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Zotac ZBOX CI327 nano im Test mit Windows 10 und LibreELEC

01.03.2018 von Dennis
Heute testen wir mit der Zotac ZBOX CI327 nano den ersten Mini PC aus dem Hause Zotac auf Elefacts. Die ZBOXen der C-Serie zeichnen sich im wesentlichen dadurch aus, dass sie komplett ohne Lüfter auskommen und dadurch im Prinzip lautlos sind. Beliebt sind die Geräte vor allem als HTPC/Mediaplayer oder als einfacher Office PC.

Das Gerät gibt es als Barebone-Variante und alternativ als Fertig-PC mit Arbeitsspeicher, Festplatte und vorinstalliertem Windows 10 (Home Edition). Preislich ist die Barebone-Variante attraktiver und in diesem Fall ist die "Fertig-Variante" mit nur 32GB Festplatten- und 4GB Arbeitsspeicher auch nur sehr spärlich ausgestattet.



Kommen wir aber als erstes mal zu den harten Fakten des Gerätes...



Lieferumfang


Der Lieferumfang besteht aus:
Zotac ZBOX CI327 nano, Netzteil, 2x Stromkabel (EU+UK), 1 Satz Schrauben für SSD, VESA-Halterung inkl. Schrauben, WLAN Antenne, Treiber-CD und ein paar Dokumenten.





Externe Anschlüsse



Vorderseite
Power Button, Card-Reader 3-in-1 (SD/SDHC/SDXC), Stereo Out (Klinke), Mic-In (Klinke), USB 3.0 Typ C, USB 3.0.



Rückseite
Anschluss für WLAN Antenne, 2x Gigabit LAN, USB 3.0, 2x USB 2.0, HDMI 2.0 (4K@60Hz), Display Port 1.2 (4K@60Hz), VGA, Netzteilbuchse.



Auf der rechten Seite besitzt die ZBOX dann noch eine Öffnung für ein Kensington Lock.




Damit ist die ZBOX recht gut ausgestattet, es wird dem ein oder anderen aber sicher der, bei früheren Versionen ausnahmslos verbaute, IR-Empfänger und der optische Audioausgang fehlen. Dafür verbaut Zotac hier 2x Gigabit LAN und VGA. Es gibt sicher Anwendungen für die das Sinnvoll ist, aber für den Einsatzzweck wo ich das Gerät sehe, wären die fehlenden Komponenten wesentlich sinnvoller gewesen.



CPU


In der ZBOX CI327 nano ist ein Intel Celeron N3450 verbaut. Es handelt sich hierbei um einen 4-Kern Prozessor der mit 1 GHz taktet (Turbo bis 2,2 GHz) und mit 2MB Cache ausgestattet ist. Der Prozessor basiert auf der Apollo-Lake-Architektur von Intel und ist im 14nm-Verfahren gefertigt. Die TDP von 6W verspricht einen geringen Stromverbrauch, dazu aber später mehr.

Weitere Details zum Prozessor könnt ihr euch auf unserer CPU-Vergleichsseite www.CPU-Monkey.com ansehen. Dort könnt ihr den N3450 auch mit anderen Prozessoren direkt vergleichen.



Netzwerk


Die ZBOX CI327 nano verfügt aber 2 Gigabit Netzwerkanschlüsse (Realtek PCIe GBE-Family), AC-WLAN mit 433 Mbps (Intel Wireless-AC 3165) und Bluetooth 4.2.



Es liegt der ZBOX eine WLAN Antenne, die bei Bedarf hinten an die entsprechende Buchse geschraubt werden kann.



Die Übertragungsgeschwindigkeit per WLAN ist mit bis zu 38MB/s für das verbaute Modul sehr gut.





Datenspeicher


Das Gerät hat Platz für eine 2,5" Festplatte. Aufgrund der Wärme die das Gerät erzeugt rate ich hier vom Verbau einer konventionellen HDD ab. Hier sollte auf jeden Fall eine SSD verbaut werden.

