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Worx WR105SI Landroid SO500i Mähroboter der 2. Generation im Test

29.06.2018 von Stefan
Der Worx WR105SI Landroid SO500i ist für Rasenflächen bis 500 m² geeignet und richtet sich an Grundstücksbesitzer, die ihren Rasen automatisiert und gleichmäßig abmähen lassen möchten. Der Landroid Mähroboter arbeitet dabei komplett selbstständig und benötigt nach der Einrichtung im Idealfall nur 1-2 Mal neue Messer pro Saison.



Bei mir mäht seit 3 Jahren ein WORX Landroid WG790E.1 M800 zu meiner vollen Zufriedenheit und mit sehr geringem Pflegeaufwand. Mein älterer Worx M800 ist ein Rasenmähroboter der 1. Generation ohne W-Lan oder anderen Smart-Features wie Wetterabrufen usw. Entsprechend gespannt war ich vor dem Test wie die 2. Generation der Worx Rasenmähroboter abschneiden würde und ob es Worx geschafft hat die kleinen Helfer an den richtigen Stellen zu verbessern.

Als die ersten Rasenmähroboter vor mehr als 5 Jahren auf den Markt kamen waren diese teilweise noch unausgereift. Schon die erste Generation der Worx Rasenmähroboter war hingegen erstaunlich gut durchdacht und hatte am Anfang nur kleinere Softwareprobleme, die der Hersteller schnell in den Griff bekam. Bei der Nachfolgergeneration ist nun Evolution statt Revolution angesagt: Worx hat seinen Mährobotern kleinere Verbesserungen und Optimierungen sowie eine Anbindung an das Heimnetzwerk spendiert.

Die Marke Worx ist in Deutschland noch immer nicht jedem bekannt, findet sich aber immer häufiger in Baumärkten oder im Onlinehandel. Die chinesische Firma hat ihre Produkte dabei trotz ordentlicher Verarbeitungsqualität im preisgünstigen Einstiegsbereich platziert.



Lieferumfang


Geliefert wird der Worx WR105SI Landroid SO500i komplett montiert und ist out-of-the Box einsatzbereit. Mit im Lieferumfang sind 130m Worx Begrenzungsdraht sowie 180 Heringe (Haken) zur Fixierung des Begrenzungsdrahtes. Außerdem legt Worx 9 Ersatzklingen (plus 3 bereits montierte Klingen) sowie 6 Erdschrauben zur Verankerung der Ladestation in der Erde bei. Der hierfür benötigte Sechskantschlüssel wird mitgeliefert.

Bei großen oder sehr verwinkelten Grundstücken müssen ggf. noch Worx Begrenzungsdraht sowie Worx Haken nachgekauft werden. Für einfache Grundstücksformen wird der mitgelieferte Begrenzungsdraht wahrscheinlich ausreichen.

Das Netzteil hat Worx im Vergleich mit dem Vorgänger etwas geschrumpft: statt einem Netzteil mit 60 Watt / 28V legt der Hersteller den neuen Mährobotern nur noch ein 38W / 20V Netzteil bei. Der Grund hierfür ist, dass die neuen Mähroboter aufgrund einer Gewichtsreduzierung (8,8 statt 10,4 kg) einen etwas kleineren Akku (40 Wh statt zuvor 56 Wh) besitzen. Das Netzteil besitzt ein 10m langes Kabel und ist so recht flexibel platzierbar.



Die mehrsprachigen Anleitungen sind gut verständlich und teilweise bebildert. Auf den Worx WR105SI Landroid SO500i gewährt der Hersteller 3 Jahre Garantie. Für die vollen 3 Jahre Garantie muss der Mähroboter auf der Herstellerseite nach dem Kauf einmalig registriert werden.



Installation


Damit der Mähroboter die Grenzen seines neuen Reviers erkennt, muss rund um die zu mähende Rasenfläche ein Begrenzungsdraht verlegt werden. Den Begrenzungsdraht kann man ganz einfach auf der Grasnarbe mit den mitgelieferten Heringen (Haken) im Boden befestigen. Einen separaten Rückfahrdraht wie bei einigen Herstellern üblich, benötigt der Landroid nicht.

