenden Test gemacht: Ich habe beim Kopiergang der beiden großen Dateien mit einem kleinen akkubetriebenen Handventilator so lange einen kühlen Luftstrom durch das Gehäuse erzeugt, bis das Gehäuse kühler war als bei Raumtemperatur. Der Geschwindigkeitseinbruch kam aber trotzdem. Nach einigen Durchgängen ist mir aufgefallen, dass es immer exakt zur gleichen Zeit passiert ist. Da fiel mir ein das viele M.2 SSDs einen SLC-Cache haben der wesentlich schneller schreiben kann als die restlichen TLC-Speicherzellen. Und das war es auch, nach etwas weniger als 24GB an geschriebenen Daten brach die Geschwindigkeit ein.

Im Nachhinein macht das auch Sinn, denn wäre es ein Temperaturproblem gewesen, hätten die Übertragungsraten höchstwarscheinlich viel mehr geschwankt.



Einkaufsliste


Hier noch einmal Kurz eine Übersicht welche Teile wir für diesen Test genutzt haben:

GehäusePreis
FIDECO M.2 SSD-Gehäuse30 Euro
M.2 SSD
480GB Corsair Force MP510104 Euro
Alternative Kapazität
240GB Corsair Force MP51045 Euro
960GB Corsair Force MP510260 Euro
1920GB Corsair Force MP510284 Euro


Fazit


Das FIDECO M.2 SSD-Gehäuse ist ein sehr gut verarbeitetes M.2-Festplattengehäuse, dass es schafft die Wärme ausreichend abzuleiten. Was die Geschwindigkeit angeht gibt es, meines Wissens nach, zur Zeit keine Alternative. Sowohl der schnellste USB 3.1 Gen. 2 USB-Stick als auch jede SATA SSD kommt nicht an die Geschwindigkeiten dieser Kombination heran.

Die Nachteile gegenüber einem USB-Stick sind die Größe und das man zusätzlich immer mindestens ein Verbindungskabel dabei haben muss. Für eine externe SSD gilt das natürlich nicht, da diese größer ist und auch ein Kabel benötigt. Wo die Kombi aus FIDECO M.2 SSD-Gehäuse und M.2 SSD nicht mithalten kann, ist der Preis, dieser ist in der Tat höher.

Ich persönlich finde aber, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen und kann das FIDECO M.2 SSD-Gehäuse daher allen empfehlen die sich einen schnellen mobilen Speicher zusammenstellen möchten.


PositivNegativ
Sehr Schnelle TransferratenZusätzliches Kabel wird benötigt
Gute VerarbeitungIm Vergleich zu gleichgroßen Datenträgern, höherer Preis
Kompakte Größe gegenüber SSDGröße gegenüber USB-Stick
Keine extra Stromversorgung nötig



Wenn euch dieser Artikel gefallen hat, schaut doch auch mal in meine ähnlichen Artikel:
Schneller USB 3.1 Stick mit M.2 SSD
Schnelle externe Festplatte im Mini-Format mit USB-C 3.1 und NVME M.2 SSD





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