Einbau:


Der 2,5” Datenträger ist mit 6 Gb/s über SATA3 angebunden und kann somit theoretisch eine maximale Geschwindigkeit von 600MB/s erreichen. Bei unseren Benchmarks mit einer 120GB SSD (120GB SanDisk Ultra II) haben wir Werte um die 500MB/s erreicht. Mit dieser Geschwindigkeit werden die Herstellerweite fast erreicht und somit gehen die Werte auch in Ordnung.

Hier unsere Benchmarks:


Benchmark SSD

EigenschaftWert Bemerkungen
Herstellerangabe - Lesen[MB/Sek.] 550 120GB SanDisk Ultra II
CrystalDiskMark - Lesen[MB/Sek.] 486 120GB SanDisk Ultra II
ATTO Benchm. - Lesen[MB/Sek.] 522 120GB SanDisk Ultra II
Herstellerangabe - Schreiben[MB/Sek.] 500 120GB SanDisk Ultra II
CrystalDiskMark - Schreiben[MB/Sek.] 493 120GB SanDisk Ultra II
ATTO Benchm. - Schreiben[MB/Sek.] 501 120GB SanDisk Ultra II




Außerdem besitzt die ZBOX CI327 nano noch einen 3-in-1 (SD/SDHC/SDXC) Card Reader direkt auf der Vorderseite. Dieser ist sehr leicht zu erreichen und funktionierte in unserem Test einwandfrei.




Wenn man auf die Garantie verzichten kann, bietet die ZBOX noch die Möglichkeit auf der Rückseite des Boards eine 42 oder 60mm lange M.2 SSD zu verbauen:



Die Garantie geht flöten, da der Port nur zu erreichen ist wenn man das Garantiesiegel bricht. Da der Anschluss im BIOS unter SATA aufgeführt ist, wird der Port per SATA3 angebunden sein und damit die gleichen Geschwindigkeiten wie die SSD bieten.

Testen konnte ich den Port leider nicht, da ich zur Zeit keine M.2 mit SATA-Anbindung zum Testen habe.



Arbeitsspeicher


Die ZBOX CI327 nano verfügt über 2 Speicherbänke in denen jeweils bis zu 4GB DDR3L-Arbeitsspeicher mit bis zu 1866MHz verbaut werden können.

Soll das Gerät unter Windows 10 betrieben werden, sind 4GB Arbeitsspeicher das Minimum, empfehlenswert ist es aber die gesamt möglichen 8GB zu verbauen.

Wir haben in unserem Testgerät 2x4GB Arbeitsspeicher mit 1600MHz von Kingston verbaut (KVR16LS11/8). Dieser Speicher taucht auch in der Liste getesteter Speicher von Zotac auf. Wir haben bisher mit Speicher von Kingston die besten Erfahrungen gemacht wenn es um Kompatibilität und Zuverlässigkeit geht. So funktioniert der Kingston-Speicher auch in diesem Gerät einwandfrei und wurde von uns für alle Benchmarks genutzt.





Verarbeitung / Design


Seit Einführung der C-Serie hat Zotac weder am äußeren Design, noch an der Verarbeitungsqualität etwas verändert.

Das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff mit einer Wabenstruktur die eine optimale Wärmeabfuhr erlaubt. Der verarbeitete Kunststoff ist sehr Robust und lässt sich nicht so leicht beschädigen.

Durch die 4 Gummifüße und das recht hohe Gewicht steht die ZBOX CI327 nano jederzeit sicher an ihrem Platz.




Ausgabe Audio + Video


Die Audioausgabe erfolgt entweder digital über den HDMI-Port oder analog über den Stereo-Ausgang (Klinke) auf der Vorderseite.

Der HDMI-Port unterstützt hierbei die digitale Ausgabe von bis zu 7.1 Kanälen und auch die neuen HD-Tonspuren können wiedergegeben werden. Die HD-Tonspuren funktionieren jedoch nur unter Windows, unter Linux bleibt die Ausgabe verwehrt. Hier kann nur der Kern der Tonspur wiedergegeben werden.