Wer möchte, kann den Begrenzungsdraht auch unterirdisch verlegen. Hierfür empfiehlt sich zum Beispiel der WOLF-Garten Rasenkantenschneider. Wir haben den Draht aber oberirdisch einfach auf der Grasnarbe verlegt, da dies nicht nur schneller geht, sondern spätere Änderungen deutlich vereinfacht. Bereits nach 2-3 Wochen wird der grüne Begrenzungsdraht vom Rasen überwuchert und ist dann nicht mehr zu sehen.

Der einzige Nachteil einer Verlegung direkt auf der Grasnarbe ist, dass man Blätter usw. nur sehr vorsichtig zusammenhaken sollte um den Begrenzungsdraht nicht zu beschädigen. Egal für welche Verlegungsart man sich entscheidet: besonders wichtig ist die straffe Verlegung des Begrenzungsdrahtes, damit dieser nicht durchgemäht wird. Außerdem fährt der Mähroboter den Begrenzungsdraht dann deutlich schneller ab.

Bei der Verlegung sollte man zudem darauf achten, Ecken nicht direkt in einem 90-Grad Winkel zu verlegen, sondern in zwei 45-Grad Schritten. Hindernisse, die mindestens 15 cm hoch sind, erkennt der Mähroboter selbstständig. Hier muss kein Begrenzungsdraht verlegt werden. So kann man sich das Verlegen des Begrenzungsdrahtes um Bäume herum meistens sparen. Handelt es sich um kleine oder empfindliche Bäume oder Sträucher, sollte man diese mit dem Begrenzungsdraht schützen. Alternativ lassen sich empfindliche Bäume auch mit einem Nagerschutz aus dem Baumarkt schützen.

Ebenerdige Beete sollten hingegen immer mit einem Begrenzungsdraht geschützt werden, da der Mähroboter diese nicht als Hindernis erkennen kann. Der Worx WR105SI Landroid SO500i verfügt über die neue Mähfunktion "Cut-to-Edge", was mehr oder weniger das Mähen bis zur Kante bezeichnet. In der Tat lassen die neuen Worx Landroids mit dieser Funktion deutlich weniger Rasen stehen als noch die erste Generation der Mähroboter, die ein mittiges Schnittwerk besitzen.

Trotzdem sollte bei der Verlegung des Begrenzungsdrahtes darauf geachtet werden, diesen so zu installieren, dass möglichst keine ungemähte Rasenfläche entsteht, die später manuell mit einem Trimmer gemäht werden muss. Der Mähroboter kann bei Bedarf auch über befestigte Flächen wie eine ebenerdige Terrasse oder einen Weg fahren. Zudem kann der Begrenzungsdraht bis in eine Tiefe von 3-5 cm auch unterhalb von Wegplatten verlegt werden.



Hin und wieder kann es vorkommen, dass man den Begrenzungsdraht reparieren muss, weil entweder der Mäher diesen bei schlechter Verlegung durchgemäht hat, oder z.B. weil man im Nachhinein die Verlegung ändern möchte. Hierfür eignen sich die Worx Landroid Kabelverbinder hervorragend. Die Installation ist sehr einfach und schnell erledigt, da die Kabelenden nicht abisoliert werden müssen. Zudem sind die Verbinder durch die Verwendung eines Klebers wasserdicht und gewährleisten eine gute Verbindung. Die Verbinder werden wie der Begrenzungsdraht auf oder unterhalb der Grasnarbe verlegt und wachsen nach kurzer Zeit vollständig ein.





Ladestation


Die Ladestation ist der Start- und Endpunkt jedes Mähvorganges, den der Worx WR105SI Landroid SO500i durchführt. In die Ladestation kehrt der Mähroboter automatisch zurück, wenn sein Akku zur Neige geht. Fährt der Mähroboter bei niedrigem Akkustand (ca. 30%) an den Begrenzungsdraht, so folgt er diesem automatisch in der richtigen Richtung, bis er die Ladestation gefunden hat.