Dies liegt daran, dass Zotac hier zwar einen HDMI 2.0 Port verbaut hat, diesen aber, mangels Unterstützung der Prozessoren aus der Apollo-Lake Reihe, nur durch einen Converterchip (DisplayPort 1.2 -> HDMI 2.0) verwirklichen konnte.


Das Gerät verfügt über insgesamt 3 Möglichkeiten das Bild auszugeben, über HDMI 2.0, DisplayPort 1.2 und VGA. Es lassen sich an diesen Anschlüssen 2 Monitore parallel in der maximalen Auflösung betreiben.

Die maximalen Auflösungen der einzelnen Ausgänge sehen wie folgt aus:


Ausgabe Video

EigenschaftWert Bemerkungen
Max. Auflösung HDMI[Pixel] 3840x2160 @ 60Hz HDMI 2.0
Max. Auflösung Display Port[Pixel] 4096x2160 @ 60Hz DisplayPort 1.2
Max. Auflösung VGA[Pixel] 1920x1080 @ 60 Hz

Grafikeinheit


Die verbaute Grafikeinheit Intel HD Graphics 500, ist mit 12 EU (Execution Units) ausgestattet und besitzt einen Standardtakt von 0,20GHz, der im Turbomodus bis auf 0,7GHz gesteigert werden kann.

Im Einsatz als reiner HTPC oder als Office PC ist die Grafikeinheit ausreichend, für mehr ist sie jedoch nicht geeignet. Schaut am besten in den Benchmarkbereich und vergleicht die Grafikleistung mit eurer aktuellen Grafik um einzuschätzen zu was die hier verbaute Grafikeinheit in der Lage ist.



Lautstärke / Kühlung


Wie alle Geräte der C-Serie besitzt auch die ZBOX CI327 nano keinen Lüfter und wird passiv gekühlt. Durch den nicht vorhandenen Lüfter ist die ZBOX komplett lautlos.

Die Kühlung wird durch einen riesigen Aluminium-Kühlkörper realisiert, der die Wärme optimal von der CPU ableitet.

Der schwarze Block besteht komplett aus Aluminium!

Damit auch Arbeitsspeicher und SSD ausreichend gekühlt werden, ist an der unteren Abdeckung eine Aluminiumplatte angebracht. Auf dieser Platte kleben 2 Wärmeleitpads (Achtung: Nicht vergessen die Folie von den Pads vorm Einbau zu entfernen) die dabei helfen die Wärme der Komponenten optimal abzuführen.




Die Kühlleistung der ZBOX CI327 nano ist hervorragend. Beim Stresstest der CPU mit AIDA64, lag die maximal von uns erreichte Temperatur bei 57°C. Auch beim Stresstest von CPU und GPU zusammen, waren es ebenfalls maximal 57°C. Damit lag die Temperatur der CPU weit unter dem maximal möglichen Wert von 105°C.



Das Gehäuse wurde während des Tests nur leicht warm:


SeiteSituationTemperatur
OberseiteIdle31°C
UnterseiteIdle29°C
OberseiteVollast39°C
UnterseiteVollast34°C



Ich teste jetzt seit 4 Jahren Mini PCs, aber so eine effektive Kühllösung habe ich bisher noch nicht gesehen. Hier hat Zotac wirklich alles richtig gemacht!



Windows 10 – Arbeiten + Medienwiedergabe


Der Startvorgang von Windows dauert knapp 19 Sekunden, danach erscheint der Desktop und die ZBOX ist einsatzbereit.

Für einen Office PC reicht die verbaute CPU aus, Windows 10 läuft flüssig und Programme lassen sich ohne Verzögerung öffnen und bedienen.

Um herauszufinden ob die CPU für euch ausreichend ist, schaut am besten in den Benchmarkbereich und vergleicht die Werte mit einer euch bekannten CPU. Hilfreich dabei ist sicher auch unser CPU Vergleich auf www.CPU-Monkey.com.

Die Medienwiedergabe unter Windows 10 haben wir mit der aktuellen Kodi Version 17.6 (Krypton) getestet. Unter Windows werden alle aktuellen Audio und Videoformate problemlos wiedergegeben. Dies ist vor allem dem geschuldet, dass die Prozessoren der Apollo-Lake Reihe den h.265 Codec in Hardware decodieren können und dadurch die CPU beim Abspielen von Dateien die mit diesem Format encodiert sind, nur noch gering belastet wird.

Nähere Details zur Auslastung beim Abspielen verschiedener Videoformate findet ihr weiter unten bei den Benchmarks.



Leistungsaufnahme


Die maximale TDP des in der ZBOX CI327 nano verbauten Intel Celeron N3450 liegt bei sehr niedrigen 6W.

Wie der Stromverbrauch im Betrieb unter Windows aussieht, könnt ihr euch hier ansehen:


Energieverbrauch

EigenschaftWert Bemerkungen
Windows Idle[W] 6,0
Windows "Energie Sparen" (S3)[W] 1,3
Power Off Windows (S5)[W] 1,0
Prime 95 - Stresstest[W] 16,2
Heavyload - Stresstest[W] 16,6
AIDA 64 - Stabilitätstest[W] 13,1
Cinebench 11.5 Multicore[W] 12,6
Cinebench 15 Multicore[W] 12,7
7zip Benchmark[W] 13,3
Kodi 1080p Video h.264[W] 16,8 Durchschnittswert
Kodi 4k Video h.264[W] 16,3 Durchschnittswert
Kodi 1080p Video h.265[W] 16,3 Durchschnittswert
Kodi 4k Video h.265 8 Bit[W] 16,7 Durchschnittswert
Kodi 4k Video h.265 10 Bit - 30fps[W] 17,0 Durchschnittswert
Kodi 4k Video h.265 10 Bit - 60fps[W] 17,3 Durchschnittswert

Benchmarks


AIDA64 CPUID


Links im Idle, Rechts unter Vollast


AIDA64 GPGPU




AIDA64 Cache + Memory Benchmark




7-Zip Benchmark




Cinebench


Cinebench

EigenschaftWert Bemerkungen
Cinebench 11.5 OpenGL[fps] 11,95
Cinebench 11.5 CPU Single Core[pts.] 0,57
Cinebench 11.5 CPU Multi Core[pts.] 2,20
Cinebench 15 OpenGL[fps] 18,07
Cinebench 15 CPU Single Core[pts.] 174
Cinebench 15 CPU Multi Core[pts.] 47




Futuremark 3DMark


Futuremark 3DMark

EigenschaftWert Bemerkungen
Time Spy[pts.] 0 Benchmark bricht ab, Hardware inkompatibel
Fire Strike[pts.] 267
Sky Diver[pts.] 864
Cloud Gate[pts.] 2195
Ice Storm[pts.] 16063

http://www.futuremark.com


Futuremark PCMark 8


Futuremark PCMark 8

EigenschaftWert Bemerkungen
Home Conventional[pts.] 1571
Creative Conventional[pts.] 1395
Work Conventional[pts.] 1846

http://www.futuremark.com


Geekbench 3.4.1


Geekbench

EigenschaftWert Bemerkungen
Geekbench 3 Single-Core[pts.] 1484
Geekbench 3 Multi-Core[pts.] 4909




7-Zip

Um das Windows 10 Pro Image (Vers. 1511 – 3,74GB) zu entpacken, benötigt die ZBOX 54 Sekunden (29,68MB/s). Das komprimieren des entpackten Images ist in 16:55 Minuten erledigt (1,58MB/s).