Die Ladestation ist mit dem Begrenzungsdraht verbunden und speist über das Netzteil eine Niederspannung in diesen ein. Anhand dieser Niederspannung kann der Mähroboter nicht nur seine Mähgrenzen erkennen, sondern anhand der elektrischen Stromrichtung auch die Richtung, in der sich die Ladestation befindet. Diese Niederspannung beträgt ca. 0,2 V und ist im Fälle einer Beschädigung des Begrenzungsdrahtes für Menschen und Tiere absolut ungefährlich.

Da sich der Mähroboter die meiste Zeit in der Ladestation befindet, ist der richtige Aufstellungsort essenziell für die Lebensdauer des Landroids. Nach Möglichkeit sollte ein Sonnen- und Wettergeschützter Standort gewählt werden. Der Landroid darf aber gerne Regen abbekommen. Nicht nur damit er hin und wieder automatisch gesäubert wird, sondern vor allem damit sein Regensensor die aktuelle Wetterlage beurteilen kann. Steht der Landroid komplett geschützt vor Regen, wird er auch bei Regen aus der Ladestation ausfahren und kurze Zeit später wieder zur Ladestation zurückkehren.



Worx hat im Vergleich zur 1. Generation seiner Mähroboter die Ladestationen komplett verändert. Statt wie zuvor vorwärts in diese einzufahren, wird nun seitlich geladen. Das hat den Vorteil, das die Ladestationen deutlich kleiner und unkomplizierter ausfallen. Die Bodenplatte der Ladestation ist so entworfen, dass diese mit der Zeit vom Rasen durchwachsen wird. Später ist von der Ladestation dann kaum noch etwas zu sehen.

Befestigt wird die Ladestation mit sechs Erdschrauben, die mit dem mitgelieferten Sechskantschlüssel in die Erde geschraubt werden. Es empfiehlt sich die Ladestation möglichst ebenerdig zu installieren. Hilfreich ist hier etwas lockere Erde oder Sand.

Über eine LED an der Ladestation zeigt diese den aktuellen Status des Mähsystems an. Dies hat sich in der Praxis als sehr hilfreich herausgestellt, denn man erkennt auf den ersten Blick ob alles in Ordnung ist.

LED-Statusanzeigen:
  • Grün leuchtend: System OK
  • Grün blinkend: Probleme mit dem Begrenzungsdraht (Beschädigung?)
  • Rot leuchtend: OK, Mähroboter wird aufgeladen



Mähtechnik


Der Worx WR105SI Landroid SO500i besitzt ein Schnittwerk mit einer Breite von 18 cm, welches seitlich versetzt (Cut-To-Edge) angebracht ist. Die Schnitthöhe kann über ein Drehrad an der Oberseite des Mähroboters von 20 bis 60 mm eingestellt werden. Der neue Landroid ist mit drei Rädern ausgestattet (die 1. Generation besaß noch vier Räder). Dies ist durch die Gewichtsreduzierung möglich geworden, die älteren Mähroboter sind auf Grund ihres höheren Gewichtes etwas träger. Trotzdem schafft auch der neue Landroid Dank des groben Reifenprofils Steigungen von bis zu 35 Prozent.

Geschnitten wird mit drei scharfen Messern, die den Rasen wirklich schneiden und nicht reißen. Alle 1-2 Monate sollte man die Messer zunächst drehen (um beide Schnittkanten abzunutzen) und dann auswechseln, da sonst der Rasen ausfranst und der Schnitt nicht mehr so schön aussieht.

Eine kleine Anmerkung: bisher waren die Ersatzmesser von Worx immer mit zwei Bohrungen ausgestattet, damit man das Messer bis zu 3x Drehen konnte und erst dann auswechseln musste. Die neuen Messer verfügen nun nur noch über zwei Bohrungen, so dass man diese nur noch halb so lange benutzen kann wie die erste Version der Messer (die ansonsten identisch sind). Es kann hier nur einen Grund geben: Gewinnmaximierung auf Kosten des Kunden und der Umwelt. Hier gibt es zum Glück eine einfache Möglichkeit: Messer von Drittherstellern kaufen, die nach wie vor über zwei Bohrungen verfügen.