7-Zip - Windows 10 Image entpacken/komprimieren

EigenschaftWert Bemerkungen
Zeit zum entpacken[Sekunden] 54 Windows 10 Pro Image Vers. 1511
Geschwindikeit entpacken[MB/Sek.] 29,68 Windows 10 Pro Image Vers. 1511
Zeit zum komprimieren[Sekunden] 1015 Windows 10 Pro Image Vers. 1511
Geschwindikeit komprimieren[MB/Sek.] 1,58 Windows 10 Pro Image Vers. 1511




Prozessorauslastung Kodi

Die Prozessorauslastung bei der Wiedergabe aktueller Videodateien haben wir mit Kodi 17.6 (Krypton) unter Windows 10 getestet:


Prozessorauslastung Kodi h.264

EigenschaftWert Bemerkungen
Big Buck Bunny - 1080p - 24fps - h.264[%] 25 Maximalwert
Birds - 1080p - 23,976fps - h.264[%] 31 Maximalwert
The Curvature Earth from Space - 2160p - h.264[%] 36 Maximalwert
Whisper to the Sky - 2160p - 23,976fps – h.264[%] 31 Maximalwert





Prozessorauslastung Kodi h.265 (HEVC)

EigenschaftWert Bemerkungen
TCL - 2160p - 29,970fps - HEVC - 8 Bit[%] 33 Maximalwert
Tears of Steel - 4096x1720 - 24fps - HEVC - 8 Bit[%] 32 Maximalwert
Sintel - 4096x1744 - 24fps - HEVC - 8 Bit[%] 31 Maximalwert
Sintel - 1920x818 - 24fps - HEVC - 8 Bit[%] 31 Maximalwert
7 Wonders - 3840x2160 - 59.940fps - HEVC - 10 Bit[%] 39 Maximalwert





Medienwiedergabe mit LibreELEC


Getestet haben wir mit der aktuellen LibreELEC Version 8.2.3.

Hier laufen, wie auch unter Windows, alles Testfiles problemlos. Wie aber bereits erwähnt, ist eine Wiedergabe der HD-Tonspuren nicht möglich. Ich glaube mittlerweile auch nicht mehr daran das sich hier etwas ändert, da die nächste Celeron-Prozessor-Generation (Gemini-Lake) endlich HDMI 2.0 nativ unterstützt und sich das Problem damit von selbst erledigt. (Siehe auch: ASRock J4105 - ITX mit Gemini-Lake Prozessor unter LibreELEC)

Wenn das Gerät ausschließlich mit LibreELEC betrieben werden soll, reichen 4GB Arbeitsspeicher und als Datenträger ein kleiner USB Stick mit 32GB aus. Hier hat sich der 32GB Integral Fusion als sehr zuverlässig erwiesen.

Durch das wesentlich schlankere Betriebssystem ist der Stromverbrauch beim Abspielen von Medien aller Art geringer als unter Windows. Hier der Verbrauch unter LibreELEC und Windows, anhand von ein paar Beispielen, im Vergleich:


Testvideo - Auflösung - FPS - CodecLibreELECWindows
Big Buck Bunny - 1080p - 24fps - h.26411,216,4
Whisper to the Sky - 4096x2160 - 23,976fps – h.26412,216,2
Tears of Steel - 4096x1720 - 24fps - HEVC - 8 Bit12,417,1
TCL - 3840x2160 - 29,970fps - HEVC - 8 Bit12,816,7
Samsung UHD 7 Wonders... - 3840x2160 - 59.940 - h.265 10 Bit15,816,6



Bedienung als Mediaplayer


Leider ist der, in der Vergangenheit bei allen Vorgängern verbaute, Infrarotempfänger nicht mehr vorhanden. Ein integrierter Infrarotempfänger ist für die Verwendung als Mediaplayer einfach ideal, da man das Gerät dann komplett mit einer beliebigen Universalfernbedienung bedienen kann.

Da HDMI-CEC ebenfalls nicht vorhanden ist, fällt auch die Bedienung mit der TV Fernbedienung erstmal flach.

Es gibt aber noch ein paar Möglichkeiten, die ich hier vorstellen möchte:

1. USB-CEC-Adapter von Pulse Eight
Hiermit könnt ihr CEC nachrüsten und somit den PC mit eurer TV Fernbedienung bedienen, sofern euer TV dies unterstützt.