Ich kann hier die ECENCE 18 Titan Ersatz-Messer empfehlen, die statt aus Edelstahl über eine Titanbeschichtung verfügen und so eine identisch gute oder sogar bessere Standzeit der Messer ermöglichen. Der Satz mit 18 Messern reicht je nach Rasenfläche und Mähzeit für 2-4 Jahre.



WORX nutzt auch in der 2. Generation seiner Landroids die Mähtechnik "Artificial Intelligence Algorithm", kurz AIA. Dabei nutzt der Mähroboter folgende Logik:

  • Aufprallwinkel auf den Begrenzungsdraht
  • Ausrichtungswinkel vom Begrenzungsdraht weg
  • Länge der zurückgelegten Strecke bis der Roboter wieder auf den Begrenzungsdraht trifft
  • Anhand der elektrischen Stromrichtung innerhalb des Begrenzungsdrahtes

Diese Mähtechnik sieht auf den ersten Blick chaotisch aus, weil der Mähroboter nicht wie ein Mensch Bahn für Bahn mäht sondern kreuz und quer. Das dahinter eine ausgefeilte Logik steckt, bemerkt man erst wenn man den Mähroboter eine Zeit lang beobachtet.

In der Praxis dürfte es natürlich effizienter sein, Bahn für Bahn zu mähen. Dies wäre allerdings nur durch eine Kombination von GPS und GSM (Mobilfunksignal) möglich. Außerdem kommt es bei einem Mähroboter gar nicht auf eine hohe Effizienz an, denn die Mähzeiten werden so eingestellt, dass der Roboter zum Beispiel 1-2 Mal pro Tag mäht. Wird eine Stelle 1 oder 2 Tage nicht gemäht, weil der Mähroboter durch seine Mähtechnik diese Stelle ausgelassen hat, fällt dies nicht auf, da der Rasen nur wenige Millimeter am Tag wächst.

Je nach Größe der Rasenfläche kann es 1-4 Mähzyklen dauern, bis diese komplett abgemäht wurde. Dies fällt aber nicht auf und die Qualität des Rasenschnittes kann sich wirklich sehen lassen. Die Mähgeschwindigkeit des Landroids ist im Vergleich mit anderen Mährobotern übrigens sehr gut, die meisten Mähroboter mähen deutlich langsamer, weil sie über eine umfangreichere Technik verfügen oder schwerer als die Landroids sind. Am Ende zählt neben dem Mähergebnis auch die Zuverlässigkeit bzw. Anfälligkeit gegen Technikmängel. Hier sind die Worx Landroids aufgrund ihrer einfachen Technik wirklich im Vorteil.

Der Mähroboter kann auch in verwinkelten Gärten mit kleinen Flächen arbeiten. Die Mindestbreite des eines Durchganges gibt der Hersteller mit 1 Meter an, in der Praxis funktioniert dies ab ca. 80 cm problemlos.

Wie zuvor kurz erwähnt, besitzt der Worx WR105SI Landroid SO500i einen Regensensor. Im direkten Vergleich zur 1. Generation hat Worx diesen in sofern verändert, dass dieser nun in einer kleinen Mulde sitzt und so Regen besser erkennen soll. Der Sensor an sich besteht aus zwei Metallstiften, die durch den Wasserkontakt Strom leiten. Nach einem starken Regenschauer kann es etwas dauern, bis der Worx wieder an die Arbeit geht. Das ist gewollt, denn auch der Rasen muss ja erst ein bisschen trocknen. Diese Verzögerung lässt sich in den Einstellungen des Mähroboters an die eigenen Vorlieben anpassen.





Einstellungen


Alle Einstellungen des Landroids werden über die App vorgenommen, die kostenlos für Android und iOS erhältlich ist. Nach dem Starten der App müssen zunächst die W-Lan Zugangsdaten eingegeben werden, denn der Landroid benutzt diese um sich mit der App bzw. dem Internet (Firmwareupdates und Wetterdaten) zu verbinden.

Der Landroid kann dann via Scan des QR-Codes oder über die Eingabe der Seriennummer zur App hinzugefügt werden. Danach such die App den Landroid. Hat dieser W-Lan Empfang, wird der Mähroboter automatisch erkannt.



In der App sind eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten vorhanden. Theoretisch kann die App übrigens mehrere Landroids verwalten, das ist aber sicherlich nur für Großgrundbesitzer interessant.

Eine wichtige Einstellung ist die Größe der Rasenfläche, denn anhand der Rasenfläche berechnet der Landroid automatisch die idealen Mähzeiten. Natürlich kann man diese aber auch manuell festlegen.

Zwar mähen die Roboter heute so leise, dass man auch Nachts mähen könnte ohne die Nachbarn zu stören, idealerweise wählt man aber eine Mähzeit von Vormittags bis Mittags. Aufgrund von Tau auf dem Rasen empfiehlt sich zudem den Mäher nicht zu früh mähen zu lassen. Je nach Grundstückslage sollte der Mäher erst zwischen 09:00 und 11:00 anfangen zu mähen. Das Mähergebnis ist bei trockenem Rasen am Besten.



Es lässt sich auch eine Regenverzögerung einstellen. Hier habe ich mit einer Einstellung von 2 Stunden die besten Resultate erzielt. Bei einer zu kurzen Verzögerung ist der Rasen noch zu nass, ist die Verzögerung zu lang mäht der Mähroboter an wechselhaften Tagen teilweise gar nicht.



Arbeitsbereiche


Der Worx WR105SI Landroid SO500i unterstützt bis zu vier Arbeitsbereiche. Die Mähzeit des Roboters kann dann prozentual auf die Arbeitsbereiche verteilt werden. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn ein Grundstück sehr verwinkelt ist und man feststellt, das ein bestimmter Bereich des Rasens zu wenig gemäht wird. Dies tritt zum Beispiel häufig auf wenn Vorder- und Hintergarten nur durch einen sehr kleinen Bereich (z.B. einen Weg) miteinander verbunden sind.



Da der Landroid sich per Zufall über die Rasenfläche bewegt, wird ein kleiner Durchgang eben nicht so häufig befahren. Die Multi-Zonen Funktion ermöglicht es nun diesen Nachteil auszugleichen, indem man dem Mäher z.B. zwei Zonen zuweist (1. Zone wäre in dem Beispiel der hintere Teil und die 2. Zone der vordere Teil des Gartens).

Der Worx WR105SI Landroid SO500i fährt dann bis zum festgelegten Startpunkt der Zone und startet den Mähvorgang dort, statt immer bei der Ladestation den Mähvorgang zu starten. Ich nutze bei mir selber 3 Arbeitsbereiche und das Mähergebnis ist überall gleichmäßig.



Geräuschentwicklung


Mähroboter sind heutzutage ziemlich leise und auch der Landroid macht hier keine Ausnahme. Maximal 63 dB gibt der Hersteller an, identisch zu meinem Landroid der 1. Generation. Bei geöffnetem Fenster ist der Roboter bis auf eine Entfernung von 10-15 Metern wahrnehmbar aber nicht störend. Bei mir mäht der Landroid trotzdem Sonntags nicht, denn in der Regel reichen 5 Tage aus um die Rasenfläche gleichmäßig kurz zu halten.



Mähergebnis


Neben der Zeitersparnis, die uns der Worx WR105SI Landroid SO500i bringt, sind eine hohe Zuverlässigkeit und ein gutes Mähergebnis natürlich ebenso wichtig. Hier kann der kleine Landroid überzeugen und liefert wie die meisten Mähroboter ein absolut tolles Ergebnis ab. Die Gleichmäßigkeit des Rasenschnittes über alle Tage der Saison lässt sich mit einem konventionellen Rasenmäher nicht erreichen.

Die Mulchfunktion des Mähroboters versorgt den Rasen dabei Rund ums Jahr mit neuen Nährstoffen, so dass eine zusätzliche Düngung maximal einmal im Frühjahr erfolgen muss. Dazu schneidet der Landroid kleine Rasenschnippsel die dann zu Boden fallen und als Dünger dienen. Das sorgt für ein sattes Grün und führt den Rasenschnitt der Natur zurück. Das ist natürlich tausendmal besser als den Rasenschnitt in die Biotonne zu werfen nur um dann dem Rasen mit Chemie wieder Nährstoffe zuzuführen.