2. Mini Tastatur mit Touchpad
Ich empfehle hier die Rii mini i8+ Funktastatur. Das Teil ist super. Ich nutze diese kleine Tastatur als Ergänzung zu meiner Harmony wenn ich mal eine Tastatur benötige um etwas einzustellen.

3. Flirc
Flirc ist ein kleiner USB-Dongle mit dem der PC um eine Infrarotschnittstelle erweitert wird. Die Installation ist recht simpel und danach lässt sich das Gerät mit quasi jeder Fernbedienung steuern.

Der Nachteil bei Variante 2 und 3 ist, dass sich das Gerät nur manuell einschalten lässt.



Technische Details

EigenschaftWert Bemerkungen
CPU Intel Celeron N3450 Takt: 1,1 GHz (Turbo bis 2,2 GHz)
Architektur Apollo Lake
Arbeitsspeicher DDR3L SO-DIMM bis 1866MHz, Max. 8GB Nicht im Lieferumfang enthalten
Festplatte 1x SSD/HDD SATA3 6.0 Gbps Nicht im Lieferumfang enthalten
Grafikeinheit Intel UHD Graphics 500 Takt: 0,2 GHz (Turbo bis 0,7 GHz)
Video Ports 1x HDMI 2.0, 1x Display Port 1.2, 1x VGA
Card Reader 1 x 3-in-1 SD/SDHC/SDXC
LAN 2x Gigabit LAN Realtek PCIe GBE Family
WIFI AC-WLAN, Bluetooth 4.2 Intel Wireless-AC 3165
USB Ports Vorderseite 1x USB-C 3.0, 1x USB 3.0
USB Ports Rückseite 1x USB 3.0, 2x USB 2.0
Audio Ports HDMI Audio, Steroe Out (Klinke), Microphone In (Klinke)
Audio Chipsatz Realtek ALC892
Netzteil 40W (19V - 2,1A), extern
Betriebssystem vorinstalliert Windows 10 Ready
Abmessungen (B/T/H) 127,8 x 126,8 x 56,8mm
Release (Quartal/Jahr) 02/2017
Preis bei Amazon[EUR] 145 Euro

Einkaufsliste



ArtikelAktueller Preis (ca.)
ZOTAC ZBOX CI327 nano145 Euro
Arbeitsspeicher
4GB Kingston KVR16LS11/4, DDR3L-1600, 1.35V29 Euro
4GB Crucial CT51264BF160B, DDR3L-1600, 1.35V33 Euro
4GB Samsung M471B5273DH0-CK0, DDR3L-1600, 1.35V32 Euro
SSD
250GB Samsung 860 EVO62 Euro
500GB Samsung 860 EVO89 Euro
1TB Samsung 860 EVO176 Euro
120GB SanDisk Ultra II63 Euro
240GB SanDisk Ultra II54 Euro
480GB SanDisk Ultra II90 Euro
USB Stick
32GB Integral Fusion Mini USB 3.0 (140MB/s lesen, 10MB/s schreiben)15 Euro
64GB Integral Fusion Mini USB 3.0 (140MB/s lesen, 20MB/s schreiben)28 Euro


Fazit


Mit der ZBOX CI327 nano hat Zotac einen kleinen günstigen Mini PC auf den Markt gebracht der dadurch besticht, das er alle aktuellen Videoformate problemlos wiedergeben kann und dabei absolut lautlos bleibt.

Das Design ist schlicht und funktionell, die Kühllösung hingegen ist nahezu perfekt. Sowohl als reiner HTPC mit LibreELEC oder Windows bzw. als einfacher Office PC macht das Gerät eine gute Figur.

Auf der Negativseite, bleibt da die fehlende Infrarotschnittstelle und das HD-Audio unter Linux nicht unterstützt wird.

Mit der ZBOX CI327 nano erhält man einen kleinen, lautlosen Mini PC der nur wenig Wünsche offen lässt.


PositivNegativ
LautlosKeine Infrarotschnittstelle
Alle aktuellen Videoformate werden unterstütztKein HD Audio unter Linux / LibreELEC
Sehr gute Kühlung

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