Ich habe für mich über die letzten Jahre die ideale Schnitthöhe bei 45 mm gefunden. Zu kurz sollte man den Rasen nicht mähen, da er sonst an heißen Sommertagen leicht austrocknen kann.

Um meine auf dem Rasen stehenden Bäume habe ich keinen Begrenzungsdraht verlegt. Der Landroid fährt ab und zu leicht gegen die Stämme der Bäume ohne diese zu beschädigen. Nur sehr kleine oder empfindliche Bäume oder Büsche sollte man per Begrenzungsdraht schützen.



Sicherheit und Sensorik


Die Landroids sind mit zahlreichen Sensoren ausgestattet, um nicht zur Gefahr für Menschen oder Tiere zu werden. So verfügt auch der Worx WR105SI Landroid SO500i über einen Lagesensor, der das Schnittwert stoppt, sobald der Mäher angehoben oder gekippt wird.

Die Anfahrsensoren in der Front reagieren ab einem Druck von ca. 1 kg. Getestet habe ich dies mit einem mit Wasser gefüllten Eimer. Zusätzlich zu den automatischen Abschaltvorrichtungen befindet sich ein großer Not-Aus Taster an der Oberseite des Landroids.

Über eine PIN-Sicherung verfügen die neuen Landroids nicht mehr. Der Mähroboter kann aber zum Schutz vor Dieben an das W-Lan des Besitzers gebunden werden. Dieser Verbund lässt sich nur im Netzwerk des Besitzers wieder lösen (das sollte man bei einem Routerwechsel unbedingt beachten). Wird der Landroid angehoben solange er geschützt ist, erklingt eine (nicht sehr laute) Alarmsirene.



Wartung und Messertausch


Je nach Mähdauer sollte man die Messer des Landroids alle 1-2 Monate drehen und mindestens einmal pro Saison durch neue austauschen. Ansonsten leidet das Schnittbild zu sehr. Bis auf den Messertausch benötigt der Landroid keine weiteren Zuwendungen in der Saison.

Am Saisonende säubere ich meinen Landroid gründlich und entferne den Akku, der bei mir im Haus überwintert. Den Landroid quartiere ich im Winter im Gartenhaus ein. Netzteil und Ladestation können im Freien überwintern. Über das Jahr kann man so mit ca. 1 Stunde Wartungsaufwand rechnen. Im Vergleich zum konventionellen Rasenmähen ist das natürlich nur ein Bruchteil. Ich habe mir durch die Anschaffung eines Mähroboters so 90% der Zeit eingespart.



Firmware Updates


Die Software des Landroids mit dem Namen Amaranthus bestimmt wie dieser mäht und trägt maßgeblich zu einem guten Mähergebnis bei. Die Hersteller entwickeln die Software immer weiter und verbessern so ihre Mähroboter im Mähverhalten.

Daher ist es empfehlenswert in regelmäßigen Abständen (z.B. 1x pro Jahr) ein Firmwareupdate durchzuführen. Das Update kann auf zwei Arten aufgespielt werden:

  • Update über die App via Smartphone oder Tablet (nur 2. Generation der Landroids)
  • Update über einen USB-Stick

Wer das Firmwareupdate lieber über einen USB-Stick einspielen möchte, kann sich die Datei auf der Herstellerseite herunterladen. Es wird hier die Seriennummer des Landroids abgefragt, damit man sich nicht aus Versehen eine falsche Firmware herunterlädt. Der USB-Stick sollte dabei im FAT32-Format formatiert werden.

Unter einer Plastikklappe sitzt der USB-Port, über den das Update dann eingespielt werden kann. Eine genaue Anleitung liefert Worx in der Updateanleitung, die dem Firmwareupdate beiliegt. Die USB-Stick Methode kann auch benutzt werden, um absichtlich auf eine ältere Version zurückzuwechseln.



Deutlich eleganter ist es, das Update einfach vollautomatisch über die App zu starten. Für den Updatevorgang sollte der Landroid ein gutes W-Lan Signal empfangen. Notfalls kann man sich den Mähroboter für das Update einfach auf die Terrasse oder in den Flur stellen, damit das W-Lan Signal stark genug ist.



Akku, Energieverbrauch und Betriebskosten


Der austauschbare Lithium-Ionen Akku des Worx WR105SI Landroid SO500i besitzt eine Brutto-Kapazität von 40 Wh, davon stehen dem Mähroboter aber nur 36 Wh zur Verfügung. Bei Akkus die stark beansprucht werden ist es üblich, einen Bereich von ca. 10% als Reserve zu deklarieren, auf den der Verbraucher keinen Zugriff hat. Dies wirkt sich positiv auf die Batterielebensdauer und auf die über die Zeit auftretende Kapazitätsreduzierung aus.



Der Akku befindet sich auf der Rückseite des Mähroboters in einem wasserdichten Fach, das mit 4 Schrauben gesichert ist. So müssen nur ca. 5 Minuten investiert werden um den Akku auszubauen oder zu tauschen.

Die Betriebskosten des Worx WR105SI Landroid SO500i lassen sich relativ einfach berechnen. Ich gehe bei allen Berechnungen von einem Strompreis von 0,30 Euro pro Kilowattstunde aus. Nehmen wir einmal an, der Akku würde zweimal pro Tag vollständig geladen werden. Das verursacht Kosten in Höhe von 0,03 Euro pro Tag oder 0,9 Euro pro Monat.

Der Standbyverbauch des Systems liegt bei 2 Watt und kostet im Monat ca. 0,43 Euro (0,002 kW * 24 h * 30 Tage * 0,3 € / kWh). Für den regelmäßigen Messertausch (z.B. ECENCE 18 Titan Ersatz-Messer) muss man ca. 4 Euro pro Saison rechnen. Für den Akkutausch alle 5 Jahre rechne ich mit einer Rückstellung von 10 Euro pro Saison.

Damit kostet eine Mähsaison von April bis Oktober ca. 22 Euro und setzt sich wie folgt zusammen:

  • 10 Euro Akkutausch alle 5 Jahre (geschätzt, mein Akku ist aktuell 3,5 Jahre alt)
  • 5,4 Euro Aufladekosten des Akkus (ich rechne mit 50 Wh da bei dem Ladevorgang Verluste auftreten)
  • 4 Euro Messertausch
  • 2,6 Euro Standby-Verbrauch des Mähsystemes (Ladestation und Netzteil)

Als großen Gewinn kann man die Zeitersparnis verbuchen, außerdem ist durch die Mulchfunktion kein oder deutlich weniger Rasendünger erforderlich als wenn man konventionell abmäht. Meistens rechnet sich der Einsatz nur durch die Ersparnis durch den Dünger. Zusätzlich verbraucht ein konventioneller Mäher natürlich auch Strom oder Benzin.



Fazit


Der Worx WR105SI Landroid SO500i macht einen guten Job und gehört dabei zu den günstigeren Mährobotern. Die Installation ist einfach aber kann je nach Grundstücksgröße einige Stunden in Beschlag nehmen. Auch sollte man sich in den ersten Tagen immer mal wieder etwas Zeit nehmen um den Landroid optimal einzustellen. Danach belohnt der Mähroboter seinen Besitzer dafür mit einem tollen Mähergebnis und einer großen Zeitersparnis.

Die Verarbeitung des Landroids ist ordentlich und dem Preis angemessen. Mit der neuen App lassen sich neben den Einstellungen auch Befehle an den Mähroboter senden (Start / Stop / Zurück zur Ladestation).

Worx liefert mit der 2. Generation eine solide Weiterentwicklung seiner bereits guten Mähroboter ab. Erhältlich ist der Worx WR105SI Landroid SO500i für ca. 600 Euro inkl. 3 Jahren Garantie. Für die Installation ist ggf noch zusätzlicher Worx Begrenzungsdraht sowie Worx Haken erforderlich.


PositivNegativ
Angemessener PreisOriginalmesser lassen sich nur noch 1x umdrehen
Einfache Installation und geringer WartungsaufwandBetriebskosten etwas höher als konventioneller Rasenmäher
Leise
Ordentliche Verarbeitung
Regelmäßige Firmwareupdates